Allgemeine Berichte | 03.11.2025

Business Lounge im Autohaus Eifel Mosel GmbH in Mayen

„Junge Leute sind die Zukunft, if you like it or not“

Andreas Hesse (Mitte) hatte für die 17. Business Lounge seinen inspirierenden Impulsvortrag „Trends im Stadtmarketing – Leerstand, Lieblingsort und Lokalmatadore“ mit im Gepäck. Fotos: SK

Mayen. Ein alter Bekannter kehrte zurück: Bei der vierten Auflage der Business Lounge im Jahr 2017 sprach Professor Doktor Andreas Hesse von der Hochschule Koblenz zum Thema Digitalisierung. Am Dienstag der vergangenen Woche war er nun im Rahmen der mittlerweile 17. Business Lounge mit seinem inspirierenden Impulsvortrag „Trends im Stadtmarketing – Leerstand, Lieblingsort und Lokalmatadore“ zu Gast im Mayener Autohaus Eifel Mosel GmbH. Über 70 Geschäftsleute ließen sich diese Veranstaltung unter der Federführung der MY-Gemeinschaft und der Stadt Mayen nicht entgehen. Sie wollten sich erzählen lassen, wie sie den Wirtschaftsstandort Mayen noch weiter stärken können.

„Wir sprechen über die Identität, wenn es um das Stadtmarketing geht. Wir müssen uns fragen, was eine Stadt wie Mayen unverwechselbar macht“, erklärte Oberbürgermeister Dirk Meid in seiner Begrüßungsansprache. „Menschen, die diese Stadt gestalten wollen, sind heute hier zusammengekommen.“ Die Stadt habe auf viele Fragen Antworten und Lösungen. „Wir sind mittelständig geprägt, bodenständig. Und wir sind innovativ. Wir wissen, dass wir Geschichte und Tradition haben. Wir haben auch den Mut, Neues zu wagen.“ Die Burgfestspiele würden die Stadt Mayen so besonders machen. „Sie sind das emotionale Herz unserer Stadt.“

Die künstliche Intelligenz sei auch im Stadtmarketing angekommen, verdeutlichte Hesse, der in Mayen am Knüppchen großgeworden war und nun mit seiner Familie im benachbarten Kottenheim wohnt. Mit einfachen Prompts und Standardtools ließen sich etwa aus den Fotos von leerstehenden Geschäftsräumen in wenigen Stunden KI-generierte Bilder erzeugen, die aufzeigen, wie diese Räume als Blumenladen, Friseursalon, Café, Bücherladen oder auch Co-Working-Space aussehen. Dieser Ansatz könnte helfen, potenzielle neue Mieter zu inspirieren.

Zurzeit verändern KI-Apps das Suchverhalten vieler Smartphone-Nutzer. Die Suche nach dem Bücherladen oder Weinverkauf in der Stadt erfolgt seltener über Google oder Google Maps, dafür häufiger über die ChatGPT-App. Für Unternehmen bedeutet dies, wachsam zu sein und Suchergebnisse in diesen neuen Apps zu prüfen und die eigene Internetpräsenz anzupassen, verdeutlichte Hesse. „In der von der Stadt Mayen beauftragten Studie zur Attraktivität der Innenstadt aus Sicht junger Generationen konnten wir unter anderem ermitteln, dass sich junge Menschen in Innenstädten Orte zum Verweilen wünschen. Plätze mit angenehmer Aufenthaltsqualität, wo niemand weggeschickt wird. Grundsätzlich sind Events in der Innenstadt beliebt, allerdings wünschen sich junge Menschen eine Auffrischung. Die Innenstadtmacher haben die Umsetzung bereits begonnen, wie das sehr gelungene Flower-Power-Festival zeigte.“

Grundsätzlich empfiehlt er mittelgroßen Innenstädten neben regelmäßigen Events, die auf junge und ältere Zielgruppen zugeschnitten sein können, vier Dinge zu sichern und an ihre potenziellen Kunden zu kommunizieren: menschliche Expertise und Beratung, hohe Erlebnisqualität beim gemeinsamen Flanieren, Fokus auf lokale und regionale Produkte, Handarbeit und hoher Qualitätsanspruch. So könne es gelingen, den Rückgang der Kundenfrequenz abzubremsen, nicht mehr und nicht weniger. „Junge Leute sind die Zukunft, if you like it or not.“

Das nächste Projekt steht schon in den Startlöchern. „Film ab, Licht aus, Spot an“ heißt es am Sonntag, 9. November, ab 10.30 Uhr im Corso-Kino in Mayen: Im Rahmen der Aktion „Mayen im Herzen“ organisiert die MY-Gemeinschaft eine große Kinopremiere. Gezeigt werden 15 Imagefilme, die das Leben, die Akteure und die Vielfalt der Innenstadt authentisch und lebendig porträtieren. Das Vorhaben ist Teil des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und wurde über den Innenstadtfonds der Stadt Mayen realisiert.

Durch die gemeinsame Investition von Stadt Mayen, Bundesministerium, VR Bank RheinAhrEifel, Kreissparkasse Mayen und der MY-Gemeinschaft konnte ein solches Projekt überhaupt ermöglicht werden und wird auch künftig nachhaltig für die Präsentation und Belebung der Innenstadt genutzt werden können. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung über den Webshop der MY-Gemeinschaft ist erforderlich. Insgesamt stehen maximal 250 Karten zur Verfügung.

SK

Über 70 Geschäftsleute ließen sich die Veranstaltung unter der Federführung der MY-Gemeinschaft und der Stadt Mayen nicht entgehen.

Über 70 Geschäftsleute ließen sich die Veranstaltung unter der Federführung der MY-Gemeinschaft und der Stadt Mayen nicht entgehen.

Das Mayener Autohaus Eifel Mosel GmbH präsentierte sich als guter Gastgeber.

Das Mayener Autohaus Eifel Mosel GmbH präsentierte sich als guter Gastgeber.

Andreas Hesse (Mitte) hatte für die 17. Business Lounge seinen inspirierenden Impulsvortrag „Trends im Stadtmarketing – Leerstand, Lieblingsort und Lokalmatadore“ mit im Gepäck. Fotos: SK

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