Unfallkasse Andernach
Premiere des „Feuerwehrsport- Trainingstools“
Andernach. „Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr“ ist der Wahlspruch der Feuerwehr. Aber der gute Wille alleine hilft weder den Opfern noch den Feuerwehrleuten selbst. Die Brandbekämpfer müssen auch körperlich fit sein, um der Hitze und der Lebensgefahr entgegen treten zu können. Brandeinsätze können Feuerwehrleute an die Grenzen ihrer körperlichen und psychischen Leistungsfähigkeit bringen.
„In den vergangenen fünf Jahren kam es jährlich zu rund 850 Unfällen“, berichtet Peter Labonte, Vorstandsvorsitzender der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Gemessen an den rund 50 000 ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen im Land, erscheine die Zahl zwar gering, dennoch stünden Menschen und gegebenenfalls Schicksale dahinter. Den Menschen in den Mittelpunkt ihres Handels zu stellen, sei der Unfallkasse wichtig. „Das schlägt sich auch auf das präventive Angebot nieder“, sagt Labonte.
Um auf die Situationen vorbereitet zu sein und Unfälle zu vermeiden, wurde von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz das bundesweit erste Feuerwehrsport-Trainingstool entwickelt. Ein Onlinetool, mit dessen Hilfe man mit wenigen Klicks eine komplette Übungseinheit gruppenspezifisch und abwechslungsreich planen und erstellen kann. Ziel ist es, den Feuerwehrsport zu stärken, die Umsetzung zu erleichtern und Arbeitsunfälle sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu vermeiden.
Das Konzept „Fit für den Einsatz“ der Unfallkasse Rheinland-Pfalz richtet sich insbesondere an die Aktiven in der freiwilligen Feuerwehr. Es basiert auf drei Säulen: Prävention, Kommunikation und Innovation. Als neuen Baustein in diesem Konzept präsentierte die Unfallkasse das Feuerwehrsport-Trainingstool. Denn die körperliche Fitness begünstige nicht die die Gesundheit eines jeden Menschen. Sie könne auch lebensrettend sein, da Feuerwehrangehörige bei ihrer Tätigkeit nicht selten bis an die Grenzen ihrer körperlichen und psychischen Leistungsfähigkeit geraten. Mit Unterstützung durch den rheinland-pfälzischen Innenminister, Roger Lewentz, und vielen interessierten Gästen von Kommunen, Verwaltungen, Hilfsleistungsunternehmen, sowie zahlreichen Feuerwehrangehörigen, wurde am vergangenen Montag das „Feuerwehrsport-Trainingstool“ in den Räumen der Unfallkasse in Andernach präsentiert.
„Wir freuen uns über Ihr Interesse und die damit gezeigte Wertschätzung für die Tätigkeit der zahlreichen Ehrenamtlichen in den rheinland-pfälzischen Feuerwehren, die sich selbstlos in ihrer Freizeit für die Allgemeinheit einsetzen“, begrüßten Oberbürgermeister Peter Labonte, Vorstandsvorsitzender, und Geschäftsführer Manfred Breitbach von der Unfallkasse ihre Gäste.
Der Innenminister lobte das neue Trainingstool und appellierte an die Führungskräfte, den Feuerwehrsport zu unterstützen. „Feuerwehrangehörige müssen so vielseitig ausgebildet sein, wie Zehnkämpfer in der Leichtathletik“, so Lewentz. Von beiden werde Kraft, Ausdauer und, Koordination und Beweglichkeit gefordert. „Der entscheidende Unterschied ist, dass für Athleten die Wettkämpfe terminiert sind. Für Feuerwehrwehrleute nicht!“ Ihr Einsatz, in dem sofort Höchstleistung erbracht werden müsse, könne zu jeder Zeit beginnen.
Ein aktuelles Video zu diesem Thema finden Sie im Internet unter: www.blick-aktuell.tv Reinschauen lohnt! Viel Spaß.
