Preisverleihung mit vielen Ehrengästen bei den Franziskanerbrüdern in Hausen
MIND AWARD fürs Lebenswerk an Beate Heinen
Hausen. Bemerkenswert schon der Veranstaltungsort. Das St. Josefs-Haus der Franziskanerbrüder in Hausen/Wied mit seinen beeindruckenden Wandmalereien ist der beste Ort, Beate Heinen aus Wassenach für ihr Lebenswerk auszuzeichnen. „An diesem besonderen Tag wollen wir auf einen Menschen schauen“, so Bruder Ulrich Schmitz FFSC, Generalsuperior der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, der sich freute, so viele Freunde zur Preisverleihung des MIND AWARD an Beate Heinen begrüßen zu können. „Vor allem sind es die wunderbaren Bilder zu wunderbaren Texten, die das Werk Beate Heinens auszeichnen. Das ist es, was die Menschen brauchen“, betonte Achim Kunst, Initiator des MIND AWARD. Beate Heinen berühre die Menschen zutiefst und täglich neu über ihre Nachgedacht-Grafiken, weshalb die Jury mit dem MIND AWARD sie für ihr Lebenswerk auszeichne. Damit reiht sich Beate Heinen ein in die Reihe namhafter Preisträger, von Reiner Meutsch über Sr. Dr. Lea Ackermann bis hin zu Pater Anselm Grün OSB, Franz Alt oder Reinhold Messner.
Im Dialog mit Beate Heinen ging Bruder Ulrich Schmitz dem Leben der in Essen geborenen und in Köln aufgewachsenen Künstlerin auf den Grund. Bereits im Alter von 16 Jahren durfte Beate Heinen die Werkkunstschule in Köln besuchen. Wann aber fiel ihr künstlerisches Talent zum ersten Mal auf, wollte Bruder Ulrich wissen. Beate Heinen: „Als ich als Vierjährige die Straße bemalt hatte. Ich dachte, ich käme ins Gefängnis.“ Doch der Polizist staunte über ihre Zeichnungen und sagte: „Das ist wunderschön, dafür spendiere ich Dir ein Eis!“ Beate Heinen: „Das war das erste Honorar, das ich für meine Malereien bekommen habe.“ Bereits als Pfadfinderin drängte es die Künstlerin, sich von der klassischen Darstellungen biblischer Szenen zu lösen: „Als der Engel der Verkündigung kam, hat Maria vielleicht etwas ganz Normales getan, vielleicht gebetet oder geputzt.“ Die Kunst von Beate Heinen zeichnet sich durch Humor und Nähe zu den Menschen aus und ist immer auch Verkündigung: „Der Heilige Geist ist den Malern eine große Hilfe. Wenn ich mein Weihnachtsbild male, bin ich ein Werkzeug in der Hand Gottes.“ Pater Drutmar Cremer OSB aus Maria Laach hatte Beate Heinen für den Buch- und Kunstverlag ars liturgica entdeckt, eine Entdeckung, die ihren künstlerischen Weg besonders prägen sollte.
In seiner Laudatio sprach Richard Baus, Rektor der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, auch über seine ganz persönlichen Erfahrungen: „Das erste Werk, das ich für mich entdeckte, war die Weihnachtskarte von 1993 ‚Oh Heiland, reiß die Himmel auf‘. Eine Liebe, die Gestalt annimmt. Ihre Bilder haben mich begleitet und mir Freude gemacht. Und ich wusste nicht einmal den Namen der Künstlerin. Diese Künstlerin kennenzulernen war mein nächstes Ziel.“ Bei der ersten Begegnung war er von ihrer Authentizität beeindruckt: „Es geht ihr nicht um Kunst um der Kunst willen, sondern dass die Kunstwerke etwas transportieren. Ihre Werke künden von einem menschenfreundlichen Gott.“ Beate Heinen dankte Achim Kunst, der den Preis überreichte, Laudator Richard Baus, Bruder Ulrich Schmitz und allen, die zum Festakt gekommen waren: „Ich bin glücklich, dass ich so viele Menschen habe, die ich Freunde nennen kann.“
Und ihre Freunde fanden beim leckeren Fingerfood, das die Franziskaner liebevoll zubereitet hatten, Zeit zum gemeinsamen Austausch. Ein heiterer Abend, den die Gebrüder Michael Schmidt, Piano, und Erik Schmidt, Saxophon, mit Jazz-Klassikern musikalisch umrahmten.
Die Ausstellung mit Bildern von Beate Heinen kann bis zum 5. November im Kloster der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e. V., Hönninger Straße 2-18, in 53547 Hausen/Wied besucht werden; Telefon: (0 26 38) 9 28 35 00.
Beate Heinen präsentiert neben ihrem diesjährigen Weihnachtsmotiv den MIND AWARD.Foto: E. T. Müller
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