Allgemeine Berichte | 17.03.2017

„Circus Europa“ in Nickenich

Narren kennen keine Grenzen

Trinationale Begegnung mit den Partnerstädten aus Polen und Frankreich - 70 Teilnehmer im Karnevalszug

Vor dem Zugstart versammelte sich die große bunte Truppe auf dem Bauhof-Gelände.privat

Nickenich. Beim diesjährigen Karneval wurden in Nickenich sowohl Gäste aus Chmielowice, Polen, als auch aus Montfort l’Amaury, Frankreich begrüßt und somit konnte eine trinationale Begegnung realisiert werden. Unter dem Motto „Circus Europa – Narren kennen keine Grenzen“ nahmen über 70 französische, polnische und deutsche Jecken am Umzug teil, mit einer großen Fußgruppe, einem Versorgungsfahrzeug, der stimmungsvollen französischen Musikgruppe Harmonie de Montfort l‘Amaury und einem herrlichen Karnevalswagen, der in wochenlanger Arbeit von Udo Möller und Michael Müller gebaut wurde. Bereits am Freitag reisten die Gäste aus Montfort und Chmielowice in Nickenich an. Zu einer karnevalistischen, dreisprachigen Andacht trafen sich alle in der Pfarrkirche St. Arnulf. Beim anschließenden Gemeindeempfang sang man die ersten Karnevalslieder, tanzte und schunkelte bis spät in die Nacht und konnte die Völkerverständigung in einer sehr freundschaftlichen und feierlichen Form erleben. Den Geisterzug am Samstagabend nutzten auch viele Gäste, um internationale Kontakte zu pflegen und das hiesige Brauchtum Karneval kennenzulernen. Am Karnevalssonntag trafen sich alle „Circus“-Teilnehmer und Freunde im Feuerwehrhaus zum gemeinsamen Mittagessen. Fleißige Helfer hatten im Vorfeld alles für das leibliche Wohl der Zugteilnehmer und der Gastgeber vorbereitet. Um 14.11 Uhr startete die Gruppe im großen Umzug durch den Ort. In europäischer Einstimmigkeit wurden „Kamelle“ geworfen und die „Alaaf“-Rufe bildeten keine Sprachbarriere. Nach dem Umzug feierten die Freunde noch lange zusammen. Und mithilfe von einigen Dolmetschern wurden viele neue Freundschaften geknüpft. Am Montag nach einer recht kurzen Nacht verabschiedeten sich die Delegationen aus Frankreich und Polen in Freundschaft und auch mit einem Teil Wehmut. Die Eindrücke dieses fröhlichen und harmonischen trinationalen Karnevals werden noch lange bei allen Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben und ein baldiges Wiedersehen ist auf jeden Fall in der Planung.

Vor dem Zugstart versammelte sich die große bunte Truppe auf dem Bauhof-Gelände.Foto: privat

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