Mayener Prinzenpaar mit Gefolge in der Halle 129 vorgestellt

Peter V. und Martina I. schweben im siebten Karnevalshimmel

06.11.2023 - 08:18

Mayen. Tusch un draimol Maye Mayoh - dann wenn „de Faasenaacht“ in der Eifelstadt beginnt. Und so war es auch am vergangenen Samstagabend in der karnevalistisch festlich dekorierten Halle 129, die zur Vorstellung der neuen Mayener Tollitäten mit vielen feierfreudigen, aus allen Himmelsrichtungen angereisten eisenharten Fastnachtern, darunter auch Mayens Stadtchef Dirk Meid, gefüllt war. Da waren sie alle wieder in Fahrt. Pünktlich um 19.11 Uhr ging das närrische Spektakulum los. Aufmarsch der „Alten Großen Mayener Karnevalsgesellschaft“ mit Präsident Uli Walsdorf und seinem rotgefrackten Vorstand. „Heut hann ech nur en kleinere Abordnung dobai, all annere sain em Einsatz“ scherzte Walsdorf. „Mir sain widda doh, dee Mayna Faasenaacht würd niemols unna john“ versprach der Spitzenmann der AGMK, in seinem Opening, gab in gekonnter humoristischer Art, locker vom Hocker Termine der „Faasenaacht“ wie die Proklamation am 6.1.2024., die Prinzenkrönung am 13.1. 2024 oder die Herrensitzung am 4.2.2024, bekannt, und wies auch gleichzeitig auf die Auflösung eines der am besten gehüteten Mayener Geheimnisse hin: „Wer wird wohl das neue Regentenpaar, der Regent, oder gar die Regentin in der Eifelstadt. Und spätestens jetzt hatte der „Bazillus Karnevalitis“ mit einem Hauch des Flairs der „Mayna Faasenaacht“ die Anwesenden in seinen Bann gezogen. Dann, den musikalisch von den „Grün Weißen“ intonierten Einmarsch des Ex-Prinzen „Peter IV.“ mit Hofstaat und Gefolge, leider ohne den erkrankten Mundschenken, die in der vergangenen Session unter des Prinzen Motto: „Ob fröh oder spät, ob Daach oda Naacht – Mir all faieren oos Faasenaacht“ Karnevals-Flair auf die Bühne zauberten. „Es war für uns ein Traum, eine Zeit mit Euch allen, die wir niemals missen möchten“, rief Exprinz „Peter IV.“ inmitten seiner Mannschaft, den begeisterten Närrinnen und Narren zu. Emotional beschworen sie alle, die im Mayener Karneval Verantwortung tragen oder aktiv mitarbeiten, „gemeinsam“ vieles für die gute alte Tradition, Mayna Faasenaacht“, in der geliebten Heimatstadt zu bewirken. Nach dem vom Fanfarencorps „Grün weiß“ musikalisch begleiteten Abzug aller Garden und Korporationen von der Bühne, war für den Präsidenten, Uli Walsdorf, der Zeitpunkt gekommen, das „Geheimnis“ zu lüften: „Es ist so weit. Ich bitte Sie, alle sich von ihren Plätzen zu erheben. Empfangen wir nun unsere neue Regenten“. Unter frenetischem Beifall und „Ach wär ich nur ein einzig mal“, zog das von allen erwarteten Mayener Prinzenpaar in der Session 2023/24, Prinz „Peter V.“ und „Prinzessin Martina I.