Allgemeine Berichte | 18.02.2020, 16:45 Uhr

Rhein-Gymnasium Sinzig bei „Jugend forscht“

Mit Wasserbüffeln zum ersten Platz

Vivien Christl setzte sich mit einer Arbeit zum Naturschutzgebiet Ahrmündung beim Regionalwettbewerb durch und nimmt am Landesentscheid teil

Ein Thema, das zurzeit in Sinzig lebhaft diskutiert wird, ist die Ansiedlung von Wasserbüffeln an der Ahrmündung. Vivien Christl vom Rhein-Gymnasium analysierte für ihren „Jugend forscht“-Beitrag zunächst den Ist-Zustand. Foto: privat
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Sinzig. Die Rheingymnasiastin Vivien Christl (MSS 12) belegte mit ihrer Arbeit „Retten Wasserbüffel das NSG Ahrmündung?“ beim 55. Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ den ersten Platz in der Sparte Geo- und Raumwissenschaften. Wettbewerb und Siegerehrung fanden in Neuwied statt. In der Laudatio der Juroren heißt es: „Vivien brilliert mit ihrer sehr intensiven, methodisch vielseitigen Untersuchung.“ Sie hat sich somit für den Landeswettbewerb, der Ende März 2020 in Ludwigshafen stattfindet, qualifiziert. Der „Jugend forscht“-Wettbewerb ist der bedeutendste Wettbewerb im MINT-Bereich in Deutschland. Wasserbüffel in Sinzig? Diese Frage wird seit geraumer Zeit in der Barbarossastadt diskutiert. Vivien Christls Neugierde an diesem Projekt wird durch Zeitungsartikel geweckt. In ihrer Arbeit geht sie der Kernfrage nach, ob durch eine Ansiedlung von Wasserbüffeln das Naturschutzgebiet Ahrmündung in Sinzig „gerettet“ werden kann oder nicht. Dazu wandte sie verschiedene Untersuchungsmethoden an, um den derzeitigen Zustand des Gebiets und somit auch das, was es zu retten gilt, feststellen zu können. Neben dem Vergleich und der Untersuchung der Struktur und Ausdehnung des Gebiets innerhalb der letzten 200 Jahre wurden historische und topographische Karten analysiert und ausgewertet. Außerdem hat die Biologieschülerin zur Bestimmung und Beurteilung des Ist-Zustands des Gebiets eine Gewässeruntersuchung durchgeführt. Auch die Gewässerumgebung wurde gründlich untersucht. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden diese Untersuchungen an drei verschiedenen Probestellen durchgeführt; diese lagen kurz vor, am Anfang und mitten im Naturschutzgebiet selbst. Um auch das Meinungsbild der Bevölkerung abbilden zu können, hat Christl eine Bürgerbefragung durchgeführt, Interviews mit Experten und Mitgliedern verschiedener Parteien zu dem aktuellen Stand des Projekts „Büffelbeweidung Ahrmündung“ gemacht und an einer Eigentümerversammlung teilgenommen. Die gründliche Auswertung des Ist-Zustands bestätigt die Einzigartigkeit des Naturschutzgebiets Ahrmündung, zeigt aber auch, dass das Gebiet deutliche Defizite aufweist, die dringend behoben werden müssen, wie die Besucherlenkung und das bestehende Müllproblem. Zur Veranschaulichung des Beweidungskonzepts erstellte Christl ein Modell mit Lehrpfad und Aussichtsplattform, das die Verträglichkeit von Mensch und Tieren in diesem Raum aufzeigt.

Das – kurzgefasste – Ergebnis von Vivien Christls Präsentation lautet, dass die Büffel neben einer Reihe weiterer Maßnahmen potenziell in der Lage sind, den Zustand an der Sinziger Ahrmündung zu verbessern.

Ein Thema, das zurzeit in Sinzig lebhaft diskutiert wird, ist die Ansiedlung von Wasserbüffeln an der Ahrmündung. Vivien Christl vom Rhein-Gymnasium analysierte für ihren „Jugend forscht“-Beitrag zunächst den Ist-Zustand. Foto: privat

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