Seniorenheim Marienburg Kempenich

Gute Laune statt Corona-Tristesse

14.07.2020 - 08:52

Kempenich. „Das war nochmal ein wunderschöner Nachmittag. Er ging nur viel zu schnell vorbei!“ – so brachte es eine Bewohnerin des Seniorenheims Marienburg Kempenich auf den Punkt und sprach allen, die dabei waren, aus dem Herzen.

Gleich zwei Veranstaltungen unter freiem Himmel sorgten am ersten Samstag im Juli bei den Marienburgern für Wohlbefinden an Körper, Geist und Seele. Und auch Petrus hatte ein Einsehen und ließ die bedrohlichen Regenwolken von einer frischen Brise wegblasen.

Der Nachmittag begann besinnlich mit einer Hl. Messe inmitten des Sinnesgartens, die von Pater Elias aus Maria Laach feierlich zelebriert wurde – erstmals wieder mit größerem „Publikum“. Zahlreiche Bewohner*innen hatten sich in der „grünen Oase“ des Hauses eingefunden, - natürlich in gebotenem Abstand – um noch einmal „in echt“, wie eine Bewohnerin meinte, den Gottesdienst mitzufeiern. Einige hatten einen Logenplatz an den Fenstern mit freiem Blick auf die Messfeier.

Inzwischen hatten auf der anderen Seite des Hauses die Original Goldbachmusikanten ihre Instrumente ausgepackt. Sie konnten aber nicht – wie geplant – nach dem Gottesdienst im Sinnesgarten auftreten, weil der Platz auf dem Gelände nicht ausreichte, um die Corona – Abstandsregeln bei den Musikern einzuhalten. Kurzerhand wurde das Konzert auf die Außenbereiche links und rechts längs der Auffahrt zum Heim verlegt. Der „Umzug“ schmälerte die gute Laune bei Bewohnern und Orchester keineswegs, zumal die Musiker*innen emsig mit anpackten.

Schon bei den ersten Klängen sprang der Funke der Begeisterung auf das betagte Publikum über. Alle lauschten mit strahlenden Gesichtern, klatschten, schunkelten, wippten mit den Füßen und sangen mit. Einer wagte sogar ein Tänzchen in Ehren mit den Worten: „Mal ´probieren, ob ich´s noch kann!“

Auch einige Zaungäste aus dem Ort erfreuten sich an dem großen Repertoire der Goldbachmusikanten. Sie boten Evergreens und Ohrwürmer, ein Bill Ramsey Medley und wohlbekannte Melodien mitreißend dar. Zum krönenden Abschluss spielten sie „die Fischerin vom Bodensee“ und „Adieu, mein kleiner Gardeoffizier“ und alle sangen begeistert mit.

Das Blasorchester zeigte eindrucksvoll, dass es trotz Zwangspause in der Corona Krise nichts von seinem Können eingebüßt hat.

Ein kräftiger, jubelnder Applaus war der Lohn aller für ein großartiges Konzert der Goldbachmusikanten. Diese spielen 2 Mal im Jahr ein Konzert in der Marienburg, um die Bewohner*innen des Hauses zu erfreuen und als Dankeschön dafür, dass sie im Altbau des Hauses, das ehemalige Refektorium als Proberaum nutzen können.

Alle im Hause genießen „neue Freiheit“, die die Lockerungen der Corona Einschränkungen mit sich brachte. Spaziergänge, einkaufen, Besuche machen und empfangen, an Gruppenaktivierungen teilnehmen, all das ist unter Einhaltung der Hygienebestimmungen wieder möglich und wird rege und dankbar angenommen. Die Stimmung im Haus ist spürbar gelöster.

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Kommentare

Kleiderhaus schließt

Gabriele Friedrich:
Das ist ja klar, die Leute bekommen nun die finanzielle Unterstützung im ALGII und können prima damit zu KiK und Co. Ich würde weiter sammeln für Obdachlose, der Winter kommt !!! Kindersachen kann man ja ebenso in Flüchtlingsunterkünften abgeben oder einschweißen und aufheben- das geht ja weiter und hört nicht "heute" auf.
Gabriele Friedrich:
[ ...] Der Volksbund [ Zitat ] Da streicht und verbietet die Regierung alles was mit "Volk" zu tun hat. In NRW heisst es auch nicht mehr " im Namen des Volkes, sondern "im Namen des Landes (NRW) und dann haben wir aber noch einen "Volksbund" hier und andere "Bünde" sonstwo... Meine Mutter hat Zeitlebens für die Kriegsgräber gespendet, als Kind war ich mit meiner Großmutter immer in Mayen an den Gräbern, wo ja auch oft eben nur der Stein liegt und man gar nicht weiß wo die Soldaten geblieben sind oder nur "wo" sie gefallen sind. Ehrlich gesagt, ich finde ein Denkmal reicht aus, der Kult der Kriegsgräber passt nicht mehr in diese Zeit. Natürlich ist das alles Ansichtssache. Ich persönlich spende für gar nichts mehr. Mir spendet auch niemand etwas, bei den Lebenden seht "ihr" alle weg.
Antje Schulz:
Also, der rheinland-pfälzische AfD-Landesvorsitzende Michael Frisch hat auf der offiziellen Homepage der AfD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz von einer überfälligen Maskenpflicht geschrieben. Jetzt schreibt der stellvertretende AfD-Landesvorsitzende Jan Bollinger hier in dieser Pressemitteilung, daß eine Maskenpflicht nicht sinnvoll ist. Bei der AfD Rheinland-Pfalz weiß anscheinend die linke Hand nicht, was die rechte Hand schreibt.
Karsten Kocher:
Eine hochnotpeinliche Pressemitteilung der AfD.
Stefan Knoll:
Wieder eine dieser lächerlichen Pressemitteilungen von Jan Bollinger. Wieviele Schulklassen gibt es in der Stadt Neuwied und wieviele Schulklassen im Landkreis Neuwied? Und wieviele Kino- und Theatersääle gibt es in Neuwied und Ungebung?
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