Martinus-Gymnasium Linz glänzt bei „Jugend forscht“
Junge Forscher aus Linz beeindruckten die Jury
Linz. Das Martinus-Gymnasium Linz (MGL) durfte sich auf den drei Regionalwettbewerben von Jugend forscht/Schüler experimentieren in Neuwied, Koblenz und Remagen über viele Auszeichnungen freuen: Es gab drei erste Plätze mit der Qualifikation für den Landeswettbewerb, außerdem einen zweiten und einen dritten Platz sowie diverse Sonderpreise.
Auf den Regionalwettbewerben galt es für die Schülerinnen und Schüler, ihre Arbeiten einer hochkarätig besetzten Jury aus Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Schule zu präsentieren. Die Jurorinnen und Juroren betonten dabei, wie toll und begeistert die Jugendlichen ihre Projekte vorstellten und mit welch großem Eifer sie ihre Ideen verfolgt und verwirklicht hatten.
Für die Jugendlichen war es eine interessante und spannende Erfahrung, an einem solchen Wettbewerb teilzunehmen. Das zeigen ihre positiven Rückmeldungen: „Ich fand die Erfahrung super, mal selbst forschen zu können und das Ganze vorzustellen“, sagte Amy. „JuFo war toll, weil man sich mit Leuten austauschen konnte, die auch Ahnung von unseren Themen hatten“, befand auch Max. „Die Juroren waren sehr nett, wirkten beruhigend und haben gute Verbesserungsvorschläge gemacht. Es war generell eine entspannte, neugierige und spaßige Stimmung“, resümierte Leon und auch Mert-Alim zog ein positives Fazit: „Jugend forscht war für mich ein schönes Erlebnis. Es wurde sich gut um uns gekümmert. Wir wurden mit leckerem Essen und Trinken versorgt und es war ein spannendes Erlebnis, mein Projekt verschiedenen Menschen vorzustellen.“ Und Philip zeigte sich ebenfalls mit der Erfahrung zufrieden: „Ich fand Jugend Forscht sehr gut, da es mir sehr gut gefallen hat, mich in ein Thema hineinzufuchsen. Es war auch cool, die vielen anderen Projekte zu sehen.“
Über 30 Schüler waren mit 14 Projekten dabei
Herausragend war aber auch die Gesamtleistung des Martinus-Gymnasiums, das mit über 30 Schülerinnen und Schülern in 14 Projekten zu den aktivsten Jugend-Forscht-Schulen der Region zählte. Dabei forschten die Jugendlichen zu einer Vielzahl von spannenden Themen in ganz unterschiedlichen Fachgebieten.
Für dieses besondere Engagement zur Förderung mathematisch, naturwissenschaftlich und technisch interessierter Schülerinnen und Schüler wurde das Martinus-Gymnasium gleich mit drei Schulpreisen ausgezeichnet: dem mit über 350 Euro dotierten Schulpreis der Stiftung Berdelle-Hilge, dem MINT-Space-Schulpreis der Firma Hohenloher Schuleinrichtungen sowie dem Förderpreis der Firma Köhler Labor + Lehrmittel Vertrieb.
Innovative Ideen
Mit einem 3. Preis im Fachgebiet Technik wurde das Projekt „Clap-On Illuminator“ von Philip Frye und Nils Kandels ausgezeichnet. Die beiden hatten eine Lampe entwickelt, die durch zweifaches Klatschen an- und ausgeschaltet werden kann.
Den 2. Preis im Fachgebiet Technik gab es für Mert-Alim Yaldir, Max Tschauner und Justin Knoop für ihre Arbeit zum „Hydro Thunder“, in der sie eine Wasserrakete gebaut haben. Anschließend haben sie die Flugfähigkeiten ihrer Rakete intensiv wissenschaftlich untersucht und optimiert.
Das Projekt „Gangschaltung für Windräder“ von Moritz Kuntze wurde mit einem 1. Preis im Fachgebiet Physik ausgezeichnet. Moritz hatte in einem höchst innovativen Ansatz untersucht, ob es sinnvoll sein könnte, Windräder mit einer Gangschaltung auszustatten, um sie so verschiedenen Windbedingungen anpassen zu können und noch effizienter zu machen. Bei ihm lobte die Jury insbesondere die Praxisrelevanz seiner Forschung. Moritz wird das MGL Ende April auf dem Landeswettbewerb Schüler experimentieren in Ingelheim vertreten.
Sophia Busley und Marie Dorniak untersuchten im Fachgebiet Biologie die „Reaktion von Weizen auf verschiedene (Umwelt-)Schadstoffe“. Die Jury betonte, dass die beiden ihre sehr umfangreichen, wissenschaftlich angelegten Versuchsreihen exzellent präsentierten und die Alltagsrelevanz des Themas hervorragend darstellen konnten. Auch sie erhielten dafür einen 1. Preis und werden beim Landeswettbewerb in Ingelheim mit dabei sein.
Einen weiteren 1. Preis erhielten Amy Wöhrle, Marie Diederich und Marlene Warmth für ihre Arbeit „Kampf gegen Lebensmittelverschwendung – Schimmel frühzeitig entdecken“ im Fachgebiet Biologie. Sie beschäftigten sich mit der Frage, wie es möglich ist zu erkennen, ob Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch essbar sind. Dazu führten sie zahlreiche innovative mikrobiologische Untersuchungen durch. Dabei setzten sich die drei 9. Klässlerinnen im Wettbewerb Jugend forscht sogar gegen mehrere Projekte von Oberstufenschülern durch – eine herausragende Leistung, die mit einer Teilnahme beim Jugend-Forscht Landeswettbewerb Ende März in Ludwigshafen belohnt wurde.
Die Preisträgerinnen Marie Diederich und Amy Wöhrle mit dem betreuenden Lehrer Helmut Meixner Foto: Carin Lebenstedt
