Allgemeine Berichte | 11.04.2023, 13:55 Uhr

Erfolhreiche Müllsammelaktion des Heimatvereins Villip

Mit Schwarm-Effizienz gegen Müll in Villip, Villiprott und Holzem

Eltern und Kinder in Aktion am Spielplatz Gimmersdorfer Straße.  Fotos: Heimatverein Villip
91

Villip. Mit gleich drei Neuerungen startete die vorösterliche Dorfrandreinigung in und um Villip, Villiprott und Holzern: Im Vorfeld hatten sich der Heimatverein Villip, der Förderverein der Grundschule und das Team des Villiper Jugendhaus zusammengetan. Gesammelt wurde an zwei Samstagen, und neben der Müllsammlung wurden insbesondere am Kastanienplatz und am Spielplatz an der Gimmersdorfer Straße zahlreiche von der Gemeinde zur Verfügung gestellte blühkräftige Stauden als Gourmetweiden für die unterschiedlichsten Insekten gepflanzt.

Dabei machte vor allem das Wetter den Unterschied aus. Während die mehr als 50 Kids, Jugendlichen und Eltern, die sich am Jugendhaus im Gewerbegebiet getroffen hatten, überwiegend von der Sonne auf ihrem Streifzügen im Umfeld – aber auch bis zum erneut stark verschmutzten Kirchplatz – begleitet wurden, wurden die drei Dutzend Teilnehmern des zweiten Samstags immer wieder von Schauern „erfrischt“.

Auffällig: weggeworfene Corona-Masken gab es kaum noch unter dem Sammelgut. Dafür aber diverse Autoreifen, ein verlorener oder weggeworfener Auspuff, ein Laptop, etliche Säcke mit Kabelresten, viele kleine Alkoholflaschen – eben die schon übliche Mischung als Ausbeute der eifrigen Helferinnen und Helfer. Für die Teilnehmer der Jugendsammelaktion, bei der insbesondere die Jugendfachkräfte Hannah Wirfs und Claudia Schmidt sowie Norbert Schulten von Seiten des Jugendhauses, Carina und Albert Schmitz für den Heimatverein Regie geführt hatten, gab es nach Ablieferung des Mülls wohlverdiente Getränke, Waffeln, Popcorn und Zuckerwatte im Jugendhaus. Und natürlich ganz viele Gespräche darüber, warum Menschen die Landschaft vor ihrer Haustür so vermüllen, und wie gut es gelingen kann, in gemeinsamen Aktionen der Natur ein wenig zu helfen.

Routiniert – und (fast) unbeeindruckt vom schlechteren Wetter – hatten sich dann am folgenden Samstag knapp drei Dutzende Helfer mit Zangen und Säcken auf den Weg gemacht, auch die Geld- und Waldraine vom Müll zu befreien. Beim Abtransport des Sammelguts wurden sie dabei von Trecker-Gespannen mit Albert Schwan, Reiner Saam, Günter Breuer und Tobias Teichner unterstützt. Mit ihnen wird sich der Heimatverein noch zu einer „feuchten“ Nachlese an einem hoffentlich freundlicheren Frühsommerabend zusammensetzen. Viele dieser Helfer sammeln ohnehin übers Jahr immer wieder Unrat auf eigene Faust.

Für Ulf Hausmanns, den Vorsitzenden des Heimatvereins, war diese Aktion „ein Fingerzeig, wie man in den kommenden Jahren mit diesem Frühjahrsthema umgehen möchte: mit der „Schwarm-Effizient eines ganzen Dorfes“ Müll sammeln, Stauden und vielleicht sogar Büsche für Insekten und Vögel pflanzen.“ Der Heimatverein begrüßt dabei die Zusage der Deutschen Asphalt, im Nachgang die Zuwegung zu ihrem Betriebsgelände und die angrenzenden Bereiche vom Müll zu befreien.

Als Dankeschön gab es Waffeln und Zuckerwatte.

Als Dankeschön gab es Waffeln und Zuckerwatte.

Am Kastanienplatz wurden zahlreiche von der Gemeinde zur Verfügung gestellte blühkräftige Stauden als Gourmetweiden für die unterschiedlichsten Insekten gepflanzt.

Am Kastanienplatz wurden zahlreiche von der Gemeinde zur Verfügung gestellte blühkräftige Stauden als Gourmetweiden für die unterschiedlichsten Insekten gepflanzt.

Eltern und Kinder in Aktion am Spielplatz Gimmersdorfer Straße. Fotos: Heimatverein Villip

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die neue Brücke in der Beckenkampstraße, die über die darunterliegende Bahnstrecke führt, ist seit wenigen Tagen für den Fuß- und Radverkehr freigegeben.
23

Die Fuß- und Radwegebrücke in der Beckenkampstraße im Koblenzer Stadtteil Horchheim wurde kürzlich nach einem umfangreichen Neubauprojekt wiedereröffnet. Die ursprüngliche Bogenbrücke aus dem Jahr 1914 war im Herbst 2022 abgerissen worden, um Platz für den modernen Ersatzbau zu schaffen. Während der Bauphase mussten technische Anpassungen vorgenommen werden, die den Zeitplan beeinflussten und die Nutzung der Bahnsperrpausen veränderten.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag
Martinsmarkt Adendorf
Anzeige Steampunk-Abendmarkt "Zeitreise im Lichterglanz“
Herbstaktion KW 45
Stellenanzeige Kaufmännische/r Mitarbeiter/in für Verwaltung, Sekretariat & Personal (m/w/d)
Titelanzeige
Titelanzeige
Weitere Artikel
Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
739

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
264

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen

Karate Dojo Kitai Dieblich
130

Dieblich. Am 25. Oktober 2026 stand beim Karate Dojo Kitai aus Dieblich nicht nur der Sport im Mittelpunkt, sondern vor allem der gute Zweck. Unter dem Motto „100 Kata“ stellten sich rund 50 bis 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene einer besonderen sportlichen Herausforderung. Gleichzeitig wurden Spenden für einen guten Zweck gesammelt.

Von Jens Mentges aus Koblenz

Weiterlesen