Allgemeine Berichte | 01.12.2025

Nussknackermarkt e.V. meisterte schwierige Ausgangslage

Nussknackermarkt bot herrliche Stimmung mit Live-Musik

Das herrlich illuminierte Schloss Engers bot dem Nussknackermarkt eine herrliche Kulisse.Fotos: FF

Engers. Normalerweise ist der Nussknackermarkt Engers e.V. unsichtbar. Wenn die Vorarbeiten gelaufen sind, hält man im Hintergrund die Fäden zusammen. Zur Eröffnung am Samstagnachmittag war das dieses Mal anders.

Oberbürgermeister Jan Einig und Ortsvorsteher Dieter Neckenig waren vollen Lobes für Christian Eisele und seine Leute. Beim Großbrand in der Silvesternacht waren nämlich nicht nur die Läger der Karnevalisten, sondern auch die des Nussknackermarktes den Flammen zum Opfer gefallen. Dekorationen, Beleuchtungen, Zelte und vieles andere waren weg.

„Vor so viel Engagement und enger Zusammenarbeit ziehe ich den Hut“, sagte Jan Einig. Dieter Neckenig dankte allen Beteiligten für die großartige Arbeit. Beide waren sich einig, dass es ein Jammer gewesen wäre, hätte es den Nussknackermarkt nach fast fünf Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Christian Eisele berichtete: „Wir mussten den Nussknackermarkt in 365 Tagen neu erfinden“. Er bedankte sich bei der VR-Bank und der Sparkasse sowie bei der Stadt Neuwied, welche gemeinsam Neuanschaffungen ermöglichten.

Mehrmals schon stand der Nussknackermarkt vor großen Herausforderungen. Zu nennen sind die Corona Jahre und sich mehrfach verändernde Veranstalter. „Die Gründung eines eigenen Vereins hat sich bewährt“, unterstreicht Christian Eisele. Während der Nussknackermarkt in früheren Jahren für die Möhnen oder den Bürgerverein zusätzliche Aufgaben darstellten, hätten sich nun Leute zusammen gefunden, die Zeit haben und die Veranstaltung als alljährliches Projekt auf die Beine stellen. Und das konnte sich sehen und hören lassen: Schon von weitem waren die weihnachtlichen Lieder zu vernehmen. Zur Eröffnung verzauberten die Blocker Musikanten mit Advents- und Weihnachtsweisen. Im Anschluss spielte erstmalig der Musikverein Leutesdorf bis spät in den Abend. Die Musiker waren im wahrsten Sinne des Wortes ein Geschenk. „Der Verein wollte uns nach dem Brand unterstützen und hat uns sein kostenloses Gastspiel angeboten“, freute sich Christian Eisele. Ein Glücksfall, denn die in diesem Jahr gemietete Bühne kostete zusätzlich Geld.

Die Rentnerband und die Wasserturmspatzen bereicherten das musikalisch-gesangliche Programm. Am Sonntag bespielte der Musikverein Heimbach-Weis den Schlosshof. Hier, vor der wunderschön illuminierten Kulisse des Schlosses hatten der Turnverein und die Möhnen mit ihren beliebten Krebbelcher ihre Zelte aufgeschlagen. Als augenscheinlichste Veränderung fielen hier die grünen Zelte ins Auge, mit denen die gewohnten weißen Iglus ersetzt wurden. Auch ein Großteil der 64 Aussteller war im Schlosshof anzutreffen.

Unterschiedliche Erlebnisräume

Das Besondere am Nussknackermarkt sind die unterschiedlichen Erlebnisräume. Neben dem Schlosshof und der Schlossstraße ging es rund um den Brunnen besonders beschaulich und gemütlich zu. Das alte Rathaus und zwei Stockwerke im Inneren des kurfürstlichen Jagd- und Lustschlosses bot sich hervorragend für die Präsentation von Schmuck und hochwertigen Kunsthandwerk an.

Im Gewölbekeller befand sich auch die gemütlich-warme Märchenhöhle, in der im Wechsel über zehn Engerser den Kindern Weihnachtsgeschichten vorlasen. Darüber hinaus wurden die kleinsten Besucher mit dem Nikolaus bedacht. Seit Jahren ist stets Verlass auf Michael Schneider und Richard Erben, die den Kindern in Rauschebart und mit Bischofsstab und mit einer Kleinigkeit Freude machen. Ein süßes Marzipanherz gab es auch beim Eintreten in den Schlosshof. Zumindest für all jene, die das Geschehen mit einer kleinen Spende unterstützten. Wieder einmal beeindruckte der Nussknackermarkt mit einer riesigen Angebotsvielfalt. Angefangen vom rustikalen Kunsthandwerk bis hin zur künstlerischen Ateliersarbeit.

