Allgemeine Berichte | 22.04.2022, 08:18 Uhr

Eifelverein Remagen

Osterwanderung über das westliche Maifeld

In einem gemütlichen Cafe fand die Wanderung ihren Abschluss. Foto: Eifelverein Remagen
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Remagen. Wie sieht ein Osterspaziergang für Wanderfreunde aus? Sie wandern! Das beherzigte eine kleine Gruppe des Eifelvereins Remagen, die sich bei schönstem Wetter von Mayen auf den Weg nach Monreal machten. Nachdem der Ortsrand von Mayen passiert war, ging es vorbei an der „Waldkapelle“ hinauf auf die Conder Höhe, die den westlichen Teil des Maifelds ausmacht. Die Kapelle erinnert daran, dass Mayen in zwei Bombennächten zum Ende des 2. Weltkrieges zu 87% zerstört wurde. Die Bilder des Kriegs in der Ukraine insbesondere aus Mariupol vermitteln eine Vorstellung über das Ausmaß der Zerstörung von Mayen. Dass nur wenige Wochen nach Kriegsende die Überlebenden die Kraft für die Errichtung der Kapelle aufbrachten, lässt die tiefe Dankbarkeit überlebt zu haben und die Sehnsucht nach Frieden erahnen.

Bald verscheuchten jedoch die weiten Rundum-Sichten, das Farbenspiel von grünen Wiesen mit zartem Gelb der Rapsfelder sowie dem leuchtenden Weiß der Weissdornhecken und der allgegenwärtige Gesang de Lerchen, die bedrückenden Gedanken. Kaum vorstellbar war für die Wanderer, dass noch vor achtzig Jahren diese Gegend mit wenig ertragreichem Niederwald bedeckt war und erst 1934 ausschließlich in Handarbeit mit Säge, Axt und Spaten mithilfe von Dreiböcken, Flaschenzügen und Winden durch 300 - 400 junge Männer des Reichsarbeitsdienstes für eine Besiedlung gerodet wurde. 1937 wurden dort im Wohnplatz „Cond“ sieben Familien angesiedelt; heute werden die Flächen noch von zwei Vollerwerwerbsbetrieben bewirtschaftet. Von Cond ging es dann vorbei am Wüsterather Hof schnell hinab zum Elzbach und in dessen Tal Richtung Monreal. Die am Weg liegende Ansammlung romatischer Fachwerkhäuser des Weilers Müsch bezauberte durch eine, wie aus der Zeit gefallene Idylle. Das letzte Stück des Weges führte entlang hoch am Hang über dem Eltzbach dann nach Monreal. Dabei war die Stelle ersichtlich, an der der Elzbach seinen Verlauf um 90° nach Süden ändert und dadurch nicht Richtung Rhein, sondern Richtung Mosel fließt. In einem gemütlichen Cafe fand die Wanderung dann ihren Abschluss.

In einem gemütlichen Cafe fand die Wanderung ihren Abschluss. Foto: Eifelverein Remagen

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