Allgemeine Berichte | 28.04.2017, 09:00 Uhr

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen

„Nutze die Chance“

Christliche Arbeitnehmerorganisation ruft zur Teilnahme an Sozialwahl auf

Kandidatin Silvia Berger. privat
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Trier/Mendig. Es ist die größte Wahl in Deutschland nach der Bundestags- und Europawahl, doch trotzdem lag die Wahlbeteiligung bei der Sozialwahl vor sechs Jahren bei nur 30 Prozent. „Dabei ist diese Briefwahl am 31. Mai enorm wichtig für die rund 50 Millionen Versicherten der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sowie Renten- und Unfallversicherung“, betont Silvia Berger aus Mendig. Sie ist eine Kandidatin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA). Das Kolpingwerk und die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) im Bistum Trier rufen Christinnen und Christen dazu auf, sich an der Sozialwahl 2017 zu beteiligen und dabei die ACA zu unterstützen. Die Kandidatinnen und Kandidaten wollen konkret Einfluss auf die Arbeit der Versicherungsanstalten nehmen, Vorstände kontrollieren und vieles mehr – immer im Hinblick auf die Grundsätze christlicher Sozialethik. Dies alles ist nur gewährleistet, wenn sich Wählerinnen und Wähler bei den Sozialwahlen beteiligen, damit die versichertenorientierte Selbstverwaltung der gesetzlichen Krankenkassen und Rentenversicherungen auch eine Zukunft hat und demokratisch legitimiert ist. „Die Sozialwahl ist seit mehreren Jahrzehnten bewährtes Modell des Interessenausgleichs. Sie trägt damit zur Leistungsfähigkeit der deutschen Sozialversicherung und zum sozialen Frieden bei“, erklärt Martin Plail, Vorsitzender des Landesverbandes Rheinland Pfalz der ACA. „Nutze die Chance und bestimme durch die Teilnahme an der Sozialwahl, wer für dich in den Obersten Gremien der Sozialversicherungsträger deine Interessen vertreten soll“, richtet die Hausfrau und gelernte Bankkauffrau Silvia Berger ihr Wort an alle Wahlberechtigten. „Da ich selbst ja auch Beitragszahler bin, möchte ich ebenso wie alle Versicherten, dass mein Geld, welches in Form des Beitrages an die Krankenkasse gezahlt wird, gut verwendet wird.“

In Widerspruchsausschüssen sind Vertreter von KAB und Kolpingwerk darum bemüht, im Sinne der Versicherten abgelehnte Anträge für Kuren, Medikamente oder Pflegestufen nachzukontrollieren und so sicherzustellen, dass Versicherte gemäß dem gesetzlichen Auftrag behandelt werden. „Ich kann durch meine Mitarbeit im Widerspruchsausschuss den Versicherten zur Seite stehen, wenn diese sich von der Krankenkasse ungerecht behandelt fühlen. Sei es bei Gewährung von Hilfsmitteln wie zum Beispiel Hörgeräten oder Einstufung in einen Pflegegrad – um nur einige zu nennen“, erklärt die 54-Jährige, die in der gesetzlichen Krankenkasse IKK Südwest im Verwaltungsrat und im Widerspruchsausschuss sitzt. Auch der Katholikenrat unterstützt den Aufruf der KAB und des Kolpingwerkes der Diözese Trier zur Sozialwahl: „Wenn es darum geht, Menschen konkret zu helfen, sollte die Kirche nicht abseits stehen.“

Sechs Jahre lang bestimmen die gewählten Vertreterinnen und Vertreter in der Selbstverwaltung – politisch unabhängig und ehrenamtlich – im Sinne der Versicherten bei allen wichtigen Entscheidungen mit. Friedenswahlen haben unter anderem bei der AOK, IKK Südwest und der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz stattgefunden. Daher erhalten Versicherte dieser Einrichtungen keine Wahlunterlagen.

Weitere Infos gibt es auf www.aca-online.de oder www.sozialwahl.de

Kandidatin Silvia Berger. Foto: privat

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