Allgemeine Berichte | 21.08.2026, 13:06 Uhr

Haben die Busse im Kreis MYK zu wenig Fahrgäste? Der VRM antwortet!

HeimatCheck: St. Johann: Zu viele leere Busse für einen kleinen Ort?

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
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St. Johann. Wie viel öffentlicher Nahverkehr ist sinnvoll? Diese Frage beschäftigt einen Leser aus St. Johann, der sich im Rahmen der BLICK aktuell-Serie „HeimatCheck“ an die Redaktion gewandt hat. Seine Kritik richtet sich gegen die hohe Zahl an Busfahrten durch den rund 1.000 Einwohner zählenden Ort.

„Ich bin kein Gegner des öffentlichen Nahverkehrs, aber was in unserem Ort mit Bussen abgeht, ist übertrieben“, schildert der Bürger. Nach seiner Beobachtung fahren täglich bis zu 40 Busse durch St. Johann. Viele davon seien seiner Meinung nach nahezu leer. Besonders unverständlich sei für ihn, dass dieses Bild auch sonntags zu beobachten sei. Der Leser sieht darin einen Widerspruch zu den Klimaschutzzielen, die Bürgern regelmäßig vermittelt würden. „Wir sollen Klima- und Umweltschutz betreiben, aber unsere Politiker machen als Vorbild genau das Gegenteil“, kritisiert er. Zudem bemängelt er, dass sich bei der zuständigen Verwaltung kein Ansprechpartner für das Thema finden lasse. Zuständig ist hierfür der VRM.

VRM bestätigt die Zahl der Busse – leer sind sie nicht

Auf Anfrage von BLICK aktuell bestätigt die Verkehrsverbund Rhein-Mosel GmbH die Zahl der Busfahrten. „Die angegebene Zahl von 40 Busfahrten pro Tag, die durch St. Johann fahren, können wir bestätigen“, teilt der Verkehrsverbund mit. Gleichzeitig verweist der VRM darauf, dass sich die Ortsgemeinde für das derzeitige ÖPNV-Angebot eingesetzt habe. Die Fahrten seien letztlich auch auf Wunsch der Gemeinde eingerichtet worden.

Der Eindruck leerer Busse täusche zudem häufig über die tatsächliche Auslastung hinweg. Nach Angaben des VRM seien die Fahrzeuge insgesamt gut ausgelastet. Dabei spiele die sogenannte Lastrichtung eine wichtige Rolle: Morgens seien die Busse auf dem Weg zu den Schulen stark besetzt, während sie auf der Rückfahrt leer zum Ausgangspunkt fahren, um die nächste Tour zu übernehmen. Am Nachmittag kehre sich dieses Bild um. Dann seien die Fahrten von den Schulen zurück in die Wohnorte entsprechend gut gefüllt.

Mitmachen beim HeimatCheck!

Schickt uns eine E-Mail an Adresse heimatcheck@kruppverlag.de und schreibt uns, wo die Lage vor Ort verbessert werden muss. Wir sammeln eure Ideen und Hinweise, schauen genau hin, haken bei den Verantwortlichen nach und geben euch mit unserer Berichterstattung eine Stimme. ROB

Symbolbild. Foto: pixabay.com

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