Oft aber nicht immer, mit Bezug zur Weihnacht, so dass die Suche nach ganzjährig verwendbaren Geschenken durchaus vielversprechend war. Beliebte Motive für Bilder und Tonarbeiten waren der Wasserturm oder Burg Kunostein aus dem Flecken. Neben Marktbeschickern, die seit Jahrzehnten zum festen Inventar gehören, gab es auch Premieren. Beispielsweise die wunderschönen Intarsien Arbeiten, bei deren Herstellung sich der Künstler über die Schultern schauen ließ. Die Motivation der Besucher war sehr unterschiedlich. Ein Großteil kam der Geselligkeit wegen. Glühwein mit Freunden und Bekannten, das hat Tradition. Andere waren auf der Suche nach Dekorationen oder Geschenken und steuerten ganz zielstrebig die Stände an. Dann gab es welche, die sich einfach überraschen und vom Angebot inspirieren ließen und wiederum andere wie Familie Grube. „Für uns läutet der Nussknackermarkt seit Jahren die Adventszeit ein. Hier holen wir uns die Stimmung zum Dekorieren von Haus und Garten und zum Verfassen der Weihnachtswunschzettel“, verriet Mama Katharina.

FF

Richard Erben am Sonntag und Michael Schneider (Foto) am Samstag überraschten die Kinder als St. Nikolaus.

Richard Erben am Sonntag und Michael Schneider (Foto) am Samstag überraschten die Kinder als St. Nikolaus.

Pünktlich zum 1. Advent auf auf dem Nussknackermarkt eine große Auswahl von Dekoartikeln erhältlich.

Pünktlich zum 1. Advent auf auf dem Nussknackermarkt eine große Auswahl von Dekoartikeln erhältlich.

Die Blocker Musikanten spielten zur Eröffnung am Samstagnachmittag weihnachtliche Lieder.

Die Blocker Musikanten spielten zur Eröffnung am Samstagnachmittag weihnachtliche Lieder.

Dem Kunsthandwerker konnte bei der Herstellung von Intarsien Arbeiten über die Schultern geschaut werden.

Dem Kunsthandwerker konnte bei der Herstellung von Intarsien Arbeiten über die Schultern geschaut werden.

Nussknackermarkt bot herrliche Stimmung mit Live-Musik

Das herrlich illuminierte Schloss Engers bot dem Nussknackermarkt eine herrliche Kulisse. Fotos: FF

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Alles rund ums Haus
Ostern im Blick
seniorengerechter Badausbau
Nachruf Roland Freisberg
Ostern im Blick
Stellenanzeige Auslieferungsfahrer
Lossprechungsfeier der Metall-Innung
Titelanzeige verkaufsoffener Sonntag
Empfohlene Artikel
38

Oberwinter. Mit einer Niederlage in letzter Sekunde zum 2-1 Endstand für den HSV Neuwied kehrte der TuS Oberwinter vom Auswärtsspiel in der Bezirksliga Mitte aus der Deichstadt zurück. Nach beiderseitigem vorsichtigem Abtasten in der Anfangsphase konnte Neuwied in der 7.Spielminute mit 1-0 Toren in Führung gehen. Doch die Hafenstädter antworteten prompt und konnten in der 11.Spielminute durch einen platzierten Kopfball von Mirco Koll zum 1-1 ausgleichen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.  Foto: ROB
57

Neuwied. Am 31.03.2026 gegen 23:32 Uhr befuhr ein 19-jähriger Fahrer mit einem schwarzen Mercedes-Benz die B 256 auf der Rheinbrücke in Neuwied in Fahrtrichtung Koblenz. Auf Höhe der Abfahrt Weißenthurm verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, wodurch es zu einem Verkehrsunfall kam. Zuvor war das Fahrzeug bereits durch Beamte der Polizeiinspektion Neuwied mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf der Rheinbrücke festgestellt worden.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: ROB
72

Aus dem Polizeibericht

Unfall auf der Rheinbrücke

Weißenthurm/Neuwied. Am 31.03.2026 gegen 23:32 Uhr befuhr ein 19-jähriger Fahrer mit einem schwarzen Mercedes-Benz die B 256 auf der Rheinbrücke in Neuwied in Fahrtrichtung Koblenz. Auf Höhe der Abfahrt Weißenthurm verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, wodurch es zu einem Verkehrsunfall kam. Zuvor war das Fahrzeug bereits durch Beamte der Polizeiinspektion Neuwied mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf der Rheinbrücke festgestellt worden.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: ROB
33

Aus dem Polizeibericht

Unfall unter Alkoholeinfluss

Ettringen. Am Dienstag, den 31.03.2026, verursachte ein 30-jähriger Transporterfahrer in der Straße Breitenholz in Ettringen einen Verkehrsunfall. Aufgrund erheblicher Alkoholisierung war er nicht in der Lage, das Fahrzeug sicher zu führen, und kollidierte beim Rückwärtsfahren mit einem Stromverteilerkasten. Anschließend stieg der Fahrer aus, lud die beschädigte Tür des Verteilerkastens sowie die...

Weiterlesen

Kreishandwerkerschaft
Hausmeister, bis auf Widerruf
Titelanzeige
Ideen für ein schönes Osterfest
Ostern
Ostern
Fahrer gesucht (m/w/d)
Titelanzeige KW 15
Ostern Im Blick
Ostern
Stellenanzeige Minijob
20 % Anzeige VoS
Lossprechungsfeier Metall-Innung
Gratulationsanzeige Bastian Köb
Gegengeschäft
Kleinanzeigen
Ostergrußanzeige
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026