Eifelverein Remagen
Herrliche Aussichten und historische Stätten
Remagen. Bei idealen Wanderverhältnissen machte sich eine Gruppe von Frauen und Männern der Ortsgruppe Remagen auf, den Welterbesteig von Bingen nach Trechtingshausen zu erkunden. Nach einer anstrengenden, steilen Etappe wurden sie mit einer beeindruckenden Aussicht auf das gegenüberliegende Rheinufer belohnt. Deutlich sichtbar ragte die Burgruine Ehrenfels empor, während in der Ferne das Niederwald Denkmal sowie die Benediktiner Abtei St. Hildegard erkennbar waren.
Es gab verschiedene Wege, um nach Trechtingshausen zu gelangen. Der RheinBurgenWeg, der Hildegard-Weg und der Welterbesteig Oberes Mittelrheintal führten teilweise gemeinsam in dieselbe Richtung. Schließlich erreichte die Gruppe eine Hängebrücke über die Kreuzbachklamm, eine wackelige Konstruktion. Von hier aus sollte der Welterbesteig fortgesetzt werden, jedoch entschied sich die Gruppe dem RheinBurgenWeg zu folgen.
Auf dem Weg lag die Villa Rustica, eine archäologische Stätte aus dem 2. Jahrhundert nach Christus. Das Anwesen war fast vier Hektar groß und wurde landwirtschaftlich genutzt. Die ummauerte Hoffläche umfasste zehn Gebäude, von denen noch Mauerreste erhalten sind. Hier legte die Gruppe eine Mittagsrast ein, um neue Kraft zu tanken. Gestärkt setzte die Wanderung sich fort in die Steckeschlääferklamm. Der eigentümliche Name leitet sich davon ab, dass die Wanderer ihre Stöcke über den Boden schleifen ließen. Das Durchwandern dieser Schlucht war reizvoll. Neben den zahlreichen Stegen entdeckte die Wandergruppe auch Schnitzereien in Baumstämmen, Wurzeln und Astgabeln.
Der Weg führte schließlich durch das wildromantische Morgenbachtal. Steile Felsformationen säumten den Weg hinab ins Rheintal, und schließlich wurde die Burg Reichenstein in Sichtweite erreicht. Vor der Abreise mit der Bahn stärkte sich die Gruppe auf dem nahe gelegenen Campingplatz.
Somit fand die 13 Kilometer lange Wanderung des Eifelvereins einen gelungenen Abschluss.
BA
