Hegering Blankenrath/Senheim
Gut besuchte Versammlung
Blankenrath/Senheim. Sehr gut besucht war die Versammlung des Hegeringes Blankenrath/Senheim unter der Leitung des neuen Hegeringleiters Roland Kirschner. Die Jagdhornbläser der „Wilden Endert“ eröffneten die Versammlung und erwiesen direkt im Anschluss den im letzten Jahre verstorbenen Hegering-Mitgliedern, Alois Theisen, Hesweiler, Helmut Schmitz, Liesenich und Bernd Alt, Senheim, mit dem Signal „Jagd vorbei und Halali“ die letzte Ehre.
Im voll besetzten Saal des Gasthauses „Zur Buche“ konnte Kirschner außer den zahlreichen Mitgliedern, auch den Vorsitzenden der Kreisgruppe Cochem Zell, Franz-Josef „Josi“ Becker und den Hundeobmann Thomas Sieb begrüßen. Roland Kirchner berichtete über die Aktivitäten des Hegerings im Jagdjahr 2022/23 und stellte die Abschusszahlen vor: Demnach wurden: 24 Stück Rotwild, 74 Muffel, zwei Stück Damwild, 702 Stück Rehwild und 305 Stück Schwarzwild erlegt. Er zog in seinem ersten Jahresrückblick für den Hegering Blankenrath/Senheim eine positive Bilanz und dankte allen anwesenden Revieren für eine mehr als gut bestückte Trophäenwand mit Muffelschnecken, Geweihen sowie Rehkronen und Keilerwaffen – ein Zeichen, dass trotz Umwelteinflüssen, Photo-Voltaikanlagen in großflächigem Umfang und immer mehr Freizeitaktivitäten in Wald und Flur, die Jägerschaft nach wie vor eine wichtige Aufgabe im Hinblick auf die Regulierung der heimischen Wildbestände erfüllt.
Josi Becker berichtete über die Arbeit der Jägerschaft auf Kreisebene und hob die positive Entwicklung der Mitgliederzahlen hervor, die im letzten Jahr auf 659 Jägerinnen und Jäger angestiegen ist. Ein klares Zeichen, so Becker, dass die Arbeit des Kreisvorstandes und auch der einzelnen Hegeringe als gut und wichtig angesehen und bewertet wird.
Auch die positive Resonanz auf die „fahrende Waldschule“ hob er hervor, die besonders bei der Jugend immer wieder hohe Resonanz erzielt. „Aktuell spielt die ASP (afrikanische Schweinepest) bei uns keine Rolle mehr, im Gegenteil hier kann ein starker Rückgang aufgezeigt werden“, erklärte der Kreisgruppen-Vorsitzende. Leider wusste er aber von einem relativ frischen Fall von Geflügelpest im Kreis Cochem Zell (Bereich Kaisersesch), ausgelöst wahrscheinlich durch vorbeiziehende Zugvögel, zu berichten.
Josi Becker dankte der Jägerschaft auch für die sehr gute Unterstützung beim Wildkatzen Monitoring und freut sich, dass aus vielen Revieren nicht nur positive Rückmeldungen kamen, sondern die Wildkatzenpopulation auch durch Fotos und entsprechende Dokumentation der einzelnen Reviere belegt wird.
Thomas Sieb, Hundeobmann der Kreisgruppe, gab einen sehr interessanten Einblick in die Arbeit des Saugatters in Wüschheim, wo für alle Hundeführer die Möglichkeit besteht, ihre vierbeinigen Begleiter unter fachkundiger Anweisung des Gattermeisters, an das Schwarzwild heranzuführen.
Eine gute und wichtige Veranstaltung mit viel Austausch untereinander, ging mit der allgemeinen Aussprache und Terminbekanntgaben für das anstehende Jagdjahr – umrahmt nochmals von der Bläsergruppe – zu Ende.
