Allgemeine Berichte | 21.09.2022

NaturFreunde Kettig

Heimatkundliche Führung im „Eifel-Stonehenge“

Die Gruppe der Interessierten in der Mitte des Rings. Foto: privat

Kettig. Über 40 interessierte Heimatverbundene trafen sich, trotz schlechtem Wetters, am Goloring bei Wolken, nähe der Eisernen Hand. Nach der Begrüßung durch Patrick Simmer von den NaturFreunden aus Kettig, begann die Führung mit Dr. Wolfgang Zäck in einem ehemaligen Bundeswehrgebäude auf dem Areal. Anhand mehrerer Schautafeln konnte er eindrucksvoll den Zuhörern neues vom Goloring, von seiner Entdeckung bis zu den neusten Ausgrabungen, vermitteln. Dr. Zäck ging auf die Größe der kreisrunden Ringgrabenanlage mit 190 m Durchmesser ein und erläuterte auch die künstlich angelegte innere Erdplattform von ca. 40 Meter.

Die ersten Ausgrabungen, so Dr. Zäck, führte Josef Röder 1942 durch. Er entdeckte dabei die sogenannte Suhle, die wohl als Initiationsbecken oder als eine Art von Taufbecken diente, und auch die Standspur eines einst vermutlich acht bis zwölf Meter hohen Pfahles in der Mitte des Ringes.

Nach Art und Aufbau gehört der Goloring zu den „Henge-Heiligtümern“ wie auch das auf den Britischen Inseln gelegene Stonehenge. Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen diesen beiden Kultstätten, die viele 100 Jahre vor Christus errichtet wurden. Um die Anlage herum befinden sich sehr viele Grabhügelfelder, die auch auf eine evtl. religiöse Stätte hinweisen. Dr. Zäck schloss auch einen Versammlungsort für keltische Feste oder ähnlichem nicht aus. Ebenso könnte die Anlage auch als Kalendarium gedient haben. Er verwies hierzu auf Sonnenauf- und Untergangspunkte zu gewissen Jahreszeiten. Darüber wird noch heftigst diskutiert und geforscht.

Wegen des schlechten Wetters machten die Teilnehmer nur einen kleinen Rundgang im Ringgraben bis zur Suhle und zur Mitte, wo einige Besucher sogenannte Erdstrahlen und Energie spüren konnten, wenn es der Regen zuließ. Am Schluss bedankte sich der Vorsitzende der NaturFreunde Kettig Oliver Hartmann und Patrick Simmer bei Herrn Dr. Wolfgang Zäck für die Führung, die trotz schwierigem Wetters stattgefunden hat. Als Dankeschön gab es im Namen der NaturFreunde ein kleines Präsent.

Die Gruppe der Interessierten in der Mitte des Rings. Foto: privat

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