Neuigkeiten beim Großprojekt Kurpark Bad Neuenahr
Kurpark Bad Neuenahr: Wiederaufbau und Neugestaltung gestartet
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Als Herzstück des Kur- und Gesundheitsstandortes Bad Neuenahr ist der Kurpark von zentraler Bedeutung – als Ort der Erholung und des Verweilens in historischer Parklandschaft, für Spaziergänge, Events und vieles mehr. Seine Geschichte reicht zurück bis ins Jahr 1858, dem Gründungsjahr des damaligen „Heilbad Neuenahr“.
Von der Flutkatstrophe 2021 blieb auch der Kurpark nicht verschont, erst recht durch seine Lage unweit der Ahr. In der Folge wurde das rund vier Hektar große Gelände zwar wieder weitgehend nutzbar gemacht, so dass Veranstaltungen wie die „Klangwelle“ oder die „Uferlichter“ wieder im Kurpark stattfinden konnten, doch am vergangenen Freitag, 16. Januar, erfolgte der offizielle Spatenstich zu dessen Wiederherstellung samt Neugestaltung. Zweifellos ein großes Bau- und Sanierungsprojekt, dessen Abschluss für Anfang 2028 vorgesehen ist.
Dank hochwasserangepasster Bauweise soll das Kurpark-Areal künftig die Anforderungen eines innerstädtischen Rückhalteraums bei Hochwasserereignissen erfüllen. Hierbei werden unter anderem Flächen tiefergelegt sowie der in weiten Teilen kanalisierte Mühlenteichgraben naturiert und aufgeweitet. In der Oberstraße wird zum Schutz der angrenzenden Wohnbebauung eine Einfriedung in einer Höhe von ca. 60 cm installiert. Die dreigeschossige „Kurparkterrasse“, zuletzt als Gebäude für Teile der städtischen Verwaltung sowie für Veranstaltungen genutzt, wird umfassend saniert. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten werden hier die Ahrtal Marketing GmbH, der Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. und der Ahrwein e.V. wieder gemeinsam unter einem Dach arbeiten.
Deutschlandweites Novum: Die „Heilwasser Erlebniswelt“
Die vor der Flut an verschiedenen Standorten im Kurviertel untergebrachte Technik rund um den „großen Sprudel“ soll nun an einem zentralen Standort gebündelt werden, so dass künftig wieder der Trinkbrunnen sowie weitere Abnehmer mit Wasser und Naturkohlensäure versorgt werden können. Die Brunnentechnik wird zugleich Teil der neuen Heilwasser Erlebniswelt im Kurterrassen-Gebäude. Als Deutschlandweit erste Ausstellung dieser Art, soll sie eines der Highlights des „neuen“ Kurparks sein, inklusive Aquathek samt Trinkbrunnen, Brunnengarten mit verschiedenen Kneipp-Becken und teils interaktiver Schau zum Thema Heilwasser sowie zur Ressource Wasser. Hier soll darüber hinaus Wissenswertes zu den Bereichen Stadtgeschichte, Geologie, Heilquellen, Mineralien, Technik, Vulkanismus, Hydrogeologie und Klimaschutz sicht- und erlebbar gemacht werden.
Ein großer Showspringbrunnen, Wildblumenflächen, Sitzstufenanlagen am Ahr-Ufer und am Mühlenteichgraben, ein Heilkräutergarten, eine Erweiterung des Baumbestandes sowie barrierefreie und inklusive Elemente sollen das Ganze abrunden. Gefördert werden alle Bau- und Sanierungsprojekte durch den Wiederaufbaufonds, die Heilwasser-Ausstellung mit Mitteln des Landes und der EU. Zur Höhe der Baukosten wurden von der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler als Bauherr noch keine Angaben gemacht.
„Das Herz der Gesundheitsstadt“
„Der Wiederaufbau des Kurparks ist eines der zentralen Projekte in Bad Neuenahr – städtebaulich, ökologisch und emotional. Mit dem Kurpark kehrt ein wichtiger Ort und ein Stück Normalität zurück. Der neue Kurpark wird das bleiben, was er war – ein Ort der verbindet, ein Ort, an dem Begegnung möglich ist und ein Symbol des Aufbruchs in dieser Stadt“, so Bürgermeister Guido Orthen. Als „Herz der Gesundheitsstadt“ bezeichnete Landrätin Cornelia Weigand den Kurpark und fügte an: „Dieser Spatenstich ist mehr, als nur der Baubeginn eines herausragenden Projekts. Es ist vor allem auch ein ganz wichtiger Schritt für die touristische Zukunft der Stadt und der Region.“
Dem schloss sich Staatssekretärin Simone Schneider an und warb um die Geduld der Bürgerinnen und Bürger bei den nun beginnenden Bauarbeiten. Für Staatssekretär Dr. Erwin Manz stehen die Baumaßnahmen „stellvertretend für viele andere Maßnahmen, die wir in der ganzen Region haben, die für Aufbruch, Zuversicht und Zukunft stehen.“ Den Reigen der Gäste aus Mainz komplettierte Staatssekretärin Petra Dick-Walther. Für sie sind die Baumaßnahmen im Ahrtal „auch ein Garant dafür, dass Ahrtal wieder zu alter Stärke zu führen und mit diesen und weiteren Attraktionen wieder zu einem beliebten und erlebnisreichen Reiseziel zu machen, das es zu entdecken lohnt.“ DU
Staatssekretärin Simone Schneider überreichte Bürgermeister Guido Orthen Förderbescheide des Landes Rheinland-Pfalz. Foto: DU
Etliche Vertreterinnen und Vertreter der lokalen Politik sowie aus dem Tourismus waren in den Kurpark gekommen. Foto: DU
Landrätin Cornelia Weigand bezeichnete den Kurpark als „Herz der Gesundheitsstadt“. Foto: DU