“ mit Hofstaat zur Bühne. Eines sei vorausgeschickt: Da kommt was Vielversprechendes in puncto „Echte Faasenaacht“, auf die Mayener Närrinnen und Narren zu. Zwei in der Eifelstadt sehr bekannte Familien mit viel Herzblut für den Frohsinn der 5. Jahreszeit. Die „Ospels“ und die „Kalischans“. Eine verschworene Mannschaft mit dem richtig treffenden Motto: „Ob Jung, ob Alt, Ob Arm, Ob Reich – En da Faasenaacht sain ma alle Gleich“. Die hochwohlgeborenen Tollitäten Prinz Peter der V. mit seiner liebreizenden Ehefrau Prinzessin Martina I. und ihrem Sohn Lukas, der als quirliger Hofnarr auftritt, das sind die Ospels. Und die Kalischans sind mit den beiden Pagen Jenny und Lilly, sowie dem, den Becher der Freude kredenzenden Mundschenk Thomas (Kali) mit von der närrischen Partie im Hofstaat. Prinz „Peter V“. der 58-jährige Versicherungskaufmann, Urmayener und Erzkarnevalist wurde schon als „Panz“ von der Freude am echt Mayener Karneval angesteckt. Von Jugend an hat er die Freuden der Narretei mitbekommen. Persönliches Highlight war wohl die Rolle des Hofnarren im Hofstaat von Prinz „Uli“. „Diese Begeisterung habe ich an mein Frau Martina und unseren Sohn Lukas, der als Hofnarr fungiert, weiter gereicht“ so Tollität. Klar, Lukas, einst im Jahre 2004 der jüngste Teilnehmer beim Kinderzug, hat nämlich von Kind an die Freuden des Karnevals mit bekommen. In Mayen ist er sehr aktiv in den Reihen der Feuerwehr und in der Jungen Alten Großen“, Prinz Peter´s bessere Hälfte, die 52-jährige, aus dem Sauerland stammende Prinzessin „Martina I. ist seit ihrer Hochzeit, ebenfalls fest in den Mayener Karneval eingebunden. Denn der Karneval war ihr nie fremd. Ob nun in der FW Showtanzgruppe, oder bei den Feuerwehrmöhnen. „Wir besuchten, zusammen mit unseren Freunden die Sitzungen, Bälle oder Umzüge, so fand ich zum Beispiel den Panik Ball in Ettringen „mega“, Na ja, das erste mal „Mayoh“ zu rufen, war etwas befremdlich, aber nach ein paar nett gemeinten „Kurzen“ wurde es immer besser“, verriet sie BLICK aktuell. Das Regentenpaar ist sehr aktiv und nimmt u.a. lückenlos in der Fußgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Mayen im Kinder- und Rosenmontagszug teil. Die „Ospels“ sind jedenfalls allesamt stolz auf ihren Freundeskreis, aus dem Geschlecht der „Kalischan´s“ im Hofstaat. Da ist der 56-jährige Thomas Kalischan, liebevoll „Kali“ genannt, der als Mundschenk für den vollen Becher der Freude sorgt. Seit Kindesbeinen ein eingefleischter Fastnachter durch und durch, Organisationstalent und Superkumpel des Prinzen. Seine Verbundenheit zum Karneval schwappte auch auf Ehefrau „Jenny“ und Tochter „Lilly“, die „ihr Prinzenpaar“ als reizende „Pagen“ begleiten, über. Jetzt nun wurde „Kali´s“ lang gehegter Wunsch, Mundschenk seiner Freunde zu sein, Wirklichkeit. Ihre Devise: „Es ist unser aller gemeinsamer Wunsch und unsere Freude das Brauchtum der Mayener Fastnacht leben und pflegen zu können und dabei besonders die jungen Menschen zu begeistern“. Jedenfalls war es ein Abend der Lebensfreude für alle, die dabei waren. Beste Stimmung brachte die Band „De Schlingele“, die Regimentsgarde des 81. Husarenregimentes Blau weiß Hausen sowie die Showtanzgruppe „Moonlight Dancers“ aus Irlich. Verantwortlich für Termine und Abläufe desPrinzenpaares sind die Mayohdomen: Sierk Stern und Thorsten Draeger. Das Prinzenpalais ist bei Carmen in der „Hubertusruh.

