Allgemeine Berichte | 05.02.2026

Hartmut Palmer zu Gast bei der Bürgerstiftung Unkel

Lesung zum Roman „Reich der Lügen“

V.l.n.r.: Die zweite Vorsitzende der Bürgerstiftung Unkel "Willy-Brandt-Forum", Dr. Hilaria Dette, bei der Begrüßung sowie den Journalisten und Auto Hartmut Palmer.  Foto: Sabine Köppe

Unkel. Am Mittwoch, dem 4. Februar 2026, fand auf Einladung der Bürgerstiftung Unkel „Willy-Brandt-Forum“ die erste Veranstaltung im neuen Jahr statt. Das gemeinsame Programm von Bundeskanzler Willy-Brandt-Stiftung und Bürgerstiftung Unkel steht im Jahr 2026 unter dem Titel „Verantwortung“.

Vor voll besetztem Saal im Willy-Brand-Forum Unkel las der Journalist und Autor Hartmut Palmer aus seinem neuesten Roman „Reich der Lügen“. Die Einschätzung, dass dies ein „fesselnder und lehrreicher Polit-Thriller über den Aufstieg und die Gefahren des Rechtsextremismus in Deutschland“ (so Heribert Prantl) sei, wurde durch die Lesung bestätigt. Die an sich düstere Geschichte beginnt mit einer Anekdote am Elften im Elften, dem Beginn der närrischen Jahreszeit, in Köln. Der Aufmacher einer großen Boulevard-Zeitung berichtet, dass es nach 400 Jahren zum ersten Mal der Elfte im Elften im Jahr 2011 auf einen Freitag fällt. An eben diesem Tag findet in einer Kölner Behörde eine große Akten-Schredder-Aktion statt.

Fakten und Fiktion liegen nahe beieinander, und das ist so gewollt. Insofern kann man von einem „Doku-Roman“ sprechen. Die Hauptfigur, der frühere Journalist Kurt Zink, wird in Templin in einem Café von einem Polizisten angesprochen, welcher seine Brieftasche bei ihm liegen lässt. Später wird eben dieser Polizist ermordet aufgefunden.

Palmer las einige tragende Passagen, in denen die Hauptfiguren eingeführt wurden: Personen aus dem Westen, welche in Thüringen in der rechten Szene Karriere machten, und deren intriganten Handlanger. Aber auch Personen in Behörden, die deren Aktivitäten nicht hinreichend bekämpften, teilweise sogar schützten.

Im anschließenden Austausch kam die Frage auf: Will der Roman die Leser an ihre eigene Verantwortung für den Erhalt des demokratischen Staatswesens erinnern? Kann ein Buch solches bewirken? Jedenfalls war Nachdenklichkeit der Zuhörerinnen und Zuhörer deutlich zu spüren.

Was sind die Stiftungszwecke der Bürgerstiftung UnkelWilly-Brandt-Forum?

Die überparteiliche gemeinnützige Stiftung fördert insbesondere das demokratische Staatswesen, die internationale Gesinnung, Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und der Völkerverständigung, aber auch Heimatpflege, Kunst und Kultur.

V.l.n.r.: Die zweite Vorsitzende der Bürgerstiftung Unkel "Willy-Brandt-Forum", Dr. Hilaria Dette, bei der Begrüßung sowie den Journalisten und Auto Hartmut Palmer. Foto: Sabine Köppe

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