Vorlesetag an der Gesamtschule Johanna Löwenherz
IGS sieht einen etwas anderen Unterricht
Neuwied. An der IGS Neuwied stehen zur Zeit die Wochen des Lesens an. Den Anfang machte der sogenannte Vorlesetag, der von einem Dreier-Team, den Deutschlehrern Harald Lutz, Katrin Kesseler und Daniela Tippmann, organisiert wurde. Insgesamt zwölf Lehrer lasen ihren Schülern aus verschiedenen Büchern vor und diskutierten mit ihnen über verschiedene Textstellen.
Für die Schüler war es schon etwas ungewöhnlich, als sie gegen acht Uhr die Schule betraten, denn der Stundenplan sah diesmal nicht Mathe, Englisch oder Naturwissenschaften vor. Vielmehr standen die ersten zwei Stunden ganz im Zeichen des Buches. „Eine schöne Abwechslung zum normalen Schulalltag“, waren sich viele Schüler einig und suchten mit ihren Klassenkameraden den Ort ihres Lieblingsbuchs auf.
Die Resonanz bei den Lehrenden war beachtlich: Nicht nur Deutschlehrer hatten sich bereit erklärt, sondern die Unterrichtenden unterschiedlichster Fachbereiche lasen vor und auch die Schulleitung war dabei.
Die Lehrer hatten sich dabei für eine schöne Palette an alten oder neuen Klassikern entschieden. So standen „Der kleine Nick“ und „Löcher“ auf dem Plan und auch der ewig junge Robinson Crusoe durfte alle Interessierten wieder auf seine einsame Insel entführen. Für insgesamt drei Runden beziehungsweise drei Bücher durften sich die Schüler der 5. bis 7.-Klassen entscheiden und dabei merkte man den jungen Schülern eine gewisse Abenteuerlust an. „Klar würden wir uns für das Camp und die Schatzsuche in der Wüste entscheiden“, äußern die 10-14-jährigen Jugendlichen auf die Frage, ob sie lieber in ein Gefängnis oder in ein Camp, in welchem Löcher gegraben wird, gehen würden. Ab 9.45 Uhr mussten sie nach den abwechslungsreichen Stunden erst einmal wieder in den Unterricht gehen, um am normalen Schulalltag teilzunehmen.
