Allgemeine Berichte | 18.10.2016

Mehrtägige Spenden- und Infoaktion im Vorfeld des Klimagipfels Marrakesch

Klimaschützer radeln für Fukushima- Kinder und afrikanisches Solar-Projekt

Die regionale Klimatour startet am Samstag, 29. Oktober in Neuwied auf dem Luisenplatz

Klimaschützer radeln für Fukushima- Kinder und afrikanisches Solar-Projekt

Koblenz. Vor fünf Jahren waren Fukushima und die Atomgefahren in aller Munde, auch bei uns. Die Katastrophe in Japan und zahlreiche Demonstrationen und Infoveranstaltungen gaben der Energiewende einen neuen Schub. Auch direkte Hilfen für die Menschen in Fukushima wurden organisiert, der japanische Rentner Kazuhiko Kobayashi führte dazu mehrere Vortragsreisen durch Europa durch und sammelte Spenden für die Kinder in der Provinz Fukushima.

Diese leiden besonders unter der Verstrahlung ihrer Umwelt. Die Krebserkrankungen steigen rapide. Kinder können immer noch nicht gefahrlos draußen spielen. Herr Kobayashi ermöglicht vielen von ihnen Ferienfreizeiten in unverstrahlten Landesteilen. Zu Umweltschutzgruppen im Raum Koblenz und einer Grundschule besteht persönlicher Kontakt, mehrere Spendenaktionen unterstützen sein unermüdliches Engagement, aber weitere Hilfe wird gebraucht.

Nun hat auch das neu gegründete regionale Bündnis Klimaschutz Mittelrhein, dem bisher 15 Umweltgruppen angehören, diese Problematik aufgegriffen. In einer mehrtägigen „CO2-freien Klimatour“ von Neuwied, Koblenz in den Westerwald werden die Bevölkerung, Firmen und umweltengagierte Gruppen zu Spenden für die Fukushima-Kinderhilfe aufgerufen.

Gleichzeitig soll ein weiteres Energieprojekt gefördert werden: Sonnenstrom für Tansania. Hier geht es um Klimagerechtigkeit und den Aufbau eines zukunftsfähigen Bildungsprojektes in Afrika. Anlass ist der bevorstehende Klimagipfel in Marrakesch im November, wo die Vereinbarungen von Paris weiter umgesetzt werden sollen.

Afrika leidet am stärksten unter der Erderwärmung und der Armut

„Der Gastgeber-Kontinent Afrika leidet bekanntlich mit am stärksten an der von den Industrieländern verursachten Erderwärmung und Armut. Wir stehen deshalb besonders in der Pflicht, die Lebens- und Wirtschaftsstrukturen dort zu erhalten und nachhaltige Projekte zu stärken. Zum Beispiel das von Godwin Msigwa in Dar es Salam, zu dem wir persönlichen Kontakt haben“, erklärt Dr. Thomas Bernhard vom BUND Koblenz. Herr Msigwa ist ein 31-jähriger Tansanier, wurde in Deutschland zum Solartechniker ausgebildet und errichtet jetzt in Privatinitiative überall in seiner Heimat preiswerte Solar-Stromversorgungen. So werden teure und krank machende Dieselgeneratoren überflüssig. In der Hauptstadt ist er dabei auch eine Berufsschule für Solarfachleute aufzubauen. Dies ist nur möglich mit weiteren Spenden aus Europa.

Regionale Klimatour

Über diese engagierten Projekte im Bereich Energie und Klimaschutz in Japan und Afrika, aber auch bei uns, wird die regionale Klimatour eine Woche lang vor Ort informieren und um Spenden bitten.

Start ist am Samstag, 29. Oktober um 10 Uhr auf dem Luisenplatz in Neuwied, unterstützt von örtlichen Gruppen und politisch Engagierten. Ab 11 Uhr geht es dann mehrere Tage lang zu Umweltinitiativen, Firmen oder Bildungsstätten in Kettig, Mülheim-Kärlich, Koblenz, Niederwerth, Vallendar, Anhausen, Hachenburg und Langenbach im Westerwald.

Die Bevölkerung ist zum Mitradeln oder zum Besuch der Infostationen herzlich eingeladen. Der genaue Tourplan wird in den Medien und im Netz veröffentlicht: klimaschutznord.bund-rlp.de

Folgendes Spendenkonto ist ab sofort eingerichtet:

BUND Koblenz, IBAN DE73 5705 0120 0000 1827 82 bei der Sparkasse Koblenz, Stichwort „Spende Fukushima-Hilfe /Klimaprojekt Tansania“.

Jede noch so kleine Einzahlung ist willkommen.

Pressemitteilung

Bündnis Klimaschutz Mittelrhein

Klimaschützer radeln für Fukushima- Kinder und afrikanisches Solar-Projekt
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