Allgemeine Berichte | 23.04.2021, 12:27 Uhr

Kreisverwaltung und Wirtschaftsförderungsgesellschaft rufen zum Mitmachen auf:

Je mehr Menschen und Betriebe sich beteiligen, desto besser

Landrat Dr. Alexander Saftig wirbt für die Nutzung der Luca-App zur digitalen und verschlüsselten Kontaktregistrierung und -nachverfolgung. Foto: Kreisverwaltung/Morcinek
60

Kreis MYK. Ab sofort nutzt das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, das für den Landkreis Mayen-Koblenz und die kreisfreie Stadt Koblenz zuständig ist, die Luca-App zur digitalen und verschlüsselten Kontaktregistrierung und -nachverfolgung. „Je mehr Menschen sich daran beteiligen, desto besser funktioniert die Idee hinter der App. Um so wichtiger ist es, dass sich diese innovative Lösung jetzt in der Region verbreitet und genutzt wird. Schließlich wünschen wir uns alle wieder ein Stück Normalität zurück“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig.

Sobald es die Regelungen zur Bekämpfung des Coronavirus im Einzelnen wieder zulassen, kann die Luca-App auch in Gastronomiebetrieben, Geschäften und bei Veranstaltungen genutzt werden. Daher wollen Kreisverwaltung und Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein insbesondere auch bei den hiesigen Verbänden von Gastronomie, Einzelhandel und Kultur sowie weiterer Institutionen für die Nutzung werben. „Diese einfache Art der Kontaktverfolgung reduziert den Aufwand der manuellen Kontaktnachverfolgung für Unternehmer und Kunden und erleichtert damit die Arbeit des Gesundheitsamtes erheblich, also machen Sie bitte mit“, appelliert WFG-Geschäftsführer Henning Schröder.

Die Luca-App ersetzt die bisherige Zettelwirtschaft durch einfaches digitales Einchecken. Bislang handschriftlich geführte Kontaktlisten sind selbstverständlich auch weiterhin erlaubt. Doch sowohl für Betriebe und Veranstalter also auch für Kunden und Besucher bietet die digitale Lösung zahlreiche Vorteile:

Nachdem die kostenlose Luca-App auf dem Smartphone des Nutzers installiert wurde, müssen einmalig persönliche Angaben wie Name, Adresse, Mobilnummer und E-Mail-Adresse darin hinterlegt werden. Die App generiert anschließend sich ständig ändernde und verschlüsselte QR-Codes für den Nutzer. Besucht der Nutzer beispielsweise einen Friseur oder sobald wieder möglich ein Restaurant, scannt der jeweilige Unternehmer den verschlüsselten QR-Code des Gastes mithilfe eines Tablets, Smartphones oder QR-Code-Lesegerätes. Der Datensatz wird zweifachverschlüsselt auf einem sicheren Server gespeichert und spätestens nach 30 Tage wieder gelöscht. Für den Betrieb selbst bleibt der Kunde anonym, da der Betrieb die gescannten Daten seiner Kunden nicht auslesen kann.

Damit Betriebe die Vorteile kostenlosen App nutzen können, müssen ihren Standort einmalig auf der „Locations“-Seite unter https://app.luca-app.de registrieren. Dabei besteht auch die Möglichkeit, die Lokalität in Teilbereiche einzuteilen und für diese separate QR-Codes zu erstellen. So kann eine Ermittlung unmittelbarer Kontaktpersonen erfolgen. Es wird empfohlen, dass Betriebe ihre Gäste selbst mithilfe von Tablet, Smartphone oder QR-Code-Lesegerät einchecken. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass sich Kunden selbst einchecken, indem sie einen an ihrem Aufenthaltsort, zum Beispiel an einem Tisch, ausgelegten QR-Code über die Luca-App einscannen.

Wird ein Besucher später positiv auf das Coronavirus getestet, kann er dies melden, indem er in der App gespeicherte Historie seiner Kontakte an das Gesundheitsamt übermittelt. Zur Kontaktnachverfolgung informiert das Gesundheitsamt schließlich den jeweiligen Betrieb, indem sich der Besucher aufgehalten hat und bittet um Freigabe des relevanten Zeitfensters eines Check-Ins. Nach erfolgter Freigabe kann nur das Gesundheitsamt die übermittelten QR-Codes weiterer Besucher entschlüsseln und gezielt Kontaktpersonen informieren. „Um eine lückenlose Kontaktnachverfolgung gewährleisten zu können, ist es immens wichtig, schnell und sicher die Daten des Bürgers abrufen zu können“, sagt Tobias Querbach von der Koordinierungsstelle Digitalisierung, die verantwortlich für die technische Umsetzung im Landkreis zeichnet.

Bürger, die über kein Smartphone verfügen oder die App nicht auf ihrem Gerät nutzen möchten, haben dennoch die Chance von dem attraktiven System zu profitieren und zwar über die Nutzung eines kostengünstigen Luca-Schlüsselanhängers. Mit dem analogen Gegenstück zur App können Nutzer auch ohne Smartphone in Standorten einchecken. Ab Ende April soll der Schlüsselanhänger Luca-eigenen Webshop bestellt werden können. Parallel dazu ist der Landkreis Mayen-Koblenz als eine der sechs Luca-Modellkommunen in Rheinland-Pfalz bemüht, eine beträchtliche Anzahl solcher Anhänger zu besorgen, um interessierte Bürger in Mayen-Koblenz und Koblenz unkompliziert mit dem Produkt versorgen zu können. Die Lieferzeit für die Schlüsselanhänger beträgt derzeit gut vier bis sechs Wochen.

Die Anleitung für Privatpersonen und Betriebe sowie viele weitere nützliche Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.luca-app.de.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Landrat Dr. Alexander Saftig wirbt für die Nutzung der Luca-App zur digitalen und verschlüsselten Kontaktregistrierung und -nachverfolgung. Foto: Kreisverwaltung/Morcinek

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Tag der Demokratie zog auch im Vorjahr viele Besucher an.
42

Der Tag der Demokratie wird auch in diesem Jahr vom Bündnis Remagen für Frieden und Demokratie organisiert. Veranstalter ist in diesem Jahr Politischer Arbeitskreis Schulen e.V., gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ Bereits seit Anfang des Jahres treffen sich rund 20 Engagierte monatlich auf dem RheinAhrCampus, um die Großveranstaltung vorzubereiten. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Portrait Marcel Schäfer
20

Das Büttelborner Medienunternehmen spot it media ist mit dem DEUTSCHEN AGENTURPREIS® 2026 in der Sparte B2C, Kategorie Digitalisierungs-Plattform, ausgezeichnet worden. Prämiert wurde das Eigenprojekt „spot it Warnmeldungen - Community-Warnnetzwerk mit Live-Warnkarte“. Die Auszeichnung wurde dem Unternehmen am 29. Oktober 2026 bestätigt. Damit würdigt der Wettbewerb ein digitales Informationsangebot,...

Weiterlesen

Koblenz modernisiert sein Tourismusangebot: Gästebeitrag als Schlüssel.
73

Der Stadtrat von Koblenz hat am 29. Oktober 2026 die Einführung eines Gästebeitrags beschlossen, der ab dem 1. Januar 2027 gilt. Mit dieser Maßnahme soll die Grundlage geschaffen werden, um den Tourismus in Koblenz zu stärken, bestehende Angebote zu sichern und neue Projekte zu entwickeln. Der Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region, da jährlich Millionen von Tages- und Übernachtungsgästen...

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag Imageanzeige
Dauerauftrag
Konfetti & Ahoi
Haus- und Gartenparadies
Anzeige KW 44
Titelanzeige
Weitere Artikel
Die Mittelahr präsentierte sich an den fünf Veranstaltungswochenenden von ihrer besten Seite
907

Mittelahr. Mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern und bestem Herbstwetter ist der Weinherbst Mittelahr 2026 erfolgreich zu Ende gegangen. Vom 26. September bis zum 25. Oktober fand das beliebte Wein- und Wanderevent an fünf Wochenenden auf dem Rotweinwanderweg und in den Weinorten Dernau, Rech, Mayschoß und Altenahr statt. Das bewährte Zusammenspiel aus Wein- und Gastronomieständen entlang der Strecke sowie ergänzenden Angeboten in den Orten sorgte erneut für großen Zuspruch.

Von Nicolas Bäcker aus Dernau

Weiterlesen

Symbolbild
347

Schleiden-Gemünd. In Schleiden-Gemünd ist es am Montag, 2. November 2026, zu einer Verunreinigung des Flusses Olef durch ausgelaufenen Kraftstoff gekommen. Gegen 10.20 Uhr wurde im Bereich des Parkplatzes an der Straße „Am Plan“ beziehungsweise der Dreiborner Straße eine entsprechende Verschmutzung festgestellt.

Weiterlesen