BS

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Stellenmarkt
Weitere Berichte

Fassungslosigkeit und Entsetzen bei Angehörigen und Beobachtern

Ex-Landrat wird nicht angeklagt: Einstellung des Verfahrens schlägt hohe Wellen

Kreis Ahrweiler. Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat am 17. April 2024 das Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Landrat des Landkreises Ahrweiler und den Leiter der Technischen Einsatzleitung (TEL) während der Flutkatastrophe an der Ahr 2021 eingestellt. Die umfangreichen Ermittlungen ergaben keinen ausreichenden Tatverdacht, der eine strafrechtliche Verurteilung ermöglichen würde. Dem Leitenden... mehr...

Polizei bittet Verkehrsteilnehmer keine Anhalter mitzunehmen

Andernach: Fahndung nach flüchtigen Personen und dunklem BMW

Andernach. Seit Mittwochabend, 17. April, gegen 22.37 Uhr finden im Bereich Andernach umfangreiche polizeiliche Fahndungsmaßnahmen nach flüchtigen Personen statt. Gefahndet wird nach einem dunklen 5er BMW mit Mönchengladbacher Kennzeichen (MG). Bei Hinweisen auf das Fahrzeug wird gebeten, sich umgehend mit der Polizei Koblenz unter 0261/92156-0 in Verbindung zu setzen. Nach derzeitiger Einschätzung besteht keine Gefahr für die Bevölkerung. mehr...

Regional+
 

Unfallfahrer konnte sich nicht an Unfall erinnern

Neuwied: Sekundenschlaf führt zu 20.000 Euro-Schaden

Neuwied. Am Montag, 15. April ereignete sich gegen 16.35 Uhr ein Verkehrsunfall auf der Alteck. Ein PKW wurde im Seitengraben vorgefunden, während ein weiteres Fahrzeug auf der falschen Fahrbahnseite zum Stehen kam. mehr...

Die Veranstalter rechnen voraussichtlich mit 500 Teilnehmern

Demo in Ahrweiler: Wilhelmstraße wird gesperrt

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Am Sonntag, den 21. April 2024, findet in Bad Neuenahr-Ahrweiler eine Versammlung unter dem Titel „Sei ein Mensch. Demokratie. Wählen“ statt. Die Veranstalter erwarten etwa 500 Teilnehmer. Aufgrund des geplanten Demonstrationszuges wird die Wilhelmstraße zeitweise gesperrt sein. mehr...

Anzeige
 
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
Kommentare
Jürgen Schwarzmann :
Für alle Betroffenen im Ahrtal ist die Entscheidung der Staatsanwaltschaft schwer nachzuvollziehen. Ich hätte mir schon gewünscht, dass das Verfahren eröffnet worden wäre um so in einem rechtsstaatlichen Verfahren und einer ausführlichen Beweisaufnahme die Schuld bzw. Unschuld festzustellen. Die Entscheidung...
K. Schmidt:
Wenn ich das richtig sehe, gab es, bevor der Landkreis/Landrat die Einsatzleitung übernahm bzw. übernehmen musste, doch auch in den einzelnen Kommunen schon Leiter. Die staatsanwaltschaftlichen Arbeiten beziehen sich wohl nur auf Landrat bzw. dessen Kreisfeuerwehrleiter. Heißt das, darunter haben Herr...
K. Schmidt:
In der Pressekonferenz ging man auch auf die Warnungen und Hinweise dort, wo es sie gab, ausführlicher ein. So wurden Feuerwehrleute mancherorts belächelt, ignoriert, gar beschimpft. Dann frage ich mich, was soll dann irgendwer noch anderes tun? Wie will man denn jemanden regelrecht evakuieren, der...
Amir Samed:
Es sind nicht die Migranten, die Deutschland über Gebühr belasten, im Gegenteil, es sind die falschen, die mutwillig falsch hereingelassenen Migranten, und es sind die richtigen, die integren, fleißigen Migranten, die versuchen, mit den restlichen Deutschen dagegenzuhalten....
juergen mueller:
Liebe Frau Friedrich. Den werden weder Sie noch meine Wenigkeit überzeugen, ändern noch zum Schweigen bringen, einen, der doch fast nur von (vielleicht) klugen Sprüchen/Zitaten anderer lebt, das Internet auf der Suche nach Informationen durchforstet, die seine/r Meinung entsprechen/unterstützen u....
Amir Samed:
Zum Kommentar von Gabriele Friedrich einige (kluge) Worte von Margaret Thatcher: „Je lächerlicher, weit hergeholter und extremer ihre Versuche sind, uns zum Schweigen zu bringen, desto mehr freue ich mich darüber“...
Haftnotiz+
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Service