Traditionelles Fest in Grenzhausen wird von der KG „Grau-Blau“ organisiert - Wechsel von Cocktails zum Pfälzer Wein
Kannenbäcker- Karnevalisten können auch Kirmes
Höhr-Grenzhausen. Sie heißt zwar „Karnevalsgesellschaft“. Aber die Grau-Blauen in Höhr-Grenzhausen können auch Kirmes. Das haben sie am Wochenende wieder bewiesen mit dem dreitägigen (und nächtlichen) Fest auf dem Platz vor der Grau-Blau-Halle in der Turnstraße. Neben Kinderunterhaltung, Musik, Tanz und guter Verpflegung war auch wieder das beliebte „Pfälzer Weindorf“ ein Teil der Veranstaltung.
Ins Leben gerufen hat die Grenzhäuser Kirmes vor Jahrzehnten schon der Stammtisch „Die Wühlmäuse“, erinnert sich Bürgermeister Thilo Becker, einer der besonders Aktiven in der KG Grau-Blau. Später kamen die Sportfreunde Höhr-Grenzhausen dazu, bis zuletzt die Karnevalsgesellschaft komplett die Ausrichtung übernahm. „Das ist für uns eine Art Pflichtprogramm, weil wir uns der Verantwortung bewusst sind, das in Höhr-Grenzhausen anzubieten. Ansonsten gäbe es hier keine Kirmes.“ Und das habe schließlich auch mit Tradition zu tun, die man aufrecht erhalten wolle, ergänzt Grau-Blau-Vorsitzender Carsten Gräf: „Tradition verbindet die Menschen!“
Diese Verbindung funktioniert in Grenzhausen generationenübergreifend. Die Kirmes ist bei allen Altersgruppen sehr beliebt. Familien mit Kindern, Jugendliche, mittlere Altersgruppen und Senioren fanden sich schon zur Eröffnung am Freitagabend auf dem Kirmesplatz ein. Die Feuerwehr Höhr-Grenzhausen hatte bei den umfangreichen Vorbereitungen geholfen. Der Kirmesbaum war zu holen und aufzustellen gewesen, die Zelte und Stände mussten aufgebaut werden und die Helferdienste eingeteilt werden.
Im Festzelt hatte DJ „Sunny“ (Holger Rech) seine Computer installiert und sorgte für Stimmungsmusik. Am Bierbrunnen, am Weinstand und an den Kirmesbuden konnte jeder seinem Vergnügen nachgehen. Ähnlich ging es am Samstag weiter, diesmal mit DJ „Figaro“ im Festzelt. Der Sonntag startet traditionell mit einem Frühschoppen, der zum gemütlichen Ausklang der Grenzhäuser Kirmes überleitet.
Die wird geschätzt in der Stadt und den umliegenden Ortschaften. Bürgermeister Thilo Becker weiß: „Die anderen Karnevalsvereine kommen hierhin, die Exprinzen sind an einem Abend vertreten – da merkt man, wie der Karneval und die Kirmes alle verbinden.“ Nur leider liegt der Termin der Kirmes fast immer genau in den Ferien, wo sich viele potenzielle Gäste im Urlaub befinden. Das Datum orientiert sich fix am vierten Wochenende im Juli.
Das Weinangebot ist eine Weiterentwicklung des Cocktailstands, den es vorher gab. Carsten Gräf berichtet: „Der Verzehr der Cocktails war rückläufig, da ließ das Interesse nach. Zwischenzeitlich hatten wir aber gute Erfahrungen mit dem Weingut Christmann aus der Pfalz auf der Tanz-in-den-Mai-Veranstaltung gemacht. Deshalb entschieden wir uns vor zwei Jahren, dem Thema Wein mehr Raum auf der Kirmes zu widmen. Das Ergebnis im vorigen Jahr war wirklich fantastisch. Die Besucher nehmen das sehr gerne an.“
Am Weinstand schenkte Michael Walder aus Höhr-Grenzhausen aus. Das Weingut Christmann in Sankt Martin in der Pfalz betreibt sein Neffe. Angeboten wurden verschiedene Sorten der Farben Weiß, Rot und Rosé. Bei den aktuellen Temperaturen war der „Schoppen“ sehr beliebt, kredenzt in einem Halber-Liter-Glas gefüllt mit zwei Drittel Wein und einem Drittel Wasser. In der Pfalz wird das Getränk klassischer Weise von zwei oder drei Durstigen zusammen konsumiert, damit es nicht zu schnell warm wird. Touristen, und auch die meisten Besucher der Grenzhäuser Kirmes, sehen das eher nicht als notwendig an und verzehren den halben Liter Schoppen ohne Unterstützung. Vom aktuellen Weinjahr 2019 erhoffen sich die Winzer sehr viel. Michael Walder sagt: „Sollte das Jahr warm und trocken bleiben wie 2018, werden wir wieder extrem hochwertigste Weine in ausreichender Menge bekommen. Es werden Weine mit sehr hohen Oechsle-Graden mit einer extremen Bekömmlichkeit werden.“
Bezahlt wird bei der Grenzhäuser Kirmes traditionell mit den so genannten „Eulern“. Das sind mit Geld eingetauschte Plastikchips, die das Motiv der heimischen Keramiker ziert. Die Idee dafür hatte der frühere Ehrenvorsitzende und Keramikfabrikant Rüdiger Remy. Natürlich besuchen auch die heute noch aktiven Keramiker in Höhr-Grenzhausen – der Kannenbäckerstadt – diese Kirmes, auf der sie mit Eulern bezahlen können.
DJ „Sunny“ (Holger Rech) und seine Assistentinen sorgten für Stimmung im Zelt.
Die Mitglieder der KG Grau-Blau mit ihrem Vorsitzenden Carsten Gräf und Vereinsmitglied und VG-Bürgermeister Thilo Becker halten die Tradition der Kirmes in Grenzhausen am Leben.
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