Allgemeine Berichte | 25.06.2025, 13:51 Uhr

Larven in Frischwasserseen können Hautausschlag verursachen

Gesundheitsamt warnt vor Badedermatitis

Symbolbild Quelle: pixabay.com
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Kreis Westerwald. Dem Gesundheitsamt des Westerwaldkreises sind in den letzten Tagen mehrere Fälle von Badedermatitis, verursacht durch Zerkarien, gemeldet worden. Zerkarien sind die Larven eines Fadenwurms, der gern Wasservögel befällt. In Flachwasserbereichen von Badeseen (Frischwasserseen), in denen viele Vögel unterwegs sind, findet man Zerkarien an Schönwettertagen, die auf kühlere, bedeckte Tage folgen. Auf der Suche nach neuen Wasservögeln probieren die Larven, sich auch in die menschliche Haut zu bohren. Hier versterben sie jedoch. Dabei verursacht die Immunabwehr einen rötlichen Hautauschlag mit Papeln, der sehr unangenehm sein kann. Obwohl der Ausschlag stark jucken kann, ist er harmlos, klingt von allein wieder ab und verheilt folgenlos.

Vorbeugend können Badegäste Flachwasserbereiche meiden und sich nach dem Schwimmen direkt abduschen, insbesondere auch die Kleidung, die sofort nach dem Baden ausgezogen werden sollte. An Stellen, wo bekanntermaßen gerade Zerkarien vorkommen, wird schriftlich gewarnt, ein Auftreten ist aber grundsätzlich an allen Badeseen möglich. Badeverbote sind aufgrund des selbst-limitierenden Verlaufs nicht angebracht.

Grundsätzlich werden alle EU-Badeseen im Rhythmus von vier Wochen durch das Gesundheitsamt auf Escherichia coli und intestinale Enterokokken untersucht, zuletzt am 18. Juni 2025. Hier zeigten sich im gesamten Westerwaldkreis exzellente Ergebnisse. Des Weiteren wird vom Landesumweltamt eine Überwachung von Blaualgen durchgeführt, bei Überschreitung der Grenzwerte erfolgt ein Badeverbot, welches ausgeschildert wird. Deshalb wurde seit dem 16. Juni der Postweiher bei Freilingen vorerst für den Badebetrieb gesperrt.

Prinzipiell sollten Badegäste mit allen Sinnen die Stelle überprüfen und nicht in verdrecktes, mit grünlichen oder bräunlichen Schlieren bedecktes oder schlecht riechendes Wasser gehen. Da jeder Badesee ein Biotop ist, lässt es sich leider nicht vermeiden, dass sich Mensch und Natur gelegentlich „ins Gehege“ kommen. Wer auf Nummer sicher gehen will, dem kann die Nutzung eines der vielen tollen Freibäder mit einer Wasseraufbereitung empfohlen werden.

Pressemitteilung der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises

Symbolbild Quelle: pixabay.com

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