Allgemeine Berichte | 03.07.2017

Eifelverein Sinzig durchwandert Berlin und Potsdam

Mehrtageswandertour in der Hauptstadt

Eine drei-Flüsse und zwölf-Seen Tour

Die erste Gruppe vor dem Berliner Olympiastadion.Privat

Sinzig. Kann man Deutschlands Hauptstadt Berlin in ganzer Länge beziehungsweise Breite (und dazu noch einen Großteil der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam) in einer Mehrtageswandertour durchqueren, ohne dabei ständig mit solchen, für jeden Wanderer unangenehmen Dingen, wie Verkehrslärm, Autoabgasen oder heißem Großstadtpflaster konfrontiert zu sein?

Es ist sehr wohl möglich! Davon konnten sich 45 Wanderer des Eifelvereins Ortsgruppe Sinzig überzeugen, die - aufgeteilt in zwei Gruppen - sich auf diese nicht alltägliche Wanderung im Berlin-Warschauer Urstromtal begeben hatten. Dabei konnten sie Berlin auch von seiner weniger bekannten Seite kennenlernen, nämlich den großen Wald- und Wasserreichtum der deutschen Hauptstadt entdecken. Die Route führte in fünf Tagesetappen (nebst einem Rundgang durch das alte Berlin am Ankunftstag) über eine Gesamtwanderstrecke von mehr als 100 km von Potsdam im Westen in den brandenburgischen Landkreis Oder-Spree im Osten. Dazwischen lag der Hauptteil der Mehrtagestour: die Durchquerung des gesamten Berliner Stadtgebiets von seinem westlichsten Punkt, der Glienicker Brücke im Ortsteil Wannsee, bis zu seinem am weitesten östlich gelegenen Ortsteil Hessenwinkel am Dämeritzsee. Darin eingebettet war auch eine Schiffstour auf der Spree von 17 km.

Die Wanderung verlief dabei immer so nahe wie möglich am Wasser, das heißt in einem großen Bogen entlang der Havel und Spree, sowie des Landwehrkanals und Spreekanals. Zusätzlich kamen die Wanderer in diesen fünf abwechslungsreichen Tagen auch noch an zwölf Seen vorbei (darunter die beiden größten Berliner Seen, Müggelsee und Wannsee) und streiften, wenn auch nur kurz, den dritten schiffbaren Berliner Fluss, die Dahme, sodass diese Wanderung durch Potsdam und Berlin mit Fug und Recht als eine „drei-Flüsse und zwölf-Seen Tour“ bezeichnet werden kann. Außerdem wurden drei Berliner Stadtforste, nämlich Düppeler Forst, Grunewald und Köpenicker Forst fast vollständig durchwandert, ebenso wie alle wichtigen Potsdamer und Berliner Parks, darunter der Park Sanssouci, der Neue Garten, die Schlossparks Glienicke und Charlottenburg, sowie natürlich der Große Tiergarten im Herzen Berlins.

Geschichtliche und städtebauliche Entwicklung Berlins

Das steinerne Berlin und Potsdam mit den vielen historischen Gebäuden, Denkmälern und Sehenswürdigkeiten waren selbstverständlich auch Teil des Programms, schließlich lagen allein zwölf Schlösser und 17 historische Kirchen am Weg. Die Wanderung bot Gelegenheit, viel Neues über die geschichtliche und städtebauliche Entwicklung Berlins zu erfahren und vor Ort zu „erwandern“, angefangen von der mittelalterlichen Doppelstadt Berlin/Kölln, über die barocke Residenzstadt der brandenburgischen Kurfürsten und preußischen Könige, bis hin zum Aufstieg Berlins zur Hauptstadt des geeinten beziehungsweise wiedervereinten Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert.

Abgerundet wurde die Mehrtagestour durch die Besteigung des Olympia-Glockenturms und der Reichstagskuppel, sowie für jene, die daran interessiert waren, den Besuch der Internationalen Gartenausstellung IGA, die in diesem Jahr in Berlin stattfindet. Als Fazit bleibt, dass diese doch etwas aus dem üblichen Rahmen fallende Wanderung eine gute Mischung aus Stadt, Park, Wald und Wasser darstellte. Sie vermochte den Teilnehmern viele neue Eindrücke zu vermitteln, selbst jenen, die Berlin schon gut kannten, denn sie bot die Möglichkeit, die deutsche Hauptstadt in ihrer gesamten Ausdehnung von West nach Ost intensiv zu Fuß zu erkunden und damit aus einer ganz neuen Perspektive heraus zu erleben.

Die zweite Gruppe zu Füßen Königin Louise im Großen Tiergarten.

Die zweite Gruppe zu Füßen Königin Louise im Großen Tiergarten.

Die erste Gruppe vor dem Berliner Olympiastadion.Fotos: Privat

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