Allgemeine Berichte | 17.02.2017

Verbandsgemeinde Pellenz - Feuerwehr

Mit Stress richtig umgehen

Floriansjünger informierten sich über Traumabewältigung

30 Kameradinnen und Kameraden wurden informiert.Privat

VG Pellenz. Stress kennt jeder, der eine mehr, der andere weniger. Aber es gibt auch Stress, der zu Traumata führen kann. Diese posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) hört und kennt man von Soldaten, wenn Sie aus schwierigen Auslandseinsätzen wieder kommen. Doch diese PTBS betreffen nicht nur Soldaten, sondern auch Einsatzkräfte der Polizei, des Rettungsdienstes und besonders auch der Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr. Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen, Bränden oder anderen Gefahrenlagen bei denen Menschen schwer verletzt werden oder ums Leben kommen. Die genaue Einsatzlage, was passiert ist und wie schwer die Situation wirklich ist erfahren die Kameradinnen und Kameraden erst am Einsatzort und werden unter Umständen direkt mit schlimmen Bildern und Eindrücken konfrontiert, welche es gilt im Nachhinein zu verarbeiten.

Prävention von PTBS in Feuerwehreinsätzen

Zu diesem Zweck fand ein Schulungsabend im Gerätehaus des Löschzuges Saffig statt, bei dem es um die Prävention von PTBS in Feuerwehreinsätzen und deren Verarbeitung ging. Als Dozent konnte Dr. Thomas Engel, Facharzt für Anästhesiologie, Notfall- und Intensivmedizin und spezieller Schmerztherapie gewonnen werden. Er erklärte den insgesamt 30 Kameradinnen und Kameraden aus den fünf Löschzügen was PTBS ist und wie man dem Stress mit „Counselling“ entgegen wirken kann.

Unterstützung durch Counselling

Bei dem sogenannten „Counselling“ handelt es sich um eine professionell unterstützte mit psychotherapeutischen Hintergrund Beratung, mit der Feuerwehrleute im alltäglichen Einsatzstress gefördert und unterstützt werden sollen, damit sie eben nicht an potenziell traumatisierenden Situationen erkranken. Denn eine posttraumatische Belastungsstörung kann erst viele Jahre nach einem traumatisierenden Einsatz eintreten und dies macht das Erkennen dieser Erkrankung sehr schwierig. Daher wurden die Floriansjünger auf die verschiedenen Symptome, Risikofaktoren und Stressarten hingewiesen, um bei sich oder bei einem Kameraden frühzeitig Hinweise wahrzunehmen, welche auf eine PTBS deuten können. Denn nur wenn sie erkannt wurde, kann man dem Betroffenen helfen.

Gaffer und Gewalt als zusätzliche Risiken

Doch nicht nur das Einsatzszenario kann übermäßig Stress aufbauen, ein großes Thema waren auch die Gaffer an Einsatzstellen und die Gewalt gegen Einsatzkräfte (wie es in abgeschwächter Form auch bei uns in der Pellenz bereits vorgekommen ist). Auch diese Situationen können zu Stress und Traumata führen. Besonders gefährdet sind die jungen Kameradinnen und Kameraden, denn Sie verfügen noch nicht über die langjährige Erfahrung wie andere Feuerwehrleute und können sich schwerer damit tun, gesehene Dinge zu verarbeiten. Das Feuerwehr-Counselling wird ehrenamtlich durchgeführt und befindet sich derzeit in der Aufbauphase, sodass noch kein Bereitschaftsdienst vorhanden ist. Daher liegt der Schwerpunkt zur Zeit auf der Prävention, wo zum einen theoretisch über das Thema PTBS informiert wird und zum anderen gezielte regelmäßige Einzelgespräche auf freiwilliger Basis durchgeführt werden. Der wichtigste Punkt und gleichzeitig auch das Fazit an diesem Abend: Jeden in der Feuerwehr kann es treffen, egal ob jung oder alt, erfahren oder unerfahren, Mann oder Frau. Nur wer bereit ist, Hilfe in Anspruch zu nehmen, dem kann auch geholfen werden. Und eins steht fest „Hilfe in Anspruch zu nehmen ist KEINE Schwäche, sondern eine Stärke“.

Pressemitteilung

Verbandsgemeindeverwaltung

Pellenz

30 Kameradinnen und Kameraden wurden informiert.Foto: Privat

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