Allgemeine Berichte | 06.10.2025

Welthospiztag 2025: Heimat für alle im Ahrtal

Hospizarbeit sichtbar machen

Kreis Ahrweiler. Am Samstag, 11. Oktober 2025, lädt der Hospiz-Verein Rhein-Ahr e.V. ab 15 Uhr zu einer besonderen Veranstaltung ins stationäre Hospiz im Ahrtal ein. Unter dem Motto „Hospiz: Heimat für alle“ informiert der Verein über seine Angebote für schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen. In diesem Jahr fällt der Welthospiztag zudem mit dem Jubiläum „10 Jahre Stationäres Hospiz im Ahrtal“ zusammen.

Seit den Anfängen der Hospizbewegung in den 1980er Jahren begleitet die Hospiz- und Palliativbewegung Menschen in ihrer letzten Lebensphase – unabhängig von Herkunft, Religion, Hautfarbe, sexueller Orientierung, sozialem Status oder Lebensweise. „Wir wollen zeigen: Hospizarbeit, Palliativversorgung und Trauerbegleitung sind für alle Menschen da. Und im hospizlichen Ehrenamt sind alle willkommen, die ihre Zeit und ihre Zuwendung schenken möchten“, betont Ulrike Dobrowolny, Vorsitzende des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr e.V. Vielfalt bedeutet für den Verein, Unterschiede zu sehen, wertzuschätzen und im Miteinander auszuhalten. Besonders Menschen mit internationaler Biografie, mit Behinderungen, queere Menschen, Geflüchtete, Wohnungslose oder Angehörige anderer Glaubensrichtungen sind in der Begleitung oft noch wenig sichtbar. Dabei verbindet das Sterben, Trauern, Hoffen und Fürchten alle Menschen.

Die Veranstaltung am 11. Oktober kombiniert Information, Begegnung und Kultur. Zum Programm gehören ein Brot-Tasting mit hausgemachten Dips, die von den Landfrauen im Ahrtal zubereitet werden. Brot symbolisiert im Ahrtal Gemeinschaft und Heimat, traditionell gebacken in den Backes-Häusern und getragen von Heimat- und Junggesellenvereinen. Eine Fotoausstellung unter dem Titel „Heimat im Ehrenamt“ zeigt ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und -begleiter und macht die Vielfalt und Bedeutung von „Heimat“ in der Hospizarbeit sichtbar. Außerdem sorgt DJ Fronteck für eine musikalische Überraschung mit Original-Schallplatten aus den 60er-, 70er- und 80er-Jahren, deren Musik als Ausdruck von Heimat, Erinnerung und Gefühl dient.

„Wir möchten an diesem Tag ins Gespräch kommen, informieren und gemeinsam ein Zeichen für ein menschenfreundliches, vielfältiges und offenes Hospiz setzen“, so das Vorbereitungsteam. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.BA

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