Allgemeine Berichte | 24.11.2023, 10:55 Uhr

„Parlament des Handwerks“ sendet positive Signale

Die 48 Mitglieder der Vollversammlung, die sich sowohl aus Arbeitgeber- wie auch Arbeitnehmervertretern des Handwerks aus dem Kammerbezirk zusammensetzt, verabschiedeten wichtige Entscheidungen für die „Wirtschaftsmacht von nebenan“ im nördlichen Rheinland-Pfalz.  Fotos: HwK Koblenz / Dagmar Schweickert
83

Koblenz. Bei der Vollversammlung der Handwerkskammer (HwK) Koblenz, die in den Kongressräumen des Mensaneubaus am HwK-Standort August-Horch-Straße stattfand, wurde die Stärke des Handwerks in herausfordernden Zeiten betont. Die Fähigkeit zum Anpacken und Optimismus des Handwerks wurden in den Mittelpunkt gerückt. Aktuelle Herausforderungen wie Kriege, gestiegene Energiekosten, Lieferengpässe, Inflation und Fachkräftemangel wurden diskutiert.

Kurt Krautscheid, Präsident der HwK Koblenz, betonte, dass das Handwerk in der aktuellen Situation optimistisch bleibe und daran arbeite, die Füllstände des metaphorischen Glases zu verbessern. Die Vollversammlung war geprägt von ehrlichen Diskussionen, konkreten Handlungsempfehlungen und positiven Signalen.

Die Vollversammlung, das „Parlament des Handwerks“ im nördlichen Rheinland-Pfalz, tagt einmal jährlich und besteht aus 48 gewählten Mitgliedern, darunter Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter. Sie treffen wichtige Entscheidungen für die zahlreichen Handwerksbetriebe im Kammerbezirk.

Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage, die durch die Herbstumfrage des Handwerks nicht widergespiegelt wurde, konnte das Handwerk positive Zahlen vorweisen. Die Kfz-Betriebe verzeichneten besonders gute Geschäftslagen, während die Baubetriebe mit Herausforderungen wie hohen Baupreisen und gestiegenen Zinsen konfrontiert waren. Dennoch gab es positive Signale, darunter eine Zunahme von 10 Prozent bei den Ausbildungsverhältnissen in den Bauhandwerken.

Entlastung der Betriebe gefordert

Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt betonte die Notwendigkeit, das Handwerk wettbewerbsfähig zu halten. Sie forderte eine Entlastung der Betriebe von hohen Energiekosten und bürokratischen Auflagen. Die Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen und erneuerbaren Energien wurde ebenfalls als Möglichkeit zur Senkung der Energiekosten genannt. Bürokratieabbau wurde als entscheidend für die Entlastung der Handwerksbetriebe hervorgehoben.

Joachim Noll, Arbeitnehmer-Vizepräsident der HwK, warb für die Nutzung des Programms „Jhnges Wohnen“ zur Förderung von Wohnraum für Studierende und Auszubildende im Handwerk. Er betonte auch die Bedeutung der Tarifbindung und die positiven Auswirkungen guter Arbeitsbedingungen im Kampf gegen den Fachkräftemangel.

Die Fachkräftesicherung ist eine wichtige Aufgabe für das Handwerk, und es wurden steigende Ausbildungszahlen und offene Lehrstellen verzeichnet. Die positive Nachricht über acht Bundessieger aus dem Koblenzer Kammerbezirk bei der „Deutschen Meisterschaft im Handwerk“ wurde ebenfalls hervorgehoben.

Abschließend wurde die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Handwerk betont. KI wird bereits in verschiedenen Aktivitäten der HwK Koblenz eingesetzt und bietet Chancen zur Prozessoptimierung und Bewältigung von bürokratischen Aufgaben. KI wird als Werkzeug betrachtet, das das Handwerk unterstützt, anstatt es zu ersetzen. BA

HwK-Vizepräsident Joachim Noll (links), hier im Bild mit dem HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich, sprach für die Arbeitnehmervertreter im Handwerk.

HwK-Vizepräsident Joachim Noll (links), hier im Bild mit dem HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich, sprach für die Arbeitnehmervertreter im Handwerk.

Die 48 Mitglieder der Vollversammlung, die sich sowohl aus Arbeitgeber- wie auch Arbeitnehmervertretern des Handwerks aus dem Kammerbezirk zusammensetzt, verabschiedeten wichtige Entscheidungen für die „Wirtschaftsmacht von nebenan“ im nördlichen Rheinland-Pfalz. Fotos: HwK Koblenz / Dagmar Schweickert

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Kokubu - 14.01.27
Ausbildung zum Metallbauer
Traueranzeige Wolfgang Kruft
Karnevalsauftakt in Mülheim-Kärlich
Kfm. Verwaltungsleitung
Produktionsmitarbeiter
Weitere Artikel
In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
1429

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
1150

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
455

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen