Stadtbürgermeister Gerhard Hausen hatte keine Chance
Närrische Armada stürmte das Unkeler Rathaus
Unkel. „Den Stadtschlüssel trag‘ ich stolz am Band, doch geb‘ ich ihn nicht aus der Hand“, betonte Unkels Stadtbürgermeister Gerhard Hausen zu Beginn beim Rathaussturm der Karnevalisten. Die hatten unter ihrem KG-Vorsitzenden Manfred Himmelbach eine närrische Armada, bestehend u.a. aus Musikern, Herzblättchen, Heisterer Möhnen, Hunnen und vor allem Prinzessin Nele I. mit Paginnen Hanna und Jana mitgebracht.
Lob und Kritik gab es in Reimform
Angesichts dieser Übermacht rief Gerhard Hausen, der nur in lustigen Reimen formulierte, aus: „O weh! Die Narren sind zahlreich und wild, mir wird bang, dass ihr mich vielleicht doch noch killt.“ Zuvor hatte Himmelbach den Stadtbürgermeister, der zur Kommunalwahl am 9. Juni nicht mehr antritt, für sein langjähriges Wirken in närrischen Reimen gelobt und kritisiert: „Wir geben einen Vorschlag in den Stadtrat – bitte stimmt darüber ab, der Bahnhofsplatz bekommt einen neuen Namen: Gerhards Groschengrab.“
Kapitulation mit Omas Unterhose
Nach dem humorvollen Zwiegespräch forderte der KG-Vorsitzende: „Genug geschwätzt, wenn ihr noch was verhindern wollt, dann macht die Tür auf, bevor die KG Unkel euch überrollt.“ Dem folgte Gerhard Hausen, indem er kapitulierte, als Ergebungszeichen mit der „Unterhose seiner Oma“ (so Himmelbach), und Prinzessin Nele den goldenen Stadtschlüssel übergab.
Da die Rathaus-Fassade renoviert wird, stürmten die Narren durch den Hintereingang in den Ratssaal, wo von der KG Erbsensuppe und Getränke vorbereitet waren. Schließlich durften Prinzessin Nele und ihre Paginnen sich in das goldene Buch der Stadt eintragen. Und Gerhard Hausen erklärte: „Die Zepter und die Macht, sie sind nun euer, dreimal Alaaf für diese Narrenfeier.“
HEP
Im Ratssaal der Stadt Unkel wurden nach dem Sturm auf die Verwaltung kräfitg gefeiert.
Ins Goldene Buch der Stadt Unkel durften sich Prinzessin Nele und ihre Paginnen Hanna und Jana eintragen.
Prinzessin Nele freut sich über den Stadtschlüssel, denn Stadtbürgermeister Gerhard Hausen hatte zuvor mit einer weißen Fahne kapituliert.
