Allgemeine Berichte | 02.08.2019, 12:10 Uhr

Informationsveranstaltung im Schloss Engers in Neuwied

Kampagne für mehr Inklusionsfirmen in Rheinland-Pfalz

Am 9. September

Arbeit ist für Menschen mit und ohne Behinderungen Bestandteil des Selbstbildes. Foto: privat
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Rheinland-Pfalz. Eine Arbeit zu haben, ist für viele eng mit Teilhabe und Selbstbestimmung verbunden – dies gilt für Menschen mit und ohne Behinderungen gleichermaßen. „Gerade für die Menschen mit Behinderungen benötigen wir noch mehr geeignete Arbeitsplätze in den Betrieben und Unternehmen. Daher unterstützt und fördert Rheinland-Pfalz die Gründung von Inklusionsfirmen“, erklärte Sozial- und Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Mit einer im Sommer 2018 in Kaiserslautern gestarteten Informationskampagne „Zukunftsaufgabe Inklusionsfirmen“ wirbt die Landesregierung dafür, dass neue Inklusionsfirmen entstehen und noch mehr Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz die Fördermöglichkeiten des Landes und das Angebot einer kostenlosen Erstberatung kennen und in Anspruch nehmen.

„Der Ausbau von Inklusionsarbeitsplätzen ist seit vielen Jahren ein wichtiges Ziel der Landesregierung“, so die Ministerin. Derzeit bringen über 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderungen in über 70 Inklusionsfirmen in Rheinland-Pfalz ihre Fähigkeiten in unterschiedlichen Bereichen wie Gastronomie, Garten- und Landschaftsbau, Einzelhandel bis zur Gebäudereinigung und industriellen Fertigung ein.

Doch viele Firmen zögern noch, Menschen mit Behinderungen einzustellen und geeignete Arbeitsplätze zu schaffen. „Da müssen sich unsere Unternehmen und Körperschaften noch deutlich mehr trauen, diesen Menschen eine Chance zu geben“, forderte Bätzing-Lichtenthäler. Sie wies darauf hin, dass Menschen mit Behinderungen oft besonders motiviert sind und über Stärken verfügen, für die nur der richtige Arbeitsplatz gefunden werden muss.

Viele positive Beispiele sind für das Land gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen (LAG-IF) Motivation, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und die Zahl von Inklusionsarbeitsplätzen weiter auszubauen. Unterstützung dazu kommt durch das Bundesprogramm „Alle im Betrieb“ aus Berlin. Auch die Arbeitsagenturen sind bei der Förderung mit im Boot. Das Förderangebot des Landes umfasst einen Investitionskostenzuschuss für die geschaffenen Stellen für Menschen mit Behinderungen, einen dauerhaften Personalkostenzuschuss und einen Zuschuss zu arbeitsbegleitender Betreuung.

Eine gute Gelegenheit für Interessierte aus Unternehmen, Wohlfahrtverbänden und Kommunen, sich über Inklusionsfirmen zu informieren, bietet eine Informationsveranstaltung am Montag, 9.9.2019 auf Schloss Engers in Neuwied-Engers. Geplant sind Vorträge, Gesprächsrunden und Erfahrungsberichte aus der Praxis für die Praxis. Den Hauptvortrag hält Prof. Dr. Stefan Sell zum Thema „Inklusion in der Arbeitswelt: Herausforderung oder Chance“. Moderiert wird der Abend von Jürgen Rademacher vom SWR.

Die Veranstaltung beginnt um 17.00 Uhr und endet gegen 19.15 Uhr. Danach kann bei einem kleinen Imbiss über das Gehörte diskutiert und es können Kontakte geknüpft werden. Anmeldung zu dem kostenfreien Infoabend sind möglich per Mail unter Doris.Thiel@msagd.rlp.de. Weitere Infos zu Inklusionsfirmen und der Informationskampagne finden Sie auf der Internetseite des Ministeriums.

Pressemitteilung des Ministeriumsfür Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie

Arbeit ist für Menschen mit und ohne Behinderungen Bestandteil des Selbstbildes. Foto: privat

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