Bürgerverein Meckenheim
Knapp zwei Dutzend Mitglieder machten sich auf die Reise
Meckenheim. Im Rahmen der Exkursionsreihe „Stationen deutscher Industriekultur“ konnten knapp zwei Dutzend Mitglieder des Bürgervereins Meckenheim den Aluminiumproduktionsstandort der Firma TRIMET in Essen besuchen. Diese Firma ist ein innovatives, mittelständisches Familienunternehmen, das erst 1985 gegründet wurde und heute mit insgesamt etwa 3200 Mitarbeitern an verschiedenen Standorten in Deutschland eine führende Stellung in der Aluminiumproduktion einnimmt. Neben umfassenden Informationen zum Metall Aluminium und dessen vielfältiger Verwendung konnten sich die Besucher einen Eindruck über den höchstanspruchsvollen Produktionsprozess verschaffen. Pro Jahr werden in Essen 165.000 Tonnen Elektrolysealuminium produziert, wobei etwa ein Drittel aus Aluminiumschrott gewonnen wird. Für diesen Produktionsumfang ist ein Energiebedarf in der Größenordnung des Gesamtbedarfs der Stadt Essen erforderlich.
Das hier gefertigte Aluminium ist ein unverzichtbarer Ausgangswerkstoff für viele Produkte, die den Alltag bestimmen. Dies ist zum Beispiel im Haushalt bei Verpackungen, in der Kosmetik, in der Stromversorgung und besonders zur Gewichtsreduzierung im Kraftfahrzeug- und Flugzeugbau nicht mehr wegzudenken. Statistisch „verbraucht“ jeder Bundesbürger etwa 40 Kilogramm dieses Metalls pro Jahr. Aber – und auch dies wurde bei diesem Besuch deutlich – Aluminium „verschrottet“ nicht, Aluminium ist zu 100 Prozent recycelbar.
Angesicht der vielfältigen und nicht substituierbaren Verwendungsmöglichkeiten von Aluminium im täglichen Leben wurde deutlich, wie wichtig Produktionsstätten dieser Art in Deutschland sind, um eine strategische Abhängigkeit von anderen, „günstiger“ produzierenden Ländern zu vermeiden.

Liebe Besucher der TRIMET aus Meckenheim,
eine kleine Anmerkung zu Ihrem Besuchsbericht:
165.000 t Eletrolysemetall plus
135.000 t Festmetall (Schrotte und anderes Festmetall) als Gießerei-Einsatz ergeben
ca. 300.000 t Produkte in der Gießerei.
Sehen Sie mir diese Korrektur nach.
Ich hoffe, dass Ihnen der Besuch gefallen hat.
Mit freundlichen Grüßen
Kurt Ehrke