Tenor Maximilian Fieth begeistert das Publikum und Prüfer beim Konzert im Schloss Miel
Konzert zum Masterabschluss
Miel.Zu einem Liederabend mit dem Titel „Durch das ganze Alphabet – ein Liederabend mit Frauennamen“ lud der Tenor Maximilian Fieth und der Pianist Prof. Matthias Wierig am vergangenen Donnerstagabend in den Saal von Schloss Miel ein.
Der geborene Kölner Maximilian Fieth begann seine Laufbahn am Kölner Dom und spezialisierte sich auf geistliche Musik. Jedoch liegen auch Oper, Operette und vor allem Kunstlieder sehr gut, was er mit dem Konzert auf Schloss Miel unter Beweis stellte. Nach neun Jahren verlässt der 29-jährige Künstler nun die Musikhochschule in Köln. Das Konzert, dass zugleich hauch Fieths Prüfung zum Ende des Studiums als Master of Music war, fand nicht nur Begeisterung beim Publikum; die Prüfer vergaben eine Traumnote von 1,0. Sein Pianist Matthias Wierig studierte Klavier und Liedbegleitung, ebenfalls in Köln. 2002 wurde er als jüngster Professor an die Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken berufen. Seine Studentinnen und Studenten gingen als Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe hervor. Neben seiner Professur in Saarbrücken unterrichtet Wierig an der Musikhochschule Köln, wo Tenor und Pianist ihre Zusammenarbeit begannen.
Nachdem sich die Künstler lange mit dem Thema „Frauennamen als Titel“ beschäftigt hatten, präsentierten sie eine Auswahl an Liedern und Arien von verschiedenen Komponisten, aus Zeitepochen des 17., 18. und 19. Jahrhundert, in deutscher sowie französischer Sprache. Mit seiner kräftigen und einfühlsamen Tenor-Stimme und seinem charmanten freundlichen Wesen begeisterte der junge Tenor Fieth das Publikum. Nicht weniger ist die einfühlsame und hervorragende Begleitung durch Prof. Wierig hervorzuheben.
Begonnen hatte der Abend mit „Malwine, ach Malwine“ aus der Operette „Das Schwarzwaldmädel“, in dem der Tenor eine ganze Reihe Frauen aufzählte. Das Duett wurde bereichert durch seine Kollegin, der Sopranistin Anna Sayn, die daraufhin „ihre Liebhaber“ dem Alphabet nach aufzählte. Beide, Sänger und Sängerin, haben zeitgleich bei Prof. Brigitte Lindner in Köln studiert und kennen sich aus dem Studium.
Von Liedern der Klassik machte der Tenor dann einen kurzen Ausflug zu französischen Liedern der Romantik und schlug dann den Bogen mit deutschen romantischen Liedern hin zu Operettenarien. Den Gästen entlockten die Musiker ein herzliches Schmunzeln mit „Barbara“ von Georg Kreisler, die jeder haben muss, obwohl sie gar nicht existiert. Zum Schluss hörte das Publikum die Arie „Arrivederci, bella Italia“ aus der Operette „Signorina“, bei der die voluminöse Stimme des Tenors noch einmal zum vollen Einsatz kam.
Zwischen den Stücken moderierte Fieth in amüsanter, lehreichre und teilweise witziger Weise und ergänzte die Moderationen durch ironische Anekdoten. Untermauert wurde das Ganze von seiner rheinisch- fröhlichen Art, ganzem Körpereinsatz, einem Schmunzeln, einem Augenzwinkern und lustigen Gesten. Aber auch tragisch und gar traurig konnte der Tenor die passenden Lieder interpretieren. Unter aufbrausendem Applaus kamen die Künstler, zum Schluss des Konzertes noch einmal, begleitet von der Sopranistin Anna Sayn, nicht um eine Zugabe herum. So trugen der charmante Sänger mit seiner reizenden Kollegin die Arie „Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau´n“ als Duett vor. Danach fand man sich zum „Anstoßen“ auf den Erfolg bei einem Glas Sekt auf dem Schloss-Vorplatz wieder.
Pressemitteilung
Golf-Club Schloss Miel GmbH
