Allgemeine Berichte | 06.08.2021, 12:41 Uhr

Bendorfer Facebook-Gruppe sammelte Spenden für das vom Hochwasser schwer betroffene Lebenshilfehaus in Sinzig

Große Emotionen und gelebtes Engagement

(v.l.n.r.:) Ute Voss, Stellv. Vorsitzende der Lebenshilfe; Beate Fritz und Michael Hoffarth, Vorstand der Lebenshilfe; Johannes Thon und Guido Stoffels, Bendorf; Meike Heno, Offene Hilfen Lebenshilfe. Fotos: ROB
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Sinzig/Bendorf. Es ist eine Tragödie, die ganz Deutschland erschüttert: Zwölf Bewohner des Lebenshilfehauses in Sinzig in der Pestalozzistraße starben bei dem grauenhaften Hochwasser, dass das Ahrtal in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli heimsuchte. Auch in Bendorf machte die furchtbare Nachricht um das Schicksal des Lebenshilfehauses die Runde. Johannes Thon und Guido Stoffels wussten sofort: „Hier müssen wir etwas tun.“ Also riefen die beiden Bendorfer zum kollektiven Spendenaufruf zu Gunsten der karitativen Einrichtung in Sinzig auf. Der Vorteil: Stoffels und Thon sind unglaublich gut vernetzt, insbesondere in den sozialen Medien sind beide sehr aktiv. Stoffels ist Administrator der Facebook-Gruppe „Bendorf – Deine Zukunft.“ Dort versammeln sich virtuell etwa 5100 Menschen um alles rund um die Stadt Bendorf zu debattieren. Diesmal diente die Plattform ausschließlich dem guten Zweck und der Spendenaufruf verfehlte sein Ziel nicht: Insgesamt kamen stolze 5500 Euro zusammen, die nun im zweiten Standort des Lebenshilfehauses direkt am Kaiserplatz in Sinzig übergeben wurden. Im Vorfeld nahmen Thon und Stoffels Kontakt mit Joachim Grundhewer, vom Lebenshilfehaus auf. Am Donnerstag war es so weit. Nachmittags machten sich Thon und Stoffels auf in das schwer vom Hochwasser getroffene Sinzig. Der Empfang hätte aber nicht herzlicher ausfallen können: Als das Duo aus Bendorf den überdimensionalen Spendenscheck der Sparkasse Koblenz an Ute Voss, stellv. Vorsitzende der Lebenshilfe, den Vorstandsmitglieder Beate Fritz und Michael Hoffarth und Meike Heno von der Offenen Hilfe der Lebenshilfe übergab, waren die Emotionen groß. Die schicksalhaften Ereignisse in der Hochwassernacht werden niemals vergessen werden, aber die Spende hilft, um zumindest die physische Zerstörung an den Gebäuden zu mildern und den Wiederaufbau zu ermöglichen. Thon und Stoffels sind sicher, dass das Geld an der vollkommen richtigen Stelle gelandet ist. Und als Dank gab es feste Umarmungen, kräftigen Applaus und auch ein Stück selbstgebackenen Kuchen für die Unterstützer aus Bendorf. Bei den vielen Gesprächen mit den Bewohnern und Mitarbeitern wurde schnell klar, wie wichtig zum einen die Spende an sich, aber auch ein offenes Ohr ist. Sichtlich gerührt brachte es Johannes Thon auf den Punkt: „Wir glauben, dass hier eine besondere Beziehung entstanden ist.“

Nicht nur im Lebenshilfehaus waren die Bendorfer bei der Fluthilfe aktiv. Ausgerüstet mit Gummistiefeln und Schaufeln, halfen sie Hochwassergebiet, gerade an der schwer getroffenen Mittelahr. „Wir sind froh, dass wir helfen konnten – egal wie und wo“, so Johannes Thon und Guido Stoffels. Die beiden möchten sich ausdrücklich bei allen bedanken, die gespendet oder mitangepackt haben. Und ein richtig dickes Dankeschön geht natürlich an die Mitglieder der Facebook-Gruppe „Bendorf – Deine Zukunft“, die die Aktion überhaupt erst möglich gemacht haben. Die Hilfe geht noch weiter: Die Bendorfer planen für die Bewohner des Lebenshilfehauses einen Freizeittag im Brexbachtal um einen Tag lang dem Flutgebiet entfliehen zu können. ROB

Die Gespräche mit Bewohner und Bewohnerinnen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie Vertreterinnen des Lebenshilfe-Vorstandes haben die Bendorfer sehr berührt.

Die Gespräche mit Bewohner und Bewohnerinnen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie Vertreterinnen des Lebenshilfe-Vorstandes haben die Bendorfer sehr berührt.

(v.l.n.r.:) Ute Voss, Stellv. Vorsitzende der Lebenshilfe; Beate Fritz und Michael Hoffarth, Vorstand der Lebenshilfe; Johannes Thon und Guido Stoffels, Bendorf; Meike Heno, Offene Hilfen Lebenshilfe. Fotos: ROB

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