Allgemeine Berichte | 06.07.2020

Restvermögen des MGV „Eintracht“ kommt sterbenden Menschen zugute

Männergesangverein spendet nach Auflösung an Dernbacher Hospiz

Otmar Kirsch und Herbert W. Richard ließen sich von Corona nicht von einem persönlichen Besuch vor dem Hospiz abhalten - natürlich unter Wahrung aller Hygiene-Vorschriften. Quelle: Herbert W. Richard

Dernbach. 1861 wurde der Männergesangverein (MGV) „Eintracht“ 1861 Siershahn gegründet und existierte fast 159 Jahre lang. Doch mit zuletzt noch zehn aktiven Sängern und einem Durchschnittsalter von über 70 Jahren entschloss sich der Verein Anfang 2020 zur Auflösung.

Das Restvermögen des Vereins in Höhe von rund 4.300 Euro kommt gemäß Auflösungsbeschluss dem Hospiz St. Thomas in Dernbach zugute.

Das Dernbacher Hospiz wurde 2017 wurde eröffnet. Seitdem sind hier viele Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet worden. Bereits in der Planungs- und Bauphase hat der MGV „Eintracht“ das Projekt mit Spenden unterstützt, in dem er die Erlöse aus seinen Konzerten – auch mit anderen Vereinen – an das Hospiz spendete. In dieser Tradition erhält das Hospiz nach der Auflösung das Restvermögen der „Eintracht“ 1861 Siershahn in Höhe von 4.293 Euro. „Natürlich sind wir sehr betrübt, den MGV Eintracht 1861 Siershahn nach fast 160 Jahren aufzulösen“, so Otmar Kirsch, der seit 70 Jahren im Verein aktiv ist. „Doch das Hospiz St. Thomas leistet eine wichtige Arbeit und wir freuen, diese Arbeit unterstützen zu können,“ sagte der Kassierer des Vereins, Herbert W. Richard. Obwohl Corona-bedingt eine persönliche Übergabe der Spende nicht möglich war, haben beide Männer als Liquidatoren des Vereins sich einen kurzen Besuch auf der Terrasse des Hospizes nicht nehmen lassen.

Damit das Hospiz kostendeckend arbeiten kann, ist es auf Spenden angewiesen. Hospizleiterin Eva-Maria Hebgen freut sich daher sehr über die großzügige Unterstützung. „Die Auflösung des MGV Eintracht 1861 Siershahn ist natürlich ein trauriger Anlass. Doch das Geld kommt unseren Gästen auf ihrem letzten Weg zugute“, sagte Eva-Maria Hebgen und dankt den Spendern auch im Namen der Gäste und Mitarbeiter des Hospizes St. Thomas.

Pressemitteilung der Dernbacher

Gruppe Katharina Kasper

Otmar Kirsch und Herbert W. Richard ließen sich von Corona nicht von einem persönlichen Besuch vor dem Hospiz abhalten - natürlich unter Wahrung aller Hygiene-Vorschriften. Quelle: Herbert W. Richard

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