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Alter österlicher Brauch in Waldorf

Kinder ersetzen Glockengeläute an den Kartagen

Mit Klappern wird dreimal am Tag durch den Ort gezogen

Kinder ersetzen
Glockengeläute an den Kartagen

In Waldorf war diese Gruppe mit ihren Klappern am Karsamstag unterwegs.Foto: WER

18.04.2017 - 10:02

Waldorf. Ein alter Brauch ersetzt an den Kartagen vor Ostern das Glockengeläute und die Kirchenschellen. Wenn diese von Gründonnerstag bis zur Osternacht verstummen, sind sie dem Volksmund nach „nach Rom geflogen“. Erst beim feierlichen Gloria in der Osternachtsmesse ertönen sie wieder. Während dieser Zeit ersetzt ein alter Brauch des Klapperns das Glockengeläute zu bestimmten Anlässen. Damit aber die Bewohner der Orte in der Zwischenzeit „über die Zeiten informiert werden“, ziehen vielerorts Kinder mit ihren Klappern zu bestimmter Tageszeit durch den Ort und zeigen so den Leuten die Zeit an.

Dieser uralte, christliche Brauch, der bereits zur Zeit von Karl dem Großen um das Jahr 800 gepflegt wurde, wird auch im Vinxtbachtal seit vielen Generationen gepflegt. In Waldorf ziehen die Messdiener und die jüngeren Kinder des Ortes unter der Aufsicht der Obermessdiener durch den Ort und verkünden mit ihren Klappern dem Ort so das „Aufstehen“ am Morgen, die Mittagszeit und den Feierabend. Am Karfreitag und dem Ostersamstag konnte man die Kinder zu den entsprechenden Zeiten beim „Klappern“ in den Waldorfer Straßen begegnen. Die Kinder zogen, in mehrere Gruppen aufgeteilt, begeistert durch den Ort. So freuen sich jährlich immer wieder die älteren Mitbürger, wenn die Jugend die alten Traditionen fortsetzt und an die nachfolgenden Generationen weitervererbt. WER

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Uwe Klasen :
Nun ja, für diejenigen, die in dieser Gesellschaft gut Verdienen, lohnt sich der sogenannte Öko-Landbau (wie Herr Mueller richtigerweise bereits klarstellte)! Sie können sich die teuren Lebensmittel leisten. Leider wird es aber aber durch den sogenannten Ökolandbau für die in Zukunft zu erwartenden 10 Milliarden Menschen nicht genügend Lebensmittel geben. Die in Deutschland verpönte Grüne Gentechnik hilft dort schon heute weiter und nur diese kann für Milliarden von Menschen genügend Lebensmittel bereit stellen, nicht diese Öko Lifestyle-Produkte für einige wenige!
juergen mueller:
Das mit dem "auf was stolz zu sein" bedeutet noch lange nicht,dass hier alles positiv zu sehen ist,vor allem (Alarm),wenn die Politik der Meinung ist,etwas für gut zu befinden.Der ÖKO-Anbau hat eben nicht nur Gutes zu verzeichnen.Die ökologische Landwirtschaft verzichtet angeblich "weitgehend" auf den Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln u.Mineraldünger (so sollte es sein - besser wäre noch,ganz darauf zu verzichten).Ökologisch wirtschaftende Betriebe importieren ihre Nährstoffe von "konventionellen" Betrieben,wie konventionelle Betriebe auch.In der ökologischen Landwirtschaft sind "Kupfer u.Schwefel" zugelassen.KUPFER weist aber eine höhere Ökotoxizität als viele Fungizide der konventionellen Landwirtschaft auf,besitzt die Wassergefährdungsklasse 2,ist "sehr giftig",hat in Gewässern (Grundwasser) längerfristig schädliche Wirkungen wie auch gesundheitliche beim Menschen (z.B.Leberschäden).Auch darauf kann Frau Höfken stolz sein,weil sie es nicht für erwähnenswert hält.
Siegfried Kowallek:
Sicherlich ist es richtig, dass es nach dem Zweiten Weltkrieg zu viele Revanchisten gab, die auf ein erneutes Deutschland in den Grenzen von 1937 orientierten, und dass die fraglichen Straßenbenennungen in diesem politischen Klima erfolgten. Dennoch sind die historischen deutschen Ortsnamen dadurch nicht besudelt. Insofern ist es wichtig, mit diesen Namen gemäß dem heutigen Erkenntnisstand unter Berücksichtung auch der positiven Entwicklungen durch und nach Willy Brandts Ostpolitik im Sinne europäischer Erinnnerungskultur verantwortungsvoll umzugehen, ohne in den Irrtum zu verfallen, dass unsere osteuropäischen Nachbarn es goutieren, dass wir die deutsche Vergangenheit verleugnen, welche zu respektieren für sie inzwischen kein Problem ist. Siegfried Kowallek, Neuwied
juergen mueller:
Mal ehrlich, Herr Huste. Wen interessiert es, wie die Strassen in den jeweiligen Ländern heute heissen und liest hierzu zur Aufklärung angebrachte "kleine" Schilder? Mit was sich unsere Politik heutzutage so beschäftigt ist mir unbegreiflich. Ihr Aufklärungsbedarf unserer unvergessenen Vergangenheit in Ehren, spenden Sie das Geld für diese "kleinen" Schilder lieber einer "Tafel" - die können es gebrauchen.
Wolfgang Huste:
Ergänzend zu meinem vorherigen Kommentar noch folgende Anmerkungen: Das Ministerium für Vertriebene wurde 1969 im Zuge der Ostpolitik von Willy Brandt unter heftigem Protest aufgelöst. Unter dem Minister Theodor Oberländer waren 75 % der Planstellen mit ehemaligen Mitgliedern der NSDAP besetzt. Im Schulatlas war Deutschland dreigeteilt: Bundesrepublik Deutschland, SBZ und Ostdeutschland (unter polnischer Verwaltung). Die Politik suggerierte, dass es wieder zu einem Deutschland in den Grenzen von 1937 kommen würde. In diesem politischen Klima kam es zur Benennung der strittigen Straßennamen Tilsiter, Stettiner, Breslauer usw..
juergen mueller:
Natürlich habe ich mich als "Abgeordneter" ... !!! Also vorher nicht! Muss man erst Abgeordneter werden, um sich dafür, wie auch für andere profunde Dinge zu interessieren? Das sind Sommermärchen, Herr Oster.
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