Allgemeine Berichte | 17.02.2017

Hospiz-Verein Rhein-Ahr

Kein Tag ohne Stricken

Karlheinz Nelles (51) und seine Mutter Katharina stricken für den guten Zweck

Die Strümpfe kommen am Stand des Hospiz-Vereins besonders gut an. Hospiz-Verein Rhein-Ahr

Bad Bodendorf. Einen Tag ohne Stricken gibt es bei Katharina und Karlheinz Nelles nicht. Jeden Abend sitzen die 78-Jährige und ihr 51-jähriger Sohn beieinander und lassen die Nadeln spielen. Als die beiden Bad Bodendorfer vor etwa zwei Jahren von einer Mitarbeiterin des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr gefragt wurden, ob sie auch für den Stand des Vereins bei den Bad Neuenahrer Uferlichtern stricken würden, haben sie gleich zugesagt. Ihr liebstes Hobby haben sie schon mehrfach für den guten Zweck eingesetzt.

„Früher für den Weihnachtsbasar hier in Bad Bodendorf und zuletzt auch für das Flüchtlingsnetzwerk und natürlich sowieso für Kinder und Enkel“, sagt Katharina Nelles. Sie hat in der Schule Handarbeiten gelernt. Ihr Sohn Karlheinz lernte es als Kind mit Downsyndrom ebenfalls bereits während der Schulzeit an einer speziellen Förderschule und hat seitdem großen Gefallen daran. Auch Werken mit Holz wurde dort angeboten, aber das Knüpfen von Teppichen, Stricken und Häkeln haben es ihm besonders angetan.

„Jeden Tag, wenn er von der Arbeit in der Behindertenwerkstatt kommt, setzt sich Karlheinz zuerst an einen Computer und informiert Sportinteressierte im Ort über die neuesten Vereinsnachrichten“, erzählt seine Mutter. Dann ist Zeit zum Handarbeiten. Sie schlägt ihm die ersten Maschen auf, und er strickt weiter. Sie sagt: „Er ist dabei noch enthusiastischer als ich. Er strickt nicht schnell aber ausdauernd.“ Und sie ist froh, dass er diese Beschäftigung gefunden hat, und dass die Strümpfe aus dem Hause Nelles so gut ankommen.

„Die Strümpfe sind am Stand des Hospiz-Vereins sehr gut weggegangen. Auch, weil sie an der Ferse doppelt gestrickt sind und man so etwas höher steht. Und weil die Strümpfe so auch besonders haltbar sind“, sagt Berta Bauer vom Vorstand des Hospiz-Vereins. Und Katharina Nelles erklärt, dass sie noch nie einen ihrer Strümpfe stopfen musste. Einige Größen waren in der vergangenen Saison bei den Uferlichtern sogar so schnell ausverkauft, dass sie ad hoc noch nachgestrickt hat.

Die Strümpfe kommen am Stand des Hospiz-Vereins besonders gut an. Foto: Hospiz-Verein Rhein-Ahr

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