Allgemeine Berichte | 09.09.2026, 09:14 Uhr

Ausschuss für Umwelt und Mobilität empfiehlt dem Rat die Beschlussfassung - Rund 120 Millionen Euro Investitionsvolumen für die schrittweise Umsetzung

Hochwasser- und Starkregen: Stadt Rheinbach legt Schutzkonzepte vor

Rheinbach. Die Stadt Rheinbach hat umfassende Konzepte zum Schutz vor Hochwasser und Starkregen im gesamten Stadtgebiet entwickelt. Am 8. September wurden diese Konzepte dem Ausschuss für Umwelt und Mobilität präsentiert, der dem Rat empfiehlt, sie zu beschließen. Die beiden Konzepte, eines für den Hochwasserschutz und eines für den Starkregenschutz, bieten zusammen einen umfassenden Schutzansatz. Hochwasser entsteht meist durch über die Ufer tretende Gewässer, während Starkregen lokal begrenzt große Wassermengen verursacht, die schnell abfließen und zu Überflutungen führen können.

Das Ingenieurbüro Björnsen Beratende Ingenieure GmbH erarbeitete das Hochwasserschutzkonzept basierend auf der Hochwasserschutzkooperation Erft. Parallel dazu entwickelte die Kommunal Agentur NRW das Starkregenschutzkonzept. Beide Konzepte wurden durch eine mehrstufige Beteiligung der Öffentlichkeit mit Bürgerworkshops und Gewässerbegehungen begleitet. Die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger flossen in die Planung ein.

Auf Basis der Bürgerbeteiligung, vorhandener Daten und zusätzlicher Untersuchungen wurden konkrete Maßnahmen entwickelt. Diese wurden hinsichtlich Schutzwirkung, technischer Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit, Flächenverfügbarkeit und Umsetzbarkeit bewertet und priorisiert. Die Maßnahmen beider Konzepte sind aufeinander abgestimmt und berücksichtigen verschiedene Ursachen und Wege, auf denen Wasser im Stadtgebiet zu Überflutungen führen kann.

Die Umsetzung der Konzepte ist langfristig angelegt und erfordert ein geschätztes Investitionsvolumen von rund 120 Millionen Euro. Für die Hochwasserschutzmaßnahmen werden Förderungen von bis zu 80 Prozent erwartet. Auch für die Erstellung der Konzepte wurden bereits Fördermittel des Landes bereitgestellt. Die Maßnahmen sollen schrittweise und entsprechend ihrer Priorität umgesetzt werden.

Technische Maßnahmen allein können keinen vollständigen Schutz garantieren. Auch die individuelle Vorbereitung, das Sicherheitsbewusstsein und das umsichtige Verhalten der Bürgerinnen und Bürger sind entscheidend, um Menschenleben zu schützen und Schäden zu vermeiden. Die Vorsorge vor Hochwasser und Starkregen ist eine gemeinsame Aufgabe von Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung.

Der Haupt- und Finanzausschuss wird sich am 5. Oktober mit der Thematik befassen. Trotz finanzieller Herausforderungen herrscht Einigkeit darüber, dass der Schutz vor Hochwasser und Starkregen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe ist. Der Rat der Stadt Rheinbach soll in seiner Sitzung am 12. Oktober die abschließende Beschlussfassung treffen.BA

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