Allgemeine Berichte | 03.02.2025

Das Jahr 2025 steht im Zeichen der Wiederöffnung zahlreicher Kirchen der Pfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Kirchen: So geht der Wiederaufbau nach der Flut voran

Bei einer Gerüstführung kann man sich einmal ganz nah die kunstvollen und frisch gereinigten Fenster der St. Laurentiuskirche anschauen.  Foto:privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das Jahr 2025 steht im Zeichen der Wiederöffnung zahlreicher Kirchen der Pfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nach umfangreichen Bauarbeiten und Restaurierungen nähern sich viele Projekte ihrer Fertigstellung. Ein Überblick über die aktuellen Entwicklungen zeigt die Fortschritte und Herausforderungen.

Rosenkranzkirche

In der Rosenkranzkirche hat Anfang Januar der nächste Bauabschnitt begonnen. Im Fokus stehen derzeit die vorbereitenden Arbeiten für die Verlegung der Fliesen. Die Elektroarbeiten sind weitgehend abgeschlossen.

St. Laurentius, Ahrweiler

Die Kirche St. Laurentius ist derzeit vollständig eingerüstet, da umfangreiche Reinigungs- und Restaurierungsarbeiten an den Altmalereien durchgeführt werden.

Ein besonderer Meilenstein steht mit dem neuen Altar und dem neuen Ambo bevor. Beide werden aus massiven Blausteinblöcken gefertigt und mit hell geschliffenen Messingauflagen veredelt. Blaustein ist in der Kirche bereits in der Chorraumstufe vorhanden und fügt sich somit harmonisch in das bestehende Gesamtbild ein.

Am 11. Dezember besuchten der Steinmetz und der Projektverantwortliche den Blaustein-Steinbruch in Soignies, Belgien. Dort konnten sie das Material, seine Herkunft und Verarbeitung in Augenschein nehmen. Der Stein wird in einer Tiefe von 70 bis 100 Metern abgebaut.

Der belgische Blaustein entstand vor 350 Millionen Jahren, als sich ein tropisches Meer über die Region erstreckte. Durch die Sedimentation der versteinerten Meeresfauna und -flora (Krinoide) hat sich ein kompakter Kalkstein gebildet, dessen Farbtöne von Blaugrau bis Schwarzgrau reichen. Dieser Naturstein, auch als „petit granit“ bekannt, ist für seine Festigkeit und die glitzernden Einschlüsse berühmt, die an Granit erinnern. Jeder gehauene Stein ist ein Unikat und ein Geschenk der Natur. Die Lieferung der Steinblöcke in „Premiumqualität“ ist für Anfang Februar 2025 geplant. Der genaue Termin hängt von der Witterung und der Verfügbarkeit ausreichend großer Blöcke im Steinbruch ab. Nach der Lieferung beginnt die Bearbeitung der Steine im Steinmetzbetrieb. Die Oberfläche von Altar und Ambo wird dunkel geschliffen und farblich der bestehenden Blausteinstufe angepasst. Einschlüsse und mögliche helle Adern bleiben sichtbar und verleihen den Stücken ihre natürliche Individualität.

St. Josef, Walporzheim

Die Sanierung von St. Josef hat einen weiteren Meilenstein erreicht: Der neue Anstrich ist abgeschlossen. Zum Einsatz kam eine Naturfarbe mit speziellen Pigmenten, die denkmalgerecht ausgewählt wurden.

Die Farbgebung wirkt auf den ersten Blick ungewohnt, da sie von üblichen Sehgewohnheiten abweicht. Beim näheren Betrachten entfaltet sich jedoch ein faszinierendes wolkiges Farbspiel, das den Raum optisch belebt und die besondere Atmosphäre unterstreicht.

St. Mauritius, Heimersheim

In St. Mauritius haben die Bauarbeiten im historischen Teil der Kirche begonnen. Im Chorraum werden zunächst Elektroinstallationen durchgeführt, gefolgt von einem neuen Innenanstrich. Ein besonderes Highlight wird die Rückkehr der ursprünglichen Fenster in den Chorraum sein.

Für den modernen Teil der Kirche wird derzeit ein Profanierungsantrag vorbereitet. Ziel ist es, die zukünftige Nutzung des Raumes zu klären.

St. Pius

Die Profanierung der Kirche St. Pius ist für den 5. April um 17 Uhr geplant und wird von Weihbischof Robert Brahm durchgeführt. Ein Investor für die Kirche konnte bisher nicht gefunden werden.

Währenddessen hat auf dem Gelände des ehemaligen Pfarrheims der Umbau für die neue Kindertagesstätte St. Pius begonnen.

Bei einer Gerüstführung kann man sich einmal ganz nah die kunstvollen und frisch gereinigten Fenster der St. Laurentiuskirche anschauen. Foto:privat

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