Besuch der ehemaligen Synagoge in Niederzissen
Jüdisches Leben hier in der Heimat
Niederzissen. Nach der Renovierung der ehemaligen Synagoge und deren Eröffnung im März 2012 steht das Gebäude, das 1938 durch die Nationalsozialisten geschändet, entweiht und danach über 70 Jahre als Schmiede genutzt wurde, wieder der Öffentlichkeit offen. Der ehemalige Synagogenraum wird insbesondere für kulturelle Veranstaltungen, wie Lesungen, Konzerte, Ausstellungen genutzt. Im angrenzenden ehemaligen Werkstattanbau befindet sich das jüdische Museum mit einer ständigen Ausstellung zur Geschichte des Synagogengebäudes, des jüdischen Lebens einst und jetzt, sowie des Gedenkens der aus der ehemaligen Synagogengemeinde deportierten Juden. Anhand der im Mittelpunkt der Ausstellung stehenden Niederzissener Genisafunde wird das vergangene jüdische Leben mit seinem typischen Lokalkolorit erzählt. Die Genisa-Objekte befinden sich in allen Themeneinheiten. Eine Installation mit ungezählten Schriftfragmenten an der Decke des Ausstellungsraumes verdeutlicht, wie umfangreich und unsortiert der Fund auf dem Dachboden war. Termin ist der 22. März, Beginn der Führung um 14.30 Uhr. Die Fahrt nach Niederzissen und zurück erfolgt in Fahrgemeinschaften mit PKW. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Besichtigung und Führung sind kostenlos. Um eine Spende für den Erhalt dieses Kulturdenkmals wird gebeten. Anmeldung erbeten bis zum 15. März bei Georg Alfter, Tel. (0 26 42) 4 47 64.
