Allgemeine Berichte | 20.10.2022

Naturschutz am Laacher See geht in die nächste Runde

Nächste Schritte in Sachen Naturschutz und Besucherlenkung

Der Laacher See mit dem Kloster Maria Laach.  Foto: Vollrath

Maria Laach. Das Laacher Seegebiet mit der Benediktinerabtei Maria Laach darf mit Sicherheit zu den schönsten Erholungsgebieten der Eifel gezählt werden. Im größten Naturschutzgebiet von Rheinland-Pfalz und Nationalen Geopark finden Besucher Entspannung und Ruhe. In diesem Jahr wurde der Laacher See zudem erneut zum Lieblingssee von Rheinland-Pfalz gewählt.

Der Benediktinerabtei Maria Laach kommt nicht nur von Eigentumswegen, sondern – mehr noch – aus dem Auftrag der Bewahrung der Schöpfung ein besonderes Mandat zu. In Kooperation mit dem Zweckverband Ferienregion Laacher See beginnt am 18. Oktober 2022 nach einer zweijährigen Vorbereitungsphase, der erste Schritt zur Modernisierung des sogenannten Besucherlenkungskonzepts für das Naturschutzgebiet Laacher See.

Eine Aktualisierung des Besucherlenkungskonzeptes war aus mehreren Gründen notwendig geworden. Pädagogische Konzepte in der Vermittlung der Schutzziele, die in den 1980er Jahren entwickelt wurden, dürfen heute als überholt gelten. Die Gestaltung der Medien, die ebenfalls aus demselben Zeitraum stammt, nehmen viele Besucher als nicht mehr zeitgemäß war. Auch hat der Zahn der Zeit seine Spuren an dem ein oder anderen Schild hinterlassen.

Mit dem Stichtag 18. Oktober wird auf dem Besucherparkplatz Maria Laach sowie am Wanderparkplatz „Waldfrieden“ jeweils eine neue Eingangssituation zum Uferrundweg geschaffen. Freundlich und offen präsentieren sich die neuen Eingangsportale. Ästhetisch und von der visuell-konzeptionellen Ansprache wesentlich verbesserte Hinweismedien leiten ab dann zum Uferrundweg. Die Eingangssituationen zum Uferrundweg werden ergänzt durch Tafeln, die durch eine – im Vergleich zu älteren Maßnahmen – positive Ansprache und Mehrsprachigkeit Besucher einladen möchten, sich entsprechend im Naturschutzgebiet zu verhalten. Aus den Sozialen Medien und dem Internet allgemein entlehnte und verstärkte Nutzung von Piktogrammen wird auch sprachenunabhängig eingeladen, Flora und Fauna durch entsprechendes Verhalten zu respektieren. Wo immer möglich, werden heimische Baustoffe und Dienstleister zur Umsetzung aus dem direkten Umfeld miteinbezogen. „Wir möchten mit einer offenen, freibleibenden und positiven Ansprache in Verbindung mit einer hochwertigen Gestaltung für die Besucher ein stimmiges Erlebnis schaffen“, sagt Philipp Lohse, Geschäftsführer der Abtei und der Klosterbetriebe.

Im nächsten Schritt erfolgt der Rückbau von veralteten Hinweismedien rund um den Uferrundweg in Absprache und Einklang mit den Naturschutzbehörden.

Nach zwei Jähriger Planungs- und Vorbereitungszeit wird das als LEADER Projekt in 2022 geförderte Vorhaben in der Umsetzung begonnen. Um die Kosten möglichst gering zu halten, hatte sich der Zweckverband entschlossen, die Projektierung, Konzeptionierung, Durchführungsplanung sowie grafisch-ästhetische Umsetzung in Eigenleistung zu erbringen. Die Abtei Maria Laach konnte dabei als Partner des Zweckverbands an geeigneter Stelle unterstützen.

Weitere Schritte folgen ab dem Frühjahr 2023. Gemeinsam mit den vielen Interessensgruppen, die das Naturschutzgebiet Laacher See in sich vereint, werden dann erweiterte Maßnahmen umgesetzt, die die ersten Schritte des Jahres 2022 ergänzen.

Gemeinsam stark: Die Benediktinerabtei und der Zweckverband Vulkanregion Laacher See, der für die umliegenden Verbandsgemeinden steht, bedanken sich herzlich für die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden in Koblenz und Ahrweiler sowie den entsprechenden Ortsgemeinden. Ferner sei ein Dank allen Mitarbeitern auf den Ämtern und der Benediktinerabtei, den umliegenden Ordnungsämtern sowie weiteren Teilnehmern ausgesprochen, die im Laufe der Vorbereitungszeit durch tatkräftige Mitarbeit Ihren Beitrag geleistet haben, das Vorhaben zielgerichtet umzusetzen.

Pressemitteilung

Benediktinerabtei Maria Laach

Der Laacher See mit dem Kloster Maria Laach. Foto: Vollrath

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