Nachbarinnen der Rauschermühle Plaidt hatten viel Spaß beim Frauenkaffee
Improvisation und Lachtränen
Plaidt. Einiges war in diesem Jahr anders beim närrischen Frauenkaffee der Nachbarschaft Rauschermühle, aber wie in jedem Jahr war die Stimmung wieder klasse. Rund neunzig Nachbarinnen hatten sich bunt kostümiert im Pfarrsaal eingefunden, um das wie immer von Amtfrau Inge Herrlein gekonnt zusammengestellte närrische Programm zu genießen. Hausmusikerin Wilma hatte krankheitsbedingt kurzfristig absagen müssen, also galt es zu improvisieren. Kurzerhand betätigten sich die beiden Vorstandsmitglieder Angela Wischeid und Markus Höbner als DJs und machten ihre Sache hervorragend. Aber die beiden DJs waren nicht die einzige Veränderung. Zu Beginn trugen die Vorstandsmitglieder ein schwungvolles neues Kaffeelied aus der Feder von Marion Spitzley vor. Nach dem Kaffeetrinken eröffnete Funkenmariechen Yvonne Debüser mit ihrem gekonnten Gardetanz das Programm. Als erste Rednerin betrat Büttenass Margret Persy die närrische Bühne und berichtete von ihrem Arzt, der unbedingt ihren Stuhl untersuchen wollte und tatsächlich merkte, dass sie sich den Esszimmerstuhl ihrer Nachbarin ausgeliehen hatte. Danach ging es mit Anneliese Krechel, Gabi Buhl, Rosi Mürtz, Martina Skerlak und ihrem schwungvollen Cowboytanz in den wilden Westen. Anita Johnen ging als Dame über 90 auf die Suche nach einem Spitzenhöschen. „Bei Rheuma, Gicht und Ischias macht ein heißes Höschen doppelt Spaß!“ Auch nach der Pause machte Margret Persy wieder die Eisbrecherin und erzählte als „Malche von de Hesele“ von ihrer Lehre in einer Bäckerei. Direkt an ihrem ersten Tag musste sie eine feine Dame, die einen Liebesknochen bestellte, darauf hinweisen, dass dies ein anständiges Lokal sei. Uschi Barailiju als Lisbeth Möchtegern schilderte das Singleleben einer dicklichen Frau. Ein Verehrer interessierte sich nur für Fußball, einer fuhr einen Sportwagen, in den sie nicht reinpasste und einer wollte mit ihr zusammen baden, was zur Überschwemmung ihrer Wohnung führte. Der absolute Kracher war wieder Pastor Alexander Kurp, der bei einigen Zuschauerinnen dafür sorgte, dass ihnen die Tränen die Wangen runterliefen. Unter anderem wusste er zu berichten, dass Klaus Bell die Tür an seiner Kuckucksuhr zugenagelt hat, um der derzeit grassierenden Vogelgrippe zu begegnen. Die Nachbarinnen hätten ihm sicher noch stundenlang zuhören können. Zum Abschluss fuhren Michaela Theisen, Diana Herrlein und Christa Engels mit den Nachbarinnen „Bob“ und brachten mächtig Schwung in den Saal. Beim großen Finale bedankte sich Inge Herrlein bei allen Mitwirkenden und ihrem Vorstand für den gelungenen Nachmittag und war sichtlich gerührt, als der stellvertretende Amtmann Markus Höbner ihr einen bunten Blumenstrauß als Dankeschön für ihre Vorbereitungsarbeit überreichte. Auch nach dem Programm feierten viele Nachbarinnen noch weiter, stärkten sich bei leckeren Würstchen und auch das Tanzbein wurde geschwungen.
