Allgemeine Berichte | 25.07.2018

Landfrauenkreisverband Mayen-Koblenz unterwegs im Fichtelgebirge

Im Land der Burgen, Felsen und Höhlen

Zahlreichen Frauen und auch Männer nahmen an der Fahrt teil. privat

Kreis Mayen-Koblenz. Die Landfrauen und einige Männer unternahmen eine interessante sechstägige Fahrt nach Bayern ins Fichtelgebirge. Auf der Hinfahrt wurde die Stadt Bamberg, wegen seiner sieben Hügel auch das fränkische Rom, wegen seiner Stadtpaläste fränkisches Prag und wegen seiner Flussidylle das fränkische Venedig genannt, bei einem längeren Aufenthalt besucht.

Sämtliche Brücken und Stege, die über die Regnitz hinweg schöne Durchblicke gewähre, führen in die alte Handelsstadt. Nun ging die Fahrt durch den kühlen Frankenwald weiter nach Bischofsgrün zu unserem Hotel „Kaiseralm. Von hier aus wurden täglich Ausflüge unternommen.

Am nächsten Tag machte die Gruppe in Begleitung einer Reiseleiterin eine Rundfahrt durch das Fichtelgebirge. Felstürme aus Granit und dichte Wälder prägen die Landschaft, in der früher Erz abgebaut wurde. Main, Saale, Naab und Eger haben hier ihre Quellen. Bei Wanderern und Wintersportlern sehr beliebt und viel besucht ist der 1024 hohe Ochsenkopf, der 1051 m hohe Schneeberg und der Fichtelberg.

Nun ging es zu der Klosterstadt Waldsassen mit Besuch der Stiftbasilika. Diese ist eine der bedeutendsten Barockkirchen Bayerns und prägt das Stadtbild. Bei einer Führung wurde vieles über diesen Prunkbau erklärt. Die Kirche besitzt eine der größten Orgelanalgen.

Weiter fuhren die Reisenden in die Porzellanstadt Selb, die auch das Land des weißen Goldes genannt wird. Sämtliche bekannten Porzellanhersteller wie Rosenthal, Thomas und Hutschenrreuther habe heute ausländische Besitzer und leiden auch sehr unter der chinesischen Konkurrenz. Im Shoppingcenter Rosenthal machte die Gruppe einen Stopp zum Besuch des Werksverkaufs. Die Rückfahrt ging über den Ort Fichtelberg und zum Fichtelsee.

Besuch der tschechischen Kaiserbäder

Am dritten Tag begann der Tagesausflug mit dem Besuch der tschechischen Kaiserbäder. Beeindruckend war vor allem die weltberühmte „singende Fontäne“ – eine Musikorgel auf den Kurkolonnaden. Bad Marienberg besitzt 40 Quellen und ist über 200 Jahre als Kurort bekannt. Anschließend wurde das Franzensbad besucht. Die Stadt wurde nach dem Kaiser Franz I. benannt. Hier befinden sich 24 Quellen, davon 12 Heilquellen. Das schwefelhaltige Wasser kommt mit 40 Grad aus der Erde geschossen. Im Goethe-Haus legte die Gruppe eine Kaffeepause ein, wo unter den Sitzplätzen eines der größten Unterwasseraquarien Europas mit Kois und Karpfen zu bewundern war.

Ein weiterer Ausflug führte in die fränkische Schweiz, wo auf malerischen Felstürmen Burgen und Ruinen thronen. Bei der Felsenstadt Pottenstein thront waghalsig eine Bilderbuchburg auf einem Felsenmassiv über der Stadt; Schutzburg der heiligen Elisabeth von Thüringen.

Im Felsendorf Teichersfeld prägen zwei Felstürme das bekannte malerische Ortsbild mit gut erhaltenen Fachwerkhäusern. Nach kurzer Fahrt erreichte man den Wallfahrtsort Gößweinstein mit seiner fast 1.000 Jahre alten Burg und der barocken Wallfahrtsbasilika.

Das nächste Ziel war Bayreuth, die Residenzstadt am roten Main. Sie steht im Zeichen von Richard Wagner, dessen Festspiele auf der ganzen Welt bekannt sind. Nach einem Stadtrundgang um die berühmten Bauten fuhren die Reisenden auf den grünen Hügel zum Bayreuther Festspielhaus, zu den größten Opernbühnen der Welt.

Am nächsten Tag ging die Fahrt in Richtung Staffelstein im oberen Maintal zur „Goldenen Pforte Frankens“, an der sich zwei barocke Schmuckstücke gegenüber stehen. Zum einen das Kloster Banz mit der prächtig geschmücken Kuppel, das schönste Barockkloster Frankens und zum anderen die Basilika Vierzehnheiligen. Frankens bedeutenste Kirche, die den 14 Nothelfern geweiht ist.

Anschließend besuchte man in Kulmbach das bayerische Brauereimuseum. Dort erlebte man hautnah wie Ägypter, Römer und Kelten im Mittelalter Bier zubereitet haben. Trotz aller Computertechnik ist es noch heute eine hohe handwerkliche Kunst, guten Gerstensaft zu brauen. Nach dem Rundgang erwartete die Gruppe ein Probierschluck aus der Museumsbrauerei.

Zwischenstopp auf der Heimreise

Leider hieß es am nächsten Tag Abschied nehmen. Auf der Heimreise machte man noch einen Zwischenstopp im malerischen Lohr am Main, dem Geburtsort Schneewittchens. Das Stadtbild wird von einer einzigartigen Kulisse schöner Fachwerkhäuser und blumengeschmückter Innenstadt geprägt. Inmitten der Stadt befindet sich das Schneewittchenschloss, in dem man heute noch den Zauberspiegel befragen kann.

Alle Reiseteilnehmer fuhren mit unvergesslichen Eindrücken wieder in die Heimat zurück.

Zahlreichen Frauen und auch Männer nahmen an der Fahrt teil. Foto: privat

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