Beeindruckender Manöverball in der Raiffeisen Narhalla
Husaren Diner servierte den Narren karnevalistische Leckerbissen
Neuwied. Hut bzw. Narrenkappe ab. Was das 1. Husarencorps Blau-Gold Heddesdorf am Samstagabend zum traditionellen Manöverball auf die Bühne brachte, beeindruckte die Narren. Ein ums andere Mal wurde es richtig eng auf der Bühne.
Zu den imposantesten Bildern zählte der fast nicht enden wollende Einmarsch der Linzer Stadtsoldaten mit Pauken, Flöten und Trompeten. Zu mitreißenden kölschen Tönen beeindruckte das Tanzpaar Jelena Scheidt und Sebastian Mesenholl das Publikum. Der Besuch der Stadtsoldaten war ein Glücksfall und auf ein Treffen im Sommer auf Schloss Arenfels zurückzuführen. Da die Linzer gern einmal rheinabwärts unterwegs sein wollten, vereinbarte man kurzerhand gegenseitige Auftritte. Und während die Stadtsoldaten die Bühne in rot-weiß tauchten, zauberte der KC Weeste Näh Oberhonnefeld eine grün-weiße Kulisse.
Die Freunde aus dem Westerwald hatten ihre Garden mitgebracht. Mit einem schmissigen Gardetanz und strahlenden Gesichtern verzauberten die Mädels das Publikum. Das Husarencorps wusste die große Bühne in der Raiffeisenturnhalle perfekt zu nutzen. Denn wenn die Grün-Weißen Mädcher und Junge zur Hochform auflaufen, geht es hoch, ganz hoch hinaus. Ob Regen, Hagel, Sturm und Donner, die Truppe tanzte sich auf rockigen Songs durch alle Unbillen des Wetters. Die akrobatischen Einlagen bis unter die Hallendecke ließen den Atem der Karnevalisten ein ums andere Mal stocken. Im saloppen Duo moderierten Präsident Carsten Einig und Florian Kütt durch den Manöverball. Tänze wurden dabei groß geschrieben.
Mit von der Partie waren die benachbarten M&M´s der Ringnarren und auch die Ehrengarde der Stadt Neuwied. Vom Möhnenverein Rodenbach wussten die Pinka Bellas in fantasievollen Kostümen zu gefallen und auch die KG Närrische Buben Sinzig setze ein Ausrufezeichen. Die Herzen der Gardetanzfans ließen die Mädels des KV Nistertals höher schlagen. Das Husarencorps gab sich alle Mühe ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen und trat mehrfach selbst in Erscheinung
Gastgeber vor, hinter und auf Bühne
Kölsche Lieder und Stimmungsmusik zum Mitsingen stimmte der Singing Porter (Alexander Baum) an. Als „Naiwidder Rhinschnüsschen“ trat Daniela Köhler in die Bütt. In ihrer Büttenrede ließ sie kein heißes Thema aus und legte ihren Finger dahin, wo es wehtut. Und davon gab es im letzten Jahr in der Lokalpolitik jede Menge. Die Husaren bewiesen sich als echte Alleskönner und waren unermüdlich vor, hinter und auf der Bühne im Einsatz. Es galt die auswärtigen Bühnenacts zu arrangieren und sich um das Wohl der Gäste im Publikum zu kümmern. Und dann wurde auch noch selbst getanzt.
Die Fidelen Kerle liefen einmal mehr zum beliebten Showtanz, dieses Mal zu und mit Pumuckl (Rolf Einig), auf. Die Showtanzgruppe servierte den Gästen im Husaren Diner einen tänzerischen Leckerbissen. Und das in beeindruckender Stärke. Durch eigenen Nachwuchs und neue Mitglieder ist die Formation in den letzten Jahren ordentlich gewachsen. Es läuft bei den Husaren. Man legt Wert darauf, dass es familiär und bürgerlich zugeht. Das bemerkten auch die Ehrengäste, darunter Stadtratsmitglieder, MdL Lana Horstmann und Bürgermeister Peter Jung. Der hatte den städtischen Orden, für Verdienste um das heimische Brauchtum, für Peter Einig dabei. Der Bruder des Präsidenten ist einer, auf den sich der Verein stets bei jeder anfallenden Arbeit und Aufgabe verlassen kann. Am Ende des Abends gab es viele strahlende Gesichter. Die große Tombola hatte etliche Gewinner. Und die Husaren blickten auf einen gelungenen Manöverball, ein ausbuchtes Haus, fast ausverkaufte Getränke und viele positive Rückmeldungen zurück.
FF
Die KC "Weeste Näh" tauchte das Bühnenbild in grün-weiß.
Die Grün-Weiße Mädcher und Junge trotzten Regen, Sturm und Wind und begeisterten mit akrobatischen Einlagen.
Musik und Tanz hatten die imposanten Stadtsoldaten mit Tanzpaar aus Linz mitgebracht.
