Allgemeine Berichte | 08.11.2016

Religionsgemeinschaften in Bad Ems rufen gemeinsam zum Gebet in der Kurstadt auf

Ökumenischer Sternmarsch für den Frieden

Der Wunsch nach Frieden vereint die Mitglieder des Vorbereitungskreises zum ökumenischen Friedensmarsch in Bad Ems, zu denen auch Pfarrer Armin Himmighofen gehört (von links): Dr. Hildegard Simons, Priester Boris Zdrobau, Pfarrer Michael Scheungraber, Wolfgang Dorr und Wolfgang Riehl. Privat

Bad Ems/Rhein-Lahn-Kreis. „Steh auf und geh mit... wir beten für den Frieden.“ Unter diesem Motto laden der Beirat für Migration und Integration des Rhein-Lahn-Kreises, die jüdische Gemeinde Neuwied-Mittelrhein, die russisch-orthodoxe, die evangelische und die katholische Gemeinde Bad Ems zu einem ökumenischen Friedensmarsch am Sonntag, 13. November in die Kurstadt ein. Ab 18.30 Uhr treffen sich die Teilnehmer an vier verschiedenen Treffpunkten zu dem Friedensmarsch, der zur katholischen Martinskirche führt: an der Kapelle Maria Königin (18.30 Uhr), an der russisch-orthodoxen Kirche (18.40 Uhr), an der evangelischen Martinskirche (18.45 Uhr) und an der Kreisverwaltung (18.45 Uhr). Von diesen Punkten starten die Gruppen und treffen sich auf dem Platz vor der katholischen Pfarrkirche St. Martin. Dort beginnt um 19 Uhr eine gemeinsame Zeit der Andacht, in der alle Glaubensgemeinschaften mitwirken. Als Anregung, nicht alles einfach hinzunehmen, was in der Welt an Gewalt herrscht, sei der Sternmarsch initiiert worden, erklärt Dr. Hildegard Simons von der katholischen Kirchengemeinde, Leiterin der Vorbereitungsgruppe. Es werde Religionen oft vorgeworfen, dass sie für Gewalt und Krieg verantwortlich seien, so der katholische Pfarrer Michael Scheungraber. Der Marsch könne das Gegenteil beweisen. Für Wolfgang Dorr von der jüdischen Gemeinde Neuwied-Mittelrhein ist der Marsch eine Gelegenheit, für den Frieden einzutreten und dafür, dass alle Menschen gleich sind. Dem evangelischen Pfarrer von Bad Ems Armin Himmighofen und ehemaligen Zivildienstseelsorger ist die Bitte um Frieden ein Herzensanliegen. „Unsere Gemeindeglieder können mit dem Marsch eine Möglichkeit finden, für den Frieden einzutreten.“ Die Aktion wolle auch ermutigen. „Wir sind viele und wir zeigen, dass wir viele sind.“ „Unser Herr will, dass wir uns einmischen“, begründet der Priester der orthodoxen Gemeinde Bad Ems Boris Zdrobau die Teilnahme. „Seit tausenden Jahren sollen wir gegen alles aufstehen, was böse ist.“ Erstmals beteiligt sich auch der Beirat für Migration und Integration des Rhein-Lahn-Kreises an dem Friedensmarsch. „Wir erleben an vielen Orten eine rücksichtslose Machtpolitik auf der Welt und sind verpflichtet, mutig und deutlich zu bekennen, wofür wir einstehen“, erklärt deren Vertreter Wolfgang Riehl. „Auch als Christ fühle ich mich verpflichtet, aufzustehen und nach außen zu zeigen, dass uns der Friede wichtig ist.“ Willkommen sind zu dem Friedensmarsch auch alle anderen Menschen, „egal welcher Hautfarbe, Religion oder Nationalität sie angehören“, wie Hildegard Simons ausdrücklich betont.

Der Wunsch nach Frieden vereint die Mitglieder des Vorbereitungskreises zum ökumenischen Friedensmarsch in Bad Ems, zu denen auch Pfarrer Armin Himmighofen gehört (von links): Dr. Hildegard Simons, Priester Boris Zdrobau, Pfarrer Michael Scheungraber, Wolfgang Dorr und Wolfgang Riehl. Foto: Privat

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