Allgemeine Berichte | 23.06.2018

Eifelverein Sinzig umrundet die sagenumwobene Loreley

Perfekter Wandertag mit traumhaften Panoramen

Vor der Bornsmühle ergab sich die Gelegenheit für ein Gruppenfoto. privat

Sinzig. Wer kennt sie nicht, die Loreley. Heinrich Heines Dichtung „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten…“, melancholisch vertont von Friedrich Silcher, machte sie über alle Grenzen hinweg zu einem beliebten Anziehungspunkt. Dieser legendäre Felsen bietet jedoch nicht nur Stoff für Mythen und Sagen, sein Umfeld eignet sich hervorragend zum Wandern. Davon konnten sich die Sinziger Eifelfreunde unter Führung von Wilfried Arenz am vergangenen Sonntag überzeugen.

Mit der Bahn erreichte die Gruppe umweltfreundlich und pünktlich St. Goarshausen. Der steile Anstieg auf schmalem, felsigem Pfad nach Patersberg brachte selbst geübte Wanderer ins Schwitzen. Ein herrlicher Blick zurück auf Burg Katz und das Rheintal war überreicher Lohn. Mit zunehmender Höhe weitete sich die Landschaft, hier konnte das Auge bis in den Hunsrück schweifen. Rechts und links des Weges wogende Kornfelder und bunte Blumenwiesen in sommerlicher Pracht, Kornblumen, Natternkopf, Wiesensalbei und Kornrade wetteiferten um Aufmerksamkeit.

Abwechslungsreich führte die Route nunmehr abwärts durch das verwunschene Forstbachtal. Ein schattiger Pfad, gesäumt von Farnen und Moosen entlang des plätschernden Bächleins, brachte die Wanderfreunde zur idyllisch gelegenen, denkmalgeschützten Bornsmühle, die eine schöne Kulisse für das Gruppenfoto bot.

Die Bornicher Höhe mit einer weitreichenden Fernsicht über den Taunus bis in den Westerwald wurde angesteuert, hier stieß man auf den Rheinsteig. Gleich am Wegesrand in der „Rheinsteig-Rast“ genossen die Wanderfreunde eine wohlverdiente Pause. Unbestreitbarer Höhepunkt dieser Wanderung waren jedoch die zahlreichen atemberaubenden Ausblicke. Traumhafte Rhein-Panoramen begeisterten die Wanderfreunde an der Felsenkanzel, dem Spitznack, dem Weinlehrpfad und schließlich auf der Loreley.

Hier hoch über dem Rhein soll sie gesessen haben, die schöne Lore Ley, die mit ihren blonden Locken und ihrem Gesang die Rheinschiffer betörte und ins Verderben lockte. So romantisch die Sage klingt, die Gefahr lauerte woanders. Unterhalb des Loreley-Felsens verengt sich der Rhein auf etwa ein Drittel seiner normalen Breite. Die Felsenriffe im Wasser stellten eine zusätzliche Gefahrenquelle dar. Viele Schiffe versanken und viele Schiffer verloren ihr Leben. Noch heute ist der Fluss an diese Stelle ein nicht ungefährlicher Schiffsweg. Aufgrund der Flussenge herrscht an dieser Stelle Einbahnverkehr. Die jeweilige Fahrtrichtung wird durch Lichtzeichen vom Ufer aus gesteuert. Nur nicht stolpern, hieß es auf 400 Treppenstufen, die vom 193 m hohen Loreleyausblick hinunter nach St. Goarshausen führen. Noch einmal grüßte die Loreley-Statue von der Hafenmole während der Fluss ruhig und behäbig und gar nicht gefährlich die Wanderer zum Bahnhof begleitete. Optimales Wetter, traumhafte Panoramen, der Rhein, Burgen, felsige Pfade, weite Aussichten, stille Seitentäler – ein perfekter Wandertag, war die einhellige Meinung aller Teilnehmer.

Vor der Bornsmühle ergab sich die Gelegenheit für ein Gruppenfoto. Foto: privat

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