Allgemeine Berichte | 14.06.2018

Pfarreiengemeinschaften Koblenz-Moselweiß und Untermosel-Hunsrück, Dekanate Remagen-Brohltal und Andernach-Bassenheim

Initiativen diskutieren über Klimawandel und Umweltschutz

„Wir fühlen uns dem dringlichen Aufruf des Papstes verpflichtet, alles in unserer Macht stehende zu tun, um die Schöpfung und die Armen zu schützen“

Die Teilnehmer der Pfarreiengemeinschaften im Bistum Trier verfassten zum Abschluss eine Resolution.privat

Koblenz. Unter dem Titel „Klimawandel und Umweltschutz – Eine Herausforderung für die Kirche im Bistum Trier“ hatten die Pfarreiengemeinschaften Koblenz-Moselweiß und Untermosel-Hunsrück, die Dekanate Remagen-Brohltal und Andernach-Bassenheim in das Gemeindezentrum St. Franziskus im Koblenzer Stadtteil Goldgrube geladen. Und der Ort hätte kaum besser gewählt sein können, gilt der Heilige Franziskus doch bis heute als Vorbild in Fragen der Mensch-Natur-Beziehung.

Sigrid Heuer betreut an der Schönstätter Marienschule in Vallendar die Schulwald-AG, die bis heute mehr als 500 Bäume gepflanzt hat und 2017 mit dem Umweltpreis des Bistums Trier ausgezeichnet wurde. Kinder in der vielfach als schwierig wahrgenommenen Lebensphase der Pubertät lernen hier, wie wichtig die Bewahrung der Schöpfung ist und tragen ihr Wissen nach Hause.

Bernhard Grunau bemüht sich als Geschäftsführer um den ökologischen Betrieb des Klosters Arenberg der Arenberger Dominikanerinnen, etwa durch die Nutzung von Sonnenenergie oder den Einbau von Dreifachverglasung. Nicht nur im Kloster, sondern in vielen kirchlichen Einrichtungen ist der Einsatz von LED-Beleuchtung, die Verwendung von Recyclingpapier und Kaffee aus fairem Handel mittlerweile weit verbreitet.

Die Klimaschutzmanagerin des Bistums, Charlotte Kleinwächter, verkündete das Ziel, die CO2-Emissionen von 2010 bis 2040 zu halbieren.

Der Klimafonds stelle bistumsintern jährlich 100.000 Euro für Projekte zur Verfügung. Christian Heckmann von der Stabsstelle für die Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode stellte den Anwesenden die Aussagen der Synode zum Klima- und Umweltschutz vor.

Die Kirche setze „auf die Würde und Verantwortung aller Getauften. Sie gibt Charismen Raum, die dem Aufbau des Reiches Gottes dienen, und sie lässt Platz für andere und für einen kreativen Dialog mit ihnen.“

Christoph Bals von Germanwatch e.V. beschäftigte sich beim Einsatz für globale Gerechtigkeit und den Erhalt der Lebensgrundlagen üblicherweise mit der Politik, stellte diesmal allerdings die päpstliche Enzyklika „Laudato si‘“ vor und arbeitete dabei besonders den Gedanken des gemeinsamen Ursprungs, wechselseitigen Zusammenhangs und der geteilten Zukunft allen Lebens auf der Erde heraus. Das Klima sei gemeinsames Gut.

In der anschließenden Diskussion kam mehrfach zur Sprache, wie schwierig es sei, andere Menschen für Projekte des Klima- und Umweltschutzes zu mobilisieren.

Allzu häufig lägen Steine im Weg und nicht nur innerkirchlich gäbe es wenig Resonanz, weil andere Themen gerade wichtiger wären. Dennoch komme es darauf an, Dinge vor Ort umzusetzen. Kleine Alltagsentscheidungen sind zwar der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein, doch Beharrlichkeit und Multiplikation verstärken eine Idee und verhelfen ihr zum Durchbruch. So bestand dann auch der Wunsch nach engerer Vernetzung unter den Aktiven und dass das Treffen an diesem Montagabend nicht das letzte bleiben möge.

Am Ende verfassten die Teilnehmer eine Resolution in der es unter anderem heißt: „Wir fühlen uns dem dringlichen Aufruf des Papstes verpflichtet, alles in unserer Macht stehende zu tun, um die Schöpfung und die Armen zu schützen. […] Das Handeln des Bistums darf nicht nur in Leuchtturmprojekten die Anliegen von Laudato si´ umsetzen, sondern muss personell, finanziell, räumlich und konkret diese Anliegen stärker unterstützen.“

Die Teilnehmer der Pfarreiengemeinschaften im Bistum Trier verfassten zum Abschluss eine Resolution.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Rund um´s Haus
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kleinanzeigen
Doppelseite PR/Anzeigen
Titel
Koblenz blüht
Rund ums Haus
SB Standesamt
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Stellenanzeige
Empfohlene Artikel
Schülerinnen und Schüler der Bienenklasse 3c der KGS Meckenheim sind am Standort Meckenheim der Bücherbrücke in die Bücher vertieft. Foto: Stadt Meckenheim
30

Meckenheim. Die Bücherbrücke Meckenheim/Alfter verzeichnet eine rege Nutzung durch Kindertagesstätten und Schulen im Rahmen der Leseförderung. Unter den teilnehmenden Einrichtungen befinden sich unter anderem Blütentraum, Hüppekästchen, Rasselbande und zahlreiche weitere Kindertagesstätten. An beiden Standorten der Bücherei steht der Mittwochvormittag im Zeichen der Vorschulprogramme, bei denen die Kinder bib(liotheks)fit gemacht werden.

Weiterlesen

Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
49

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2254

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Alles rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Kreishandwerkerschaft
Container Anzeige
Dauerauftrag 2026
Osteraktion
Anzeige Lange Samstage
Unterstützeranzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in