Kirmes in Lieg
Neues Feuerwehrfahrzeug eingesegnet
Lieg.Der Gang zum Ehrenmal der Gefallenen beider Weltkriege nach dem Gottesdienst, gesanglich umrahmt vom Männerchor „Heimatklang“, gehören zum festen Brauchtum der Hunsrückgemeinde an Kirmes. Sogar Landrat Manfred Schnur, der als früherer Verwaltungschef der alten Verbandsgemeinde Treis-Karden des Öfteren teilgenommen hatte, war zugegen. VG-Bürgermeister Helmut Probst erinnerte in bewegenden Worten an den hohen Wert des Friedens, der so wichtig für Europa und die ganze Welt sei. Gleichzeitig mahnte er an, dass man in Europa nie mehr aufeinander schießen möge und junge Menschen wie die aus Lieg in den beiden Weltkriegen ihr Leben lassen müssten. Der Frieden ist aber nur mit tatkräftigem Engagement aller Bürger möglich, machte er deutlich. Diakon Michael Thomiczny unterstrich dabei die christliche Hoffnung, dass die Gefallenen und alle Gewaltopfer im Frieden Gottes geborgen seien.
Ortschef Heinz Zilles lud anschließend zur Lieger Kirmes ein. Nach dem prachtvollen Umzug durch den Hunsrückort mit musikalischer Begleitung der Lieger Hunsrückmusikanten ging es an das Feuerwehrgerätehaus zum nächsten Höhepunkt: zur Einsegnung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges mit Wasser, eines TSF-W, ebenfalls durch den Diakon Thomiczny, der das Motto der Feuerwehren, zu helfen und retten, als urchristliche Motive sah. Es war wieder VG-Bürgermeister Helmut Probst, der das Fahrzeug der Lieger Feuerwehr unter ihrem Wehrführer Daniel Platten feierlich übergab und der bestätigt: „Das Fahrzeug dient jedoch der Sicherstellung des Brandschutzes in dieser wunderschönen Ortsgemeinde Lieg, das auch von den eigenen Bürgern, den Lieger Feuerwehrleuten, bedient wird“.
85.000 Euro für neues Fahrzeug
Der Brandschutz müsste hier im Vorderhunsrück gewährleistet bleiben, sei ihm von den Feuerwehrverantwortlichen klar gemacht worden. Das Fahrzeug konnte demnach durch eine kleine Delegation von der Lieger Wehr in Görlitz abgeholt werden. Es hatte knapp 85.000 Euro gekostet mit Beteiligung der Lieger Brandschützer, wobei ein besonderes Verdienst daran dem stellvertretenden Wehrleiter Bernd Löffler zukomme, der innerhalb der Wehrleitung dafür zuständig ist. Auch die kommunalpolitischen Gremien schlossen sich dem Vorhaben ab. Ferner musste noch am Feuerwehrgerätehaus der Schimmel bekämpft werden. Realisiert wurden die notwendigen Arbeiten durch Eigenleistung der Hunsrücker, die Verbandsgemeinde übernahm die Materialkosten. Die Sanierungskosten beliefen sich auf 22.000 Euro, wobei jetzt alles rund um die Feuerwehr in einem neuen Glanz erstrahlt.
Ortsbürgermeister Heinz Zilles konnte es sich in seinem Grußwort nicht verkneifen, auch auf eine benachbarte Bauruine aufmerksam zu machen, damit endlich durch die Behörden Abhilfe geschafft werden soll. Natürlich kam danach auch das Feiern der Kirmes im Gasthaus Schnorbach mit den Hunsrückmusikanten nicht zu kurz.
Aus der Hand von VG-Bürgermeister Helmut Probst (4.v.re.) erhält der Lieger Wehrführer Daniel Platten (Mitte) den Fahrzeugschlüssel des neuen Feuerwehrautos. Die feierliche Einsegnung hatte Diakon Michael Thomiczny vorgenommen. Neben den strahlenden Lieger Brandbekämpfern freuten sich auch Ortsbürgermeister Heinz (5.v.li.), Landrat Manfred Schnur (2.v.re.) und Kreisfeuerwehrinspekteur Berthold Berenz (3.v.re.).Foto: Heinz Kugel
