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Teófanes González Palenzuela gibt seit September beim Kirchenchor St. Peter in Sinzig den Ton an

Kirchenmusik unterstützt die Botschaft der Texte

Kirchenmusik unterstützt
die Botschaft der Texte

Teófanes González Palenzuela und die Mitglieder des Chores St. Peter in Sinzig bei der wöchentlichen Chorprobe im Haus Sankt Peter. Foto: -SEL-

20.10.2017 - 10:53

Sinzig. Der 31-jährige Teófanes Gonzáles Palenzuela ist seit September neuer Chorleiter des Kirchenchors St. Peter in Sinzig. Nach seinem Studienabschluss als Kirchenmusiker, ist die Stelle in Sinzig seine erste berufliche Station. Im Gespräch mit der BLICK aktuell Mitarbeiterin Selina Schürer erzählt Teófanes González Palenzuela wie ihn die Kirchenmusik von Teneriffa nach Deutschland führte, wie er schließlich Chorleiter im Rheinland wurde und wie er dort in Zukunft Jung und Alt für Musik begeistern möchte.

BLICK aktuell: Herr González, wie sind Sie zur sakralen Musik gekommen?

Teófanes Gonzáles Palenzuela: Musikbegeistert war ich schon immer. Dann habe ich eine katholische Schule besucht. Es gab dort eine kleine Orgel und ich habe begonnen bei den Schulgottesdiensten die Messen zu spielen.

BLICK aktuell: Wussten Sie bereits damals, dass Sie einmal Kirchenmusiker werden wollen?

Teófanes Gonzáles Palenzuela: Tief im Inneren habe ich es wahrscheinlich schon lange gewusst. Meine berufliche Laufbahn hat mich aber erst über Umwege Kirchenmusiker werden lassen.

BLICK aktuell: Welche Umwege waren das?

Teófanes Gonzáles Palenzuela: Nach dem Abitur habe ich zunächst Lehramt für das Fach Musik studiert. Dann habe ich Psychopädagogik [in Deutschland Pädagogische Psychologie] und Psychologie studiert. Schließlich war ich noch am Konservatorium, wo ich Orgel und Cembalo gespielt habe, bevor mich mein Weg nach Deutschland geführt hat.

BLICK aktuell: Beeindruckend! Sie sind also mit mehreren Hochschulabschlüssen nach Deutschland gekommen. Warum haben Sie nicht einfach angefangen, als Musiklehrer oder Psychologe zu arbeiten?

Teófanes Gonzáles Palenzuela: Ich habe mehrere Studiengänge absolviert. Am Ende des jeweiligen Studiums hatte ich dann aber doch das Gefühl, noch nicht das Richtige gefunden zu haben. Tief im Inneren wollte ich wahrscheinlich doch schon immer Kirchenmusiker werden.

BLICK aktuell: Haben Sie sich damals bewusst für eine musikalische Ausbildung in Deutschland entschieden?

Teófanes Gonzáles Palenzuela: Ja, in Spanien sind die Berufsaussichten schlecht. Die meisten Kirchenmusiker dort arbeiten ehrenamtlich. Es gibt nur sehr weniger hauptamtliche Stellen. Ich habe mich dann in vier deutschen Städten an Musikhochschulen beworben und mich letztlich für Köln entschieden.

BLICK aktuell: Seit dem 1. September sind Sie nun Chorleiter in Sinzig. Welche weiteren Aufgaben haben Sie in der Pfarreiengemeinschaft?

Teófanes Gonzáles Palenzuela: Ich spiele die Orgel bei Messen in den einzelnen Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft und organisiere Schulungen für Laienorganisten. Außerdem leite ich, wie Sie schon gesagt haben, den Sinziger Kirchenchor St. Peter.

BLICK aktuell: Was gefällt Ihnen an der Arbeit mit dem Chor? Gibt es Dinge, die Sie dort ändern möchten?

Teófanes Gonzáles Palenzuela: Ich wurde von den Sängerinnen und Sängern sehr herzlich aufgenommen, das war toll. Momentan sind wir noch in der Kennenlernphase. Ich erlebe die Mitglieder als motiviert und offen für meine Ideen, auch das bereitet Freude. Potenzial besteht, was die Anzahl der Chormitglieder angeht. Besonderer Bedarf besteht bei den Männerstimmen und im Alt.

BLICK aktuell: Sie sind leidenschaftlicher Kirchenmusiker. Gefällt Ihnen auch andere Musik?

Teófanes Gonzáles Palenzuela: Klar. An der Kirchenmusik mag ich besonders ihre Tiefgründigkeit und die Botschaft der Texte. Deshalb leite ich ja auch einen Kirchenchor. Ich bin aber auch ein Freund von lateinamerikanischer Musik und der spanischen Volksmusik. Die verbinde ich immer mit meiner Heimat.

BLICK aktuell: Heimat ist ein gutes Stichwort. Sie haben Ihren Wohnort mittlerweile von Köln nach Sinzig verlagert? War das ein schwerer Schritt?

Teófanes Gonzáles Palenzuela: Im Gegenteil. Ich komme aus einem kleinen Dorf auf Teneriffa. Köln war mir immer eine Spur zu groß, zu laut und zu hektisch. In Sinzig schätze ich die Natur und das kleinstädtische Leben.

BLICK aktuell: Welche nächsten Schritte haben Sie nun in Ihren Amt in Sinzig geplant?

Teófanes Gonzáles Palenzuela: Zunächst einmal möchte ich mit den Sängerinnen und Sängern des Chores warm werden. Dann wäre es schön, wenn der Chor noch mehr Mitglieder bekommen würde. Alles andere ist noch ziemlich offen. Ich möchte das Repertoire dem Chor anpassen. Damit die Gemeinde mich und meine Herkunft besser kennenlernt, gebe ich im Dezember drei Orgelkonzerte mit spanischer Musik. Langfristig würde ich auch gerne wieder, wie schon die Musikerzieherin Monika Pitzen, ein Chorangebot für Kinder- und Jugendliche in Sinzig etablieren. Auch wer sich mit einem Instrument einbringen möchte, ist herzlich willkommen und kann mich in der Kirche ansprechen.

BLICK aktuell: Klingt nach großen Plänen. Viel Erfolg dafür und herzlichen Dank für das Gespräch!

Info: Der Chor St. Peter unter der Leitung von Téofanes González Palenzuela probt immer mittwochs ab 19.30 Uhr im Haus Sankt Peter in Sinzig. Interessierte sind herzlich eingeladen bei den Proben vorbeizuschauen.

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Kommentare
S. Schmidt:
Was macht ihr denn wenn sich die AfD eurem Antrag anschließt?
Andrea Müller:
Die Probleme der "Party Szene" in Frankfurt, Stuttgart und anderen Städten wie Koblenz sind Hausgemacht. Die Polizeiberichte sprechen eine deutliche Sprache. Auch nach Corona werden unsere Städte leider nicht friedlicher werden. Ganz im Gegenteil. Diese wirklichen Hintergründe will Altmaier und Co. nicht benennen.
Herbert Kaufmann:
Diese Haltung der Stadtspitze in dieser Frage ist ignorant und in der Sache fehlerhaft. Nachdem der OB Langner ja bereits bei der Frage des Tragens von AntiFa Symbolen im Stadtrat Führungsschwäche gezeigt hat und seine Haltung durch den Brief von Bundestgasvizepräsident Kubicki ad absurdum geführt wurde kann man dieses neueerliche Versagen auch als Opportunismus gegenüber der "Partyszene" bezeichnen. Es geht ja nicht nur um Corona sondern auch seit Jahren schon um das Einhalten von Immissionsvorgaben. Der möglichen Handlungsweisen gibt es viele, von der Veränderung der seit der BuGa verkürzten Sperrzeiten ( diese wurden nicht mehr zurückgenommen! ) aufgrund des Immissionsgesetzes bis hin zum Verbot von Mitbringen von Alkohol, denn das ist ganz bestimmt kein Grundrecht.
Jürgen Müller:
Der Bitte/Forderung von Anwohnern/Herrn Altmaier ist seitens der STADT zu folgen, die bisher KEINE Weitsicht und Kompetenz gezeigt hat - im Gegenteil.Die Reaktion von Herrn Langner ist mehr als bedenklich und kindergartenmässig.Die Auswüchse von alkohol- und feierwütigen Unbelehrbaren in Coronazeiten hat er NICHT im Griff - auch NICHT seine offensichtliche Eitelkeit und Reaktion auf berechtigte Kritik.

Lkw vollkommen ausgebrannt

Gabriele Friedrich:
Woher kam das Fahrzeug? Es sieht jedenfalls aus wie eine alte Schüssel aus Rumänien oder sonst etwas. Ein paar mehr Informationen hätte man als Leser schon gerne.
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