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Grundschule St. Martin Remagen

Glasmalerin Barbara Kessler übergibt ihr Meisterstück

Das Glasbild hat im Treppenhaus der Schule einen besonderen Platz erhalten

17.12.2016 - 09:00

Remagen. Zur offiziellen Übergabe ihres Meisterstücks kam Barbara Kessler nun zu einer ungewöhnlichen Zeit in die Grundschule – mitten am Vormittag. Denn normalerweise kommt die beliebte 81 Jährige schon im vierten Jahr immer donnerstagnachmittags zu ihrer Märchen-AG in die Ganztagsschule. Jetzt stand jedoch etwas Besonderes auf dem Stundenplan: Ein kleiner Festakt, zu dem die Klassensprecher und Klassensprecherinnen der Künstlerin Briefe, Bilder, warme Worte und selbst gebackene Kekse verehrten. Kinder der Klasse 4a umrahmten die kleine Feier musikalisch mit zwei Kanons. Schulleiterin Anjo Närdemann bedankte sich herzlich im Namen der ganzen Schulgemeinschaft mit Blumen für das tolle Bild, das im Treppenhaus der Schule bereits einen hervorragenden Platz gefunden hat, wo es hoffentlich noch lange hängen wird. Es trägt den Titel „Rheinisches Brauchtum“ und stellt Sankt Martin zu Pferd dar, Kinder beim Laternenumzug, ein Winzerfest und den Karneval. Die leuchtenden Farben des Glasbildes setzen einen ganz besonderen Akzent in der Schule. 120 Arbeitsstunden hat Frau Kessler 1972 für die Herstellung ihres Meisterstücks aufgewendet – die Kinder zeigten sich beeindruckt. Ihre erste Begegnung mit dem Kunsthandwerk der Glasmalerei geht ins Jahr 1950 zurück. Damals wurden in der väterlichen Malerwerkstatt die Kirchenfenster der Pfarrkirche St. Peter und Paul durch einen Kunstglaser erneuert. Dies faszinierte die junge Barbara Kessler, geborene Kötting so, dass sie ihren ursprünglichen Plan, Musikerin zu werden, aufgab und stattdessen in der Rheinbacher Glasfachschule ihre dreijährige Ausbildung begann.


Schwieriger Berufsstart


Nachdem sie ihre Gesellenprüfung abgelegt hatte und eine Arbeitsstelle suchte, bekam sie nicht nur einmal zu hören: „Frauen bringen den Betrieb durcheinander!“ Schließlich fand sie in Innsbruck ihre erste Stelle, allein unter Männern. Von ihrem Arbeitslohn konnte sie allerdings nicht leben, denn 70 Pfennig Reinverdienst pro Stunde reichten gerade einmal fürs Essen und ihr Zimmer. Sie gab jedoch nicht auf und fand so bei der „Luzerner Glasmalerei“ in der Schweiz eine besser bezahlte Stelle. Der männliche Kollege gab ihr mit auf den Weg: „Machen Sie, dass Sie die 3 Franken pro Stunde auch wert sind!“ Barbara Kessler war es wert. Sie blieb zweieinhalb Jahre. Dann zog sie weiter zu einer Firma nach Küsnacht, wo sie mit vielen Künstlern zusammenarbeiten und auch eigene Entwürfe machen durfte. Hier blieb sie sechs Jahre und lernte in dieser Zeit auch ihren späteren Mann kennen, ebenfalls vom Fach.


Endlich eigene Ideen verwirklichen


Dann kam mit Macht der Entschluss zur Selbstständigkeit: Endlich eigene Ideen in der eigenen Werkstatt verwirklichen! Zuhause in Remagen übernahm sie die inzwischen leer stehende Werkstatt des Vaters und richtete sie ein. Dazu musste Barbara Kessler die Meisterprüfung vor der Handwerkskammer Köln ablegen: ein Glasbild und ein großes Mosaik. 1969 kam Peter Kessler nach Deutschland und die beiden heirateten. Die Werkstatt nahm einen großen Aufschwung, es gab zahlreiche private Auftragsarbeiten und Sonderanfertigungen. Auch in Maria Laach wurden ihre Werke ausgestellt und verkauft. Im Sommer 2017 wird Barbara Kessler ihre Glaskunstwerkstatt, die sie zusammen mit ihrem Mann Peter Kessler 50 Jahre lang in Remagen geführt hat, schweren Herzens auflösen müssen.

Im Frühjahr werden einige Kinder der Grundschule St. Martin noch die Gelegenheit haben, in die alte Werkstatt unter Anleitung der „Meisterin“ hinein zu schnuppern und im Rahmen eines Projekts kunsthandwerklich tätig zu sein. Die Vorfreude ist schon groß.

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Kommentare
Uwe Klasen :
Zitat Jörg Zschimmer: "...aber daran kann man ja dann den Flüchtlingen die Schuld geben..." --- Noch unterirdischer kann ein Mensch kaum Argumentieren. Die Vertreter, Befürworter und Anhänger der sogenannten Energiewende und des, angeblich durch den Menschen verursachten, Klimawandels agieren fast wie Sektierer, Gegenargumente werden Bestenfalls angehört aber Abgelehnt!
Jörg Zschimmer:
Im Gegensatz zur zum Beispiel Braunkohlesubvention, werden die genannten Vereine nicht subventioniert. Das CO2 zur Photosynthese wichtig ist, ist nur bis zu bestimmten Konzentrationen richtig, danach geh der Ertrag rabide zurück - aber daran kann man ja dann den Flüchtlingen die Schuld geben...
Uwe Klasen :
Die Subventionsabgreifer und unsozialen Energieverteurer diskutieren wohl darüber wie sie die Verbraucher noch mehr schröpfen können! P.S. Kohlenstoffdioxid ist elementar Wichtig für die Photosynthese!
Uwe Klasen :
Ein Termin an einem Wochenende wäre vielleicht von Vorteil gewesen, so sind Berufstätige Radfahrer im Nachteil und gerade deren Erfahrungen und Kenntnisse könnten zusätzliche Informationen erbringen.
juergen mueller:
Das weiss man längst,dass die Stadt auf Radfahrer nicht eingestellt ist u.sich als TOP-Stadt mit der höchsten Arbeitsdichte in Rhld-Pfalz,damit verbunden eine Verkehrsdichte,Tendenz steigend,die mit der vielgepriesenen Attraktivität u.einer positiven Wahrnehmung nicht mehr viel gemein hat ... u.das Ende der Gier nach noch mehr Arbeitsplätzen ist nicht abzusehen, im Gegenteil.Dafür muss ein Stadtteil wie RÜBENACH bluten unter der Last einer unzumutbaren Verkehrsdichte mit all ihren negativen Folgen,auch gesundheitliche u.einem Entzug von Freizeit-/Erholungswert durch Flächennachfrage zur weiteren Ansiedlung von Gewerbe u.Industrie.Die neue Pfaffendorfer Brücke wird "natürlich mit einem breiten Radweg ausgestattet?" Ja,weiss man ebenfalls - mit unzureichenden 30 cm!Dieser angelaufene Paradigmenwechsel (besonders wichtig gehaltene Entwicklungen,Umbrüche) hat sich damit spätestens erledigt.Die Politik hat halt die Macht Vertrautheit zu zerstören.
Olaf Erdmann:
Der sich rsant vollziehende Wandel in unserer Gesellschaft ist weder eine Laune noch Verlust von Pietät, sondern Teil des Gesamtgesellschaftslichen Veränderungsprozesses. Friedhöfe z.B. markieren für mich die unüberbrückbare Linie zwischen "Sein und Nichtsein", zwischen "Leben und Tod", zwischen "Zeit und Ewigkeit". Alle Menschen kennen diese Grenze, die das Leben vom Tod, die die Lebenden von den Toten trennt und deutlich unterscheidet. Ein offener Dialog in unserer Gesellschaft zu diesem Thema ist daher ein hohes GUT.
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