Der Bedarf sei da, aber es scheitere an der finanziellen Beiteiligung:
HeimatCheck: Münstermaifeld: Keine Lösung für einen Radweg an der L82
Münstermaifeld/Lehmen. Die Strecke entlang der Landesstraße 82 zwischen Münstermaifeld und Lehmen wird von vielen Radfahrerinnen und Radfahrern regelmäßig genutzt. Doch die Verbindung gilt als nicht ungefährlich. Immer wieder erreichen die Redaktion von BLICK aktuell Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern, die sich einen sicheren Radweg entlang der Strecke wünschen. Nach Angaben von Lesern habe es dort in der Vergangenheit bereits Unfälle gegeben.
Im Rahmen der Serie „HeimatCheck“ hat BLICK aktuell deshalb beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz nachgefragt, ob Planungen für einen Radweg entlang der L 82 bestehen.
Die Antwort des LBM macht deutlich, dass die Verbindung zwischen Münstermaifeld und Lehmen grundsätzlich als wichtige Strecke für den Radverkehr angesehen wird. Aufgrund der zunehmenden Nutzung durch Radfahrende sei die Route aus Sicht der Behörde von besonderer Bedeutung.
Bereits im Jahr 2024 fand hierzu ein Ortstermin statt. Gemeinsam mit verschiedenen beteiligten Akteuren wurden unterschiedliche Möglichkeiten untersucht, wie eine sichere Radwegeverbindung geschaffen werden könnte. Dabei wurden sowohl Varianten direkt entlang der L 82 als auch alternative Streckenführungen über vorhandene Wirtschaftswege betrachtet und fachlich bewertet.
Ein Ergebnis dieser Untersuchungen ist, dass ein eigenständiger Radweg unmittelbar an der Landesstraße in die Zuständigkeit des Landes fällt. Eine konkrete Umsetzung könne nach Angaben des LBM derzeit allerdings nicht erfolgen. Die Errichtung eines solchen Radweges könne erst im Zusammenhang mit einem zukünftigen Um- oder Ausbau der Landesstraße näher geprüft werden.
Darüber hinaus wurden gemeinsam mit den Verbandsgemeinden Maifeld und Rhein-Mosel weitere Lösungsansätze diskutiert. Diese sahen unter anderem vor, bestehende Wirtschaftswege auszubauen und teilweise mit Abschnitten entlang der L 82 zu kombinieren. Ziel war es, eine sichere und zugleich wirtschaftlich vertretbare Radverkehrsverbindung zu schaffen.
Diese Varianten wurden letztlich jedoch nicht weiterverfolgt. Nach Angaben des LBM hängt eine Umsetzung maßgeblich von einer finanziellen Beteiligung der betroffenen Kommunen ab. Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen habe bislang keine wirtschaftlich tragfähige Lösung gefunden werden können.
Damit bleibt der Wunsch vieler Radfahrerinnen und Radfahrer vorerst unerfüllt. Zwar wird der Bedarf von den Verantwortlichen grundsätzlich anerkannt, konkrete Baupläne gibt es derzeit jedoch nicht. Ob sich dies in Zukunft ändern wird, dürfte vor allem davon abhängen, ob sich bei einem späteren Ausbau der L 82 neue Möglichkeiten ergeben oder alternative Finanzierungslösungen gefunden werden können.
Mitmachen beim HeimatCheck!
Mit der Serie HeimatCheck bietet BLICK aktuell Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, auf Missstände oder Probleme vor Ort aufmerksam zu machen. Die Redaktion greift diese Hinweise auf, recherchiert Hintergründe und holt Stellungnahmen der zuständigen Behörden ein. Hinweise und Themenvorschläge können per E-Mail an heimatcheck@kruppverlag.de eingereicht werden. ROB
