Allgemeine Berichte | 30.01.2026

Technische Schwierigkeiten - aber auch gezielte Terminmanipulationen - sorgten zum Jahresende für lange Wartezeiten

Kreis Ahrweiler: Entspannung bei Terminen in Zulassungsstellen

Termine sollten wieder zeitnah erhältlich sein.  Foto: ROB

Kreis Ahrweiler. Zuletzt erreichten die Kreisverwaltung Ahrweiler vermehrt Rückmeldungen, dass es Schwierigkeiten bei der Terminfindung für die Zulassungsstellen gebe. Tatsächlich betrug die Wartezeit für einen Termin bei den Zulassungsstellen des Kreises im November und Dezember 2025 in Einzelfällen bis zu 22 Werktage. Grund hierfür waren vor allem erhebliche technische Probleme mit dem vom Verfahrensanbieter in Rheinland-Pfalz neu eingeführten Bearbeitungsprogramm. Über eine lange Zeit war es den Mitarbeitenden in den Zulassungsstellen des Kreishauses in Ahrweiler sowie in den Außenstellen in Adenau, Niederzissen und Sinzig nicht oder nur mit erheblichen Einschränkungen möglich, Anträge im System zu bearbeiten, sodass es sogar zu zeitweisen Schließungen kommen musste.

Um kurzfristig den Rückstau an Vorgängen zu reduzieren und wieder frühere Termine anbieten zu können, wurden aufschiebbare Vorgänge zurückgestellt und Extraschichten durch die Mitarbeitenden geleistet. Nach aktuellem Stand sind – bis auf wenige Ausnahmen – Termine in der Zulassungsstelle des Kreishauses und in den Außenstellen wieder zeitnah und mit einer maximalen Vorlaufzeit von acht bis neun Werktagen erhältlich. Darüber hinaus werden, je nach personeller Situation, kurzfristig zusätzliche Termine zur Buchung freigeschaltet.

Probleme der Mehrfachbuchungen

Ein Problem, das die Verwaltung zunehmend beobachtet, sind unnötige Mehrfachbuchungen. „Aktuell ist es oftmals so, dass Bürgerinnen und Bürger mehrere Termine für das selbe Anliegen online vereinbaren – zum Beispiel, weil der genaue Auslieferungstermin ihres neuen Fahrzeugs noch nicht feststeht. Oder sie buchen einen Termin weit im Voraus, erhalten aber einen anderen, kurzfristig verfügbaren Termin, sagen jedoch den ursprünglichen nicht ab“, erklärt Christoph Weber, Leiter der Abteilung Verkehrswirtschaft bei der Kreisverwaltung.

Besonders ärgerlich: In Einzelfällen ist es sogar zu bewussten Terminmanipulationen gekommen. So wurden jüngst unter einer – wie sich nachträglich herausstellte – gefälschten Mail-Adresse Termine geblockt, diese aber nie wahrgenommen. Um den Terminvorlauf weiterhin zu reduzieren, überprüfen die Mitarbeitenden der Zulassungsstellen, ob doppelt gebuchte Termine storniert werden können. „Diese personellen Ressourcen würden wir natürlich lieber in unsere eigentliche Arbeit investieren“, so Weber.

Und er ergänzt: „Lange Vorlaufzeiten entsprechen nicht unserem eigenen Anspruch. Und wir haben großes Verständnis dafür, dass die längeren Wartezeiten für die betroffenen Bürgerinnen und Bürgern sowie Händlerinnen und Händler nicht zufriedenstellend sind. Es ist uns daher ein Anliegen, die Situation weiter zu verbessern. Hierbei sind wir auch auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Nur im Miteinander kann das Terminvergabe-System reibungslos funktionieren.“

Da stornierte Termine im Echtzeitbetrieb wieder zur Verfügung stehen, lohnt es sich außerdem, vor allem in den Morgenstunden, einen Blick in das Terminbuchungsportal zu werfen und so auch kurzfristig einen freien Zeitraum zu erhalten.

Tipp:

Eine Vielzahl von Anliegen, wie beispielsweise Standardzulassungsvorgänge, können digital erledigt werden. Ein persönlicher Besuch ist daher in vielen Fällen nicht erforderlich. Mehr hierzu online unter https://kreis-ahrweiler.de/verkehr_ordnung/kfz-zulassung/.

Termine sollten wieder zeitnah erhältlich sein. Foto: ROB